Versunkener Apfelkuchen mit Kindheitserinnerungen

Kuchen geht immer. Morgens, mittags, nachmittags, abends – ich esse Kuchen für mein Leben gern. Einziger Nachteil, die süßen Stückchen setzen sich direkt auf den Hüften ab. Da man aber dagegen etwas tun kann, hier Dings … ach ja Sport heißt das.

Heute berichte ich über den Kuchen, den ich als allerersten Kuchen in meinem Leben selbst gebacken habe und auch heute noch gern backe: versunkener Apfelkuchen.

Als Kind fand ich Backen immer toll. Ich durfte nicht nur die Schüssel und die Mixstäbe ablecken, nein, ich durfte meiner Ma auch fleißig helfen. Da standen so Aufgaben an, wie Butter und Zucker in die Rührschüssel geben, die meine Ma vorher abgewogen hatte und dann den Mixer anstellen.

Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, wie man Eier in eine Schüssel aufschlägt, ohne dass die halbe Schale mit reinfällt, wie man Eier trennt und vieles mehr. An dieser Stelle ein Hoch auf meine Ma, die mich ganz erfolgreich zur Küchenfee angelernt hat.

Der versunkene Apfelkuchen ist schließlich ist zu meinem ersten Meisterstück geworden. So habe ich den auf jeden Fall in Erinnerung behalten. Das Rezept ist auf einer Karte abgedruckt gewesen, die direkt in die gute Krupps Küchenwaage hinter dem Wagenanzeiger reingesteckt wurde. So musste ich nicht wissen, wieviel 100 g wirklich sind, sondern habe den Zucker bis zum Strich x in die Waagschale eingefüllt und fertig. Das ist eine echt gute Erfindung gewesen.

Nun aber zum Rezept.

Versunkener Apfelkuchen

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Zutaten

125 g Butter
125 g Zucker
3 Eier
1 Zitrone oder Zitronenaroma
200 g Mehl
2 gestrichene TL Backpulver
3 EL Milch
750 g feste Äpfel
Puderzucker

Zubereitung

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Zucker und Butter schaumig rühren. Eier und Zitrone hinzufügen und weiter rühren.
Mehl und Backpulver mischen und nach und nach mit den anderen Zutaten zu einem Teig verrühren. Milch hinzugeben und nochmal ordentlich rühren.
Teig in eine runde Springform geben.

Äpfel schälen und vierteln, jedes Apfelstück längs mit der Gabel einritzen und dicht nebeneinander auf den Teig legen ODER
Apfelviertel in schmale Streifen schneiden und auf dem Teig dicht nebeneinander kreisförmig auslegen.

Bei 160 Grad Umluft etwa 40 Minuten backen. Immer mal schauen, wie der Kuchen aussieht, eventuell verkürzt sich auch die Backzeit.

Kuchen abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren.

Das Gericht is(s)t …

Nicht ohne Grund mein Lieblingskuchen, denn man kann dieses Rezept ganz wunderbar abwandeln. Im Teig dürfen auch Birnen, Pfirsiche oder Aprikosen versinken.

Mit einer ordentlichen Portion Kakako, Schokosplittern und Sauerkirschen wird daraus meine geliebte Schokobombe. Gut passen auch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse. Da muss man nur schauen, dass genug Flüssigkeit mit in die Schüssel gegeben wird.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Liebling, ganz klar. Ich hatte den Kuchen für den Mann zum Mitnehmen an die Arbeit gebacken und das Basisrezept noch um ein Päckchen Vanillezucker und ein Fläschen Vanillearoma erweitert. Allerdings hat der Kuchen das Haus nie verlassen, da a) zuviele Kollegen im Urlaub sind und b) der Mann sagte: „Den Kuchen kann ich nicht mit an die Arbeit nehmen, der ist viel zu lecker. “ Teilen wollte er an der Stelle nicht.

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