Lesetipp: Im Kirschblütenweg

Der Autor Rupert Mattgey erzählt die Leidensgeschichte von Sophia Schönberger und ihren beiden Kindern. Sie werden zehn Jahre lang von Jungenlichen terrorisiert und niemand hilft. Spannend und erschreckend zugleich, da die Geschichte auf einer wahren Begebenheit aus England basiert.

Rupert Mattgey: Im Kirschblütenweg

Inhalt

Sophia Schönberger wohnt mit Jackie und Timmy im Kirschblütenweg. Jackie ist geistig behindert. Jede Nacht werden die drei von einer Jugendbande terrorisiert. Da wird konsequent in den Garten gepisst, das Haus und das Auto der Familie mit Eiern und Mehl beworfen, Steine fliegen durch Fenster und immer wieder wüste Beschimpfungen – und das Nacht für Nacht.

Tiefen und erholsamen Schlaf kennt die Familie nicht mehr. Auch 33 Anrufe bei der Polizei führen zu nichts. Frau Schönberger fühlt sich allein gelassen und machtlos. Die Dame vom Amt gibt Frau Schöneberger ein kleines Tagebuch, in dem sie die Belästigungen aufzeichnen soll.

Der Terror ändert sich im Verlauf der Geschichte. Er wird noch heftiger und gleichzeitig schaltet sich ein Polizist ein, der aber letztlich nicht viel für die Schönbergers tun kann. Er spricht zwar mit den Familien der Jugendlichen, aber die wollen es nicht wahrhaben, dass ihre Kinder so etwas tun könnten.

Am Ende der Geschichte wird Timmy krankenhausreif geschlagen und seine Mutter trifft eine folgenschwere Entscheidung.

Das Buch ist …

… wirklich spannend. Ich habe mit wachsender Fassungslosigkeit Seite um Seite gelesen.

Die Dame vom Jugendamt hat direkt am Anfang der Geschichte ihren Auftritt und wird als vielbeschäftigte Frau beschrieben, die so gar keinen Bock auf Außentermine hat, weil ihr Schreibtisch überquillt mit Fällen. Das finde ich schon erschreckend, zumal ich gehört habe, dass in den deutschen Jugendämtern die Schreibtische auch nie leer sind.

Die Polizei kommt in dieser Geschichte ebenfalls nicht gut weg, da sie entweder gar nicht in Erscheinung tritt oder schlicht nichts unternimmt. Die Jugendlichen sind bei Ankunft des Streifenwagens bereits getürmt und niemand kann zur Verantwortung gezogen werden.

Die Jugendlichen steigern sich im Verlauf der Geschichte in immer bösere Vorhaben hinein, die sogar bis zu Tötungsabsichten gehen. Das schlimme daran, ich denke, dass dies auch in Deutschland passieren kann und man schlicht machtlos ist, weil die Kids auf und davon sind, bis die Polizei eintrifft.

Lesen oder Lassen?

Definitiv eine Leseempfelung.
Der Autor beschreibt die Geschichte aus der Sicht der einzelnen handelnden Personen. So bekommt man einen guten Eindruck, was in den einzelnen Köpfen vorgeht. Gleichzeitig wird es dadurch um so erschreckender, weil man bereits weiß, welche Schlechtigkeit sich die Jugendlichen überlegt haben und dann sieht, wie die Familie darauf reagiert.

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht 😉

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