#schottland2013 oder wie ich in sieben Tagen auf der gefühlt falschen Straßenseite quer durch ein Land gefahren bin

Der Mann und ich waren im September in Schottland im Urlaub. Eigentlich sollte der große Jahresurlaub in diesem Jahr nach Griechenland gehen. Die griechischen Inseln wollte ich gern einmal besuchen, aber dann flatterte eine Hochzeitseinladung ins Haus. „Wir heiraten in Schottland und würden uns freuen, wenn ihr dabei seid“, hieß es darin.

Einladungen zu Hochzeiten finde ich prinzipiell ja schon toll, weil man an einem ganz persönlichen Moment eines lieben Menschen teilnehmen darf. Wenn der große Tag in einem Land stattfinden soll, wo ich bisher noch nicht gewesen bin, bietet es sich quasi an, einige Urlaubstage länger in diesem Land zu bleiben. So kam es, dass wir in diesem Jahr quer durch Schottland unterwegs gewesen sind.

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Die ersten vier Tage haben der Mann und ich in Edinburgh verbracht. Dort durften wir auf die kundigen Stadtführer Anne und ihren Mann zurückgreifen. Anne hat hier, hier und hier darüber berichtet. Das finde ich immer prima, wenn man mit Leuten unterwegs ist, die sich auskennen, denn meine Navigationskünste und Orientierungssinn sind nicht die besten. Wir haben gemeinsam ein paar schöne Tage verbracht, die zum einen von Sightseeing, zum anderen von Hochzeitvor-, Hochzeitshaupt- und Hochzeitsnach-Veranstaltungen geprägt waren. Ach ja und lecker Essen gab es an jedem der Tage. Gutes Essen = guter Urlaub. Ich bin da einfach gestrickt.

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Nach den offiziellen Feierlichkeiten haben der Mann und ich das gemietete Auto bestiegen und sind, gefühlt ständig auf der falschen Straßenseite fahrend, gen Osten aufgebrochen. Das Ding mit dem Linksverkehr ist schon ein Kreuz. Am Anfang glaubt man, daran wird man sich nie gewöhnen und am Ende hat man in Deutschland das Gefühl, auf der falschen Straßenseite unterwegs zu sein. Sachen gibt’s.

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Die erste Etappe führte uns über Loch Leven und Dundee nach Stonehaven. Ein wunderschönes, kleines Küstenstädtchen ist dieses Stonehaven und wir hätten wirklich gern dort übernachtet. Aber wie sich rausstellte, war im Großraum Stonehaven kein einziges Zimmer mehr zu bekommen. Die sehr hilfsbereite Dame aus dem Tourizentrum erklärte, dass dies der Normalzustand montags, dienstags und zum Teil auch noch mittwochs ist. Dann wechseln die Mannschaften auf den Ölplattformen und es wird voll.

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Da wir kein Zimmer vorgebucht hatten, ist das natürlich ganz schön blöd gewesen. Die Dame aus dem Tourizentrum hat uns schließlich mehrere Adressen rausgesucht, die sich alle mehr im Landesinneren befinden. Also wieder ab ins Auto und fahren, fahren, fahren. Dadurch, dass wir in Stonehaven kein Zimmer bekommen haben, sind wir quasi die Strecke, die wir für den nächsten Tag geplant hatten, spontan schon einmal am ersten Reisetag abgefahren.

Faszinierend fand ich an diesem ersten Reisetag zu sehen, wie schnell sich die Landschaft ändert. Die Küste und Küstenregion ist sehr steinig. Auf dem Weg ins Landesinnere ist unser Weg dann plötzlich von unzähligen Bäumen gesäumt worden. Diese Eindrücke haben mich auf der gesamten Fahrt durch Schottland begleitet. Wir haben quasi jeden Tag ein anderes Landschaftsbild erkundet. Faszinierend.

Da es vom ersten Reisetag schon soviel zu erzählen und zeigen gibt, werde ich die weiteren Tage in einzelne Posts aufteilen, denn sonst wird das hier ein Endlosbeitrag. Schottland – to be continued …

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