Freitags-Füller

Freitags ist Freitags-Füller-Tag! Wer sich beteiligen möchte, kann die Vorlage bei scrap impulse nachlesen.

1.  Schon wieder ist eine Woche rum und das Wochenende klopft an die Tür.

2.  Wir werden mit dem Wohnmobil um die Welt reisen, wenn ich mal im Lotto gewinne.

3.  Es ist doch egal, ob auf dem Toast Erdbeer- oder Himbeermarmelade ist.

4.  Ich habe meine Lieblingsmenschen sehr gern in meiner Nähe.

5.  Wo ist mein Erinnerungsvermögen nur geblieben? Ein Hoch auf die Schwangerschaftsdemenz.

6.  Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ganz sicher kein Pferd.

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf entspanntes Füße hochlegen, morgen habe ich einen leckeren Frühstücksausflug geplant und Sonntag möchte ich zum Frühstück Waffeln essen!

Neustart am Jahresende

Am 27.05.2014 habe ich meinen letzten Beitrag in diesem bescheidenen Blog veröffentlicht. Heute schreiben wir den 30.12.2016 und das Ende des Jahres steht unmittelbar bevor. Was dazwischen gewesen ist? Gefühlt nicht viel und doch wieder ganz viel.

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  • Ich bin nun Mama einer bezaubernden Tochter und das zweite Kind ist im Anmarsch.
  • Ich habe Erfahrungen gesammelt, wie es sich anfühlt ein Jahr in Elternzeit zu sein.
  • Die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind keine Fremdwörter mehr für mich.
  • Eine Selbstständigkeit ist ein Segen, wenn man ein Kind hat.
  • Ich bin zu einem Profi geworden, wenn es darum geht Tränen zu trocknen oder Kinderbücher vorzulesen.
  • Ich gehöre nun zum autofahrenden Teil der Gesellschaft.

Kurzum, mein Leben ist nun von vielen neuen Themen geprägt und ich möchte keines davon missen. Gleichzeitig bin ich aber auch immer noch ich und meine Leidenschaft fürs Schreiben ist nicht erloschen.

Lange habe ich überlegt, ob und wie ich hier einen Neustart hinlegen könnte. Denn ich zweifele ja letztlich immer wieder ganz schön daran, ob irgendjemand sich für meinen drögen Alltagsscheiß begeistern kann.

Irgendwo muss man einfach beginnen und deshalb schmeiße ich diesen Post jetzt mal auf den Blog. Mal sehen, was sich im nächsten Jahr so entwickeln wird.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Start in das neue Jahr. Möge es mit einem malerischen Winter beginnen und für uns alle ein gesundes, fröhliches und glückliches 2017 sein!

Eure

Signora Müller

 

Ein Besuch im Dortmunder Zoo

Ein Zoobesuch ist nicht nur mit Kindern sehr schön, wie ich am letzten Wochenende feststellen durfte. Da gibt es auch für die Großen viel zu sehen und zu entdecken. Mein letzter Zoobesuch war in Köln vor etwa anderthalb Jahren mit dem Mann. Da hatten wir Verstärkung durch Neffe und Nichte.

Am letzten Samstag sollte es nun in den Dortmunder Zoo gehen. Hui. Löwen bestaunen, sich vor den Schlangen ein wenig gruseln, auch wenn sie hinter Glas sicher verwahrt sind, Flamingos beobachten und Giraffen gucken – das alles wollte ich gern erleben und bin nicht enttäuscht worden.

Bei schönstem Frühlingswetter haben sich scheinbar ziemlich viele Dortmunder überlegt, dass es mal wieder an der Zeit ist, dem Zoo einen Besuch abzustatten. Meine Wenigkeit und die restlichen Ausflugsteilnehmer haben uns von der Menge mitziehen lassen.

Entdeckt habe ich hinter Glasscheiben im Tropenhaus Frösche, gut getarnte Mini-Tierchen, deren Namen ich vergessen habe und Schlangen.

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Diese total niedliche Pandaart saß im Baum rum und ließ sich vom Pfleger die Bambuszweige anreichen. Einer fällt bei einer Gruppe natürlich immer aus der Reihe. Der Kleine zog es vor, direkt im Eingangsbereich des Geheges auf die Fütterung zu warten.

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Gerade bei den Pandas habe ich mir die Frage gestellt, warum die Jungs nicht einfach türmen, da die Mauer für die Tiere sicher kein Problem darstellen würde.

Bei den träge in der Sonne liegenden Löwen musste ich spontan an Alex, den Löwen aus dem Animationsfilm Madagaskar denken. Die beiden Tiere hatten nur äußerst wenig mit Alex gemein, außer vielleicht dem absoluten Mini-Gehege, das leider nur ganz, ganz wenig Auslauf und Bewegungsfreiheit aus Zuschauersicht bietet.

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Wenn nur äußerst wenig Platz für die Tiere da ist, drängt sich einem der Tierschutzgedanke förmlich auf. Natürlich ist es gut, wenn gefährdete Arten geschützt werden, aber um welchen Preis für die Tiere?

Oje. Das hier sollte eigentlich eine Lalelu-Gute-Laune-Post werden. Deshalb verschiebe ich die Tierschutzfrage spontan nach hinten bzw. darf und sollte dazu jeder eine eigene Meinung haben und sich dementsprechend Gedanken machen.

Mein Herz erfreut hat die Fütterung der Seelöwen und der Nachwuchs im Orang-Utan-Haus. Die Mama hat total süß mit ihrem Baby gespielt und es sofort geschützt, als der große Chef näher kam. Da versteht die Mama keinen Spaß!

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Als sich die Sonne langsam wieder Richtung Horizont bewegt hat, haben wir schließlich die Kamele erreicht.

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Zuvor hatten wir schon die Nashörner passiert …

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… und diese kleinen Zeitgenossen, die ich sehr süß fand.

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Alles in allem ein toller Tag. Ich wollte schon länger mal in den Zoo in Dortmund. Wieder ein Stückchen Ruhrgebiet mehr erkundet.

Verabschieden möchte ich mich heute mit den kindgerechten Hinweisschildern, die überall im Dortmunder Zoo verteilt aufgestellt sind.

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Blogstöckchen Best Blog Award

Ich bin gerade mit einem hollywoodwürdigen Hechtsprung quer durch die Luft geflogen, um das Blogstöckchen von SCHÖNER Blog(t) aufzufangen. Wie immer gilt: Hätte ich einen Fotoapparat dabei gehabt, hätte ich jetzt ein wunderschönes Foto, welches meine absolute Grazie beim Hechtsprung zeigt, veröffentlichen können. Hatte ich aber nicht. Ich habe so gut wie nie meinen Fotoapparat mit. Auch egal. Schließlich geht es hier ja um das Beantworten von Fragen und nicht um Fotodokumentationen.

1. Warum eigentlich ein Blog?

Das ist eine sehr gute Frage. Ich nutze meinen Blog sozusagen als Rezeptarchiv. Es kommt oft vor, dass ich irgendetwas kochen will und dann schaue ich eben schnell nach, ob ich selbst darüber schon geschrieben habe und weiß direkt, welche Zutaten ich benötige und ob das wirklich gut war. Andere Antwort: Ich schreibe gern. In der letzten Zeit allerdings deutlich mehr beruflich und deshalb kommt das private Schreiben ein wenig kurz.

2. Was ist nur wegen des Blogs passiert?

Ich habe Sandra, die Dame, die mich mit diesem Stöckchen beworfen hat, kennen gelernt.

3. Was muss man Deiner Meinung nach in Berlin unbedingt gesehen haben?

Ganz klar. Während der Weihnachtsmarktsaison den Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt. Im Sommer? Den BURGERMEISTER in Kreuzberg. Da sollte man allerdings auch unbedingt etwas essen, auch wenn es ein wenig laut ist. Ich fühlte mich in die Straßenschluchten Bangkoks zurückversetzt, als ich in meinen Burger biss und rechts und links die Autos mit ordentlich Tempo vorbei brausten.

4. Und was im Ruhrgebiet?

Weltkulturerbe Zeche Zollverein. Ich lebe ja noch nicht so lang im Ruhrgebiet, aber ich laufe wirklich gern über diese Zeche. Diese Mischung aus Stahl und Natur ist toll und die Vorstellung, dass die alten Maschinen täglich hunderte Menschen beschäftigten, finde ich faszinierend.

5. Welches Restaurant ist Dein absoluter Tipp (egal in welcher Stadt)?

In Essen das Kneiporant Mittendrinn. Hierbei handelt es sich sozusagen um mein zweites Wohnzimmer und ich kann das Lokal wirklich nur empfehlen, wenn man ganz normale Leute treffen möchte, um mit denen ein gutes Bierchen zu trinken. Im Sommer lässt es sich sehr gut im Biergarten aushalten, die ja leider in dieser Stadt ein wenig dünn gesät sind.

6. Gibt es ein Buch, das man unbedingt mal lesen sollte?

Ich habe gerade die Templer-Reihe der Autorin Martina André fertig gelesen. Alle drei Bücher dieser Reihe kann ich empfehlen. Es handelt sich um historische Romane, die aber eine sehr unerwartete Wendung beinhalten.

7. Welches Kochbuch ist zur Zeit Dein absoluter Favorit?

Mein Weihnachtsgeschenk: Deutschland Vegetarisch von Stevan Paul und Katharina Seiser.

8. Was sollte man 2014 mal ausprobieren?

Aus meinem derzeitigen Lieblingskochbuch: Kohlrabischnitzel und Frankfurter Grüne Soße.

9. Was ist für Dich ein “gutes Ding”?

Zufriedenheit und Gesundheit. An ersterem kann und sollte man ständig basteln, da sich das eigene Leben immer wieder ändert und zweiteres ist für mich schlicht die Basis für ein gutes Leben.

10. In welches Land sollte man mal reisen und was sollte man sich dort ansehen?

Thailand hat mich in 2011 absolut überzeugt. Die Freundlichkeit der Menschen, malerische Strände oder auch das trubelige Leben in Bangkok. Und wenn man in der Hauptstadt unterwegs ist, sollte man sich unbedingt Wat Pho anschauen.

11. Was hast Du 2013 gemacht, was Dir besonders Freude gemacht hat?

Ich habe mich selbstständig gemacht. Nun bin ich mein eigener Chef und absolut glücklich mit meinem neuen Jobmodell. Das birgt natürlich auch Risiken, keine Frage, aber ein selbstbestimmtes Handeln und nur noch das zu tun, woran man wirklich Spaß hat, das ist echt schön.

Die Spielregeln besagen, dass ich nun 11 Fragen frei habe. Vielleicht haben Nina’s Stitch, Ach komm geh wech oder Pink Compass ja Lust, die folgenden Fragen zu beantworten? Ich finde so eine Auswahl von Personen immer schwer und habe keine Ahnung, ob sie dieses Stöckchen vielleicht schon erhalten haben, aber ich versuche einfach mal mein Glück. Natürlich kann sich jeder gern an diesem Stöckchen beteiligen, der die Fragen beantworten möchte.

1. Welche Stadt möchtest du in 2014 gern besuchen?
2. Welches Buch sollte man auf gar keinen Fall lesen und warum?
3. Was ist für dich Poesie?
4. Osterlamm oder Osterhase – Gibt es an Ostern ein traditionelles Essen in deiner Familie?
5. Welches Rezept wolltest du schon immer einmal ausprobieren und hast es noch nie getan?
6. Was bedeutet für dich Heimat?
7. Warum bloggst du?
8. Welche historische Person würdest du als ein Vorbild ansehen?
9. Welches Restaurant deiner Heimatstadt sollte man unbedingt besuchen?
10. Wie sehen deine kulturellen Pläne für den Frühling aus?
11. Was ist das Schönste für dich im Frühling?

 

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern frohe und besinnliche Weihnachten sowie einen guten Start in das neue Jahr 2014!

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Der riesige Weihnachtsbaum auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt hat mein Herz auch in diesem Jahr erfreut!

Wir lesen uns im nächsten Jahr wieder.

Eure

Signora Müller

Wo der Gast wohl kein König ist

Bei dem folgenden Beitrag handelt es sich um rein subjektive Eindrücke. Bitte ziehen Sie selbst Ihre Schlüsse daraus.

Am letzten Wochenende bin ich mit meiner Ma und meiner Schwester in Berlin verabredet gewesen. Wir treffen uns immer am ersten Adventswochenende, um in irgendeiner großen deutschen Stadt die Weihnachtsmärkte unsicher zu machen. Dieses Jahr ist Berlin an der Reihe gewesen. Natürlich muss man in der Hauptstadt irgendwo übernachten, denn die Strecke Essen-Berlin ist mir dann doch zu weit, um die zweimal an einem Tag zu fahren.

Ein Ausflug mit Hindernissen

Wir haben uns also zwei Hotelzimmer gebucht. Meine Schwester hatte bei einer Gutscheinplattform vor gefühlt unendlich langer Zeit Gutscheine erstanden, die nun an unserem Mutter-Kinder-Ausflugs-Wochenende zum Einsatz kommen sollten. Zimmer reserviert, alle Fragen im Vorfeld geklärt und schon konnte die Reise in die Hauptstadt beginnen. Dass das Hotel im schönen Stadtteil Dahlwitz-Hoppegarten liegt und dass dies nicht wirklich zentral ist, wussten wir. Dafür waren wir per Gutschein an eine Halbpension gebunden, was wir eher als Vorteil gesehen haben, da das Hotel ja irgendwo weit draußen im schönen Berlin liegt. Dass diese gebuchte Halbpension aber nur zu Aufregung und Missmut führen würde, das konnten wir im Vorfeld nicht absehen.

Aber der Reihe nach. Die Anreise verlief unproblematisch. Am Ende der S-Bahnstation Hoppegarten (Mark) sind wir in ein bereitstehendes Taxi gehüpft, das uns fix zum Hotel Hoppegarten Berlin gebracht hat. Der Empfang ist sehr herzlich und charmant gewesen, das Einchecken hat ohne Probleme funktioniert. Die Halbpensionsscheine, die wir abends im Restaurant vorzeigen sollten, sind schnell ausgefüllt gewesen. Alles ist gut.

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In den Zimmern hätte sich wohl auch Bram Stoker gegruselt

Wir beziehen unsere Zimmer. Die Größe ist in Ordnung, es liegt ruhig und das offene Fenster sorgt für ausreichend frische Luft.

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Bei genauerem Hinsehen efolgt dann die erste Ernüchterung. Das Hotel ist ein wenig in die Jahre gekommen, okay, da kann man nichts machen. Aber meiner Meinung nach kann man die Zimmer durchaus pflegen bzw. ordentlich reinigen.

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Gegen die Flecken im Teppichboden kann ich Schlappen anziehen, weil ich nicht barfuß über diesen Teppich laufen wollte. Geschenkt.

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Gegen den großen Fleck in der Gardine, der sich ziemlich unschön genau in der Mitte des Fensters und auf Augenhöhe befindet, kann ich die Vorhänge zuziehen. Geschenkt.

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Das abgeplatzte Porzellan im Waschbecken lasse ich mir auch gefallen, denn wie bereits erwähnt, ist das Hotel nicht mehr das jüngste und das Waschbecken funktioniert einwandfrei.

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Gegen die rot eingefärbten Fugen unterhalb des Waschbeckens, die von weis der Geier was stammen, kommen wieder die Schlappen zum Einsatz. Und die weiteren roten Farbreste an der kleinen Heizung im Badezimmer stören mich jetzt auch nicht. Das geht alles.

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Was ich aber äußerst unschön finde, wenn beispielsweise Armaturen kaputt sind und nicht ausgetauscht werden. Das ist für mich schon ein Zeichen von Nachlässigkeit.
Okay, die Dusche funktioniert, aber schön aussehen tut das nicht!

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Wenn in der Aufhängung des Duschkopfes sich Schimmel gebildet hat, ist das jetzt auch nicht mehr so meins. Ich muss dazu sagen, dass ich die Flecken nicht mit irgendwelchen chemischen Apparaturen und Gerätschaften geprüft habe. An dieser Stelle verweise ich einfach mal auf meine über 30-jährige Duscherfahrung und Reinigungsaktivitäten. Aus diesem Grund vermute ich hier mal, dass es sich tatsächlich um Schimmel handelte.

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Ein weiteres Schmankerl der Dusche, sind die Metallschienen in der Dusche gewesen. Anhand der rotbraunen Färbung schätze ich, dass hier wohl auch schon länger keine Reinigung mehr erfolgt ist.

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Last but not least möchte ich hier die aufgeklappte Klobrille zeigen, die einmal weiß gewesen sein muss. Der Rest der Brille lässt darauf durchaus schließen. Was genau sich hinter der gelben Verfärbung versteckt, weiß ich jetzt nicht so genau, aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann möchte ich das auch gar nicht so genau wissen.

Man fragt sich: Vier Sterne – für was?

Was ich bisher noch nicht erwähnt habe, bei dem Hotel Hoppegarten handelt es sich um ein DEHOGA-klassifiziertes 4-Sterne Hotel. Die Klassifizierung ist noch bis 2014 gültig, wie das Schild im Eingangsbereich ausweist. Außerdem werden im Eingangsbereich weitere Empfehlungen und Auszeichnungen ausgestellt.

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Ich muss bei diesem Bericht auch ganz klar dazu sagen, dass ich keine mega hohen Ansprüche an Übernachtungsmöglichkeiten habe. Wenn ein Hotel älter ist, kann es eben durchaus vorkommen, dass es an der ein oder anderen Stelle vielleicht nicht mehr ganz so hübsch ist. Deswegen muss ein Hotel noch nicht schlecht sein, bzw. habe ich es bisher immer so erlebt, dass der Service alle Anstandspunkte wett gemacht hat. Aber dies ist hier leider auch nicht der Fall.

Service? Was war das doch gleich wieder?

Wenn ich in ein 4-Sterne Hotel fahre, dann werden aber durchaus bestimmte Erwartungen bei mir geweckt. Schließlich sagt diese Auszeichnung ja aus, dass es sich hier um ein besseres Hotel handelt und dies schlägt sich nicht zuletzt im Preis für die Übernachtungen nieder. Wie eingangs erwähnt, hatten wir einen Gutschein für die Übernachtungen. Okay, das reduziert den Preis. Aber ist man deshalb ein schlechterer Gast? Bisher habe ich mit Hotelgutscheinen positive Erfahrungen gemacht. Ich denke mir, dass das Hotel letztlich ja diese Gutscheine raus gegeben hat, da sollte man doch meinen, sie wissen, worauf sie sich einlassen.

Wir hatten Halbpension gebucht. Hierbei ist ausdrücklich Frühstück und Abendessen gemeint gewesen. Und wenn bei Hotelreservierungen bestimmt Dinge gebucht werden, geht der normale Bürger eventuell davon aus, dass sich ein Hotel auf die Gegebenheiten auch einstellt.

Nach dem Einzug in das mehr oder weniger nette Zimmer (geschlafen habe ich wie ein Baby in dem Bett, einen Blick unter das Laken habe ich aber nicht gewagt), sind meine Ma, meine Schwester und ich zum Abendessen aufgebrochen. Hierfür sollten wir die Gutscheine des Hotels mitnehmen und diese im Restaurant vorzeigen. Die hilfsbereiten Damen an der Rezeption hatten uns beim Einchecken darüber informiert, dass es täglich zwischen 18 Uhr und 21.30 Uhr Abendessen gibt. „Prima, da hat man genug Zeit zum Essen“, denken wir uns.

Die hilfsbereiten Damen haben uns auch freundlich den Weg ins Restaurant gewiesen, als wir nach dem Bezug der Zimmer wieder in die Lobby gekommen sind. Im Restaurant angekommen, ist nur die Hälfte der Tische besetzt gewesen und zwei Kellner liefen emsig umher. Ich dachte mir, dass ich freundlich fragen könnte, an welchen Tisch wir uns denn setzen dürfen. Finde ich einfach eine gute Geste, wenn man sich nicht irgendwohin setzt, sondern einen Tisch zugewiesen bekommt.

Also bin ich zu der Dame hingegangen und habe gefragt, ob wir freie Platzwahl haben, oder wir uns an einen bestimmten Tisch setzen sollen. Die Antwort der Dame hat bei meiner Ma, meiner Schwester und mir zu Verwirrung geführt. Wir könnten uns nirgendwo hinsetzen, da gleich ein Bus mit einer Reisegruppe kommt und sie die freien Plätze bräuchten. Moment, wir sind doch gerade noch von der Rezeption hierher verwiesen worden? Wie kann das denn nun sein? Auch bei erneuter Nachfrage und ein bisschen Rumgeheule, dass ich Hunger habe, hat sich die Kellnerin nicht erweichen lassen. Sie könne da nichts machen und es täte ihr leid. ENTSCHULDIGUNGEN MACHEN ABER NICHT SATT!!!

Wir sind also zurück zur Rezeption gedackelt und haben den Damen dort unseren Unmut mitgeteilt. Wie kann das sein? Gibt es keine Kommunikation zwischen Restaurant und Rezeption? Scheinbar nicht, wie ich mittlerweile erfahren habe. Die Damen wirkten ein wenig hilflos und ebenso überrascht wie wir. Das Resultat: Wir durften in der Bar einen Drink auf Kosten des Hauses nehmen, bis ein Tisch frei wird. Kaum hingesetzt und bestellt, kommt der Barkeeper wieder an den Tisch und sagte uns, dass die Reisegruppe später kommt und wir doch jetzt schon Essen könnten. Ähm? Wie jetzt? Oh man! Also sind wir wieder zum Restaurant gedackelt und durften gnädigerweise dort Platz nehmen und bestellen.

Servicewüste Hotel

Um die Sache hier abzukürzen: Während wir noch nicht mit der Vorspeise fertig waren, kam schon das Hauptgericht und als dann die Reisegruppe eintraf ist es ziemlich schwierig gewesen, die Rechnung oder auch ein weiteres Getränk zu erhalten. Das Personal ist überfordert gewesen. Genau das gleiche Bild haben wir am nächsten Morgen beim Frühstück erlebt. Das führte soweit, dass ich mir selbst eine saubere Tasse organisiert habe, um wenigstens einen Kaffee trinken zu können. Andere Gäste haben sogar beim Abräumen der Tische geholfen.

Wir erinnern uns: Wir befinden uns in einem 4-Sterne Hotel.

Kein Platz zum Essen für Halbpensionsgäste?

Nach dem Frühstück wollte ich an der Rezeption einen Tisch für abends reservieren, damit wir nicht wieder mit knurrenden Mägen rumsitzen müssen. Ich bin an das Restaurant verwiesen worden. Das ist okay für mich, gehe ich halt wieder zurück. Dann die Überraschung: Am Abend seien zwei Veranstaltungen in den Restaurant-Räumen geplant und es sei kein Platz für das à-la-carte-Geschäft. „Wie jetzt? Wir haben doch Halbpension gebucht?“, frage ich zaghaft. Die Antwort: „Wenn Veranstaltungen seien, wäre das eben so. Da könne man nichts machen.“ Ah ja.

Also bin ich zurück zur Rezeption gedackelt – im Dackeln von A nach B bin ich übrigens jetzt unschlagbar – und habe der Dame die Situation geschildert. Die netten Damen vom Abend waren weit und breit nicht zu sehen. Personalwechsel. Die neue Dame spricht Deutsch mit spanischem Akzent, wie sehr viele Mitarbeiter des Hotels. Bei einem Gespräch mit einem weiteren Gast habe ich erfahren, dass der Besitzer gewechselt hat und der neue ein Spanier ist. Das erklärt unter Umständen, warum viele Landsleute nun dort arbeiten. Die Dame an der Rezeption konnte uns nicht weiterhelfen und es sei auch niemand da, der entscheiden könne. Am Sonntagmorgen sei wieder jemand da, der befugt sei, Entscheidungen zu treffen.

Folglich ist das Abendessen im Hotel für uns ausgefallen, was wir der Dame angekündigt haben. Was ich prinzipiell gar nicht schlimm finde, schließlich kann man in ganz Berlin wunderbar Essen gehen. Schlimm finde ich an dieser Stelle, dass ich für eine Leistung bezahlt habe, die ich nicht erhalte und mit viel Gleichmut und wenig Engagement abgespeist werde. DAS MACHT MICH BÖSE!!!

Das Ergebnis: Am Sonntagmorgen habe ich der Dame an der Rezeption, die anscheinend Entscheidungen treffen darf, die Quittung des Abendessens des Vorabends auf den Tresen gelegt und sie gebeten zu schauen, was sie nun für uns tun kann. Und wie sich rausgestellt hat, kann diese Dame absolut gar nichts für uns tun. Überraschung! Jedwede Erstattungen würden nun beim Anbieter liegen. Das bedeutet, dass wir noch mit dem Anbieter debattieren müssen, weil letztlich am Vorabend ein Büffet in der Bar für die Halbpensionsgäste aufgebaut wurde, woran wir ja im Prinzip hätten teilnehmen können. Davon wussten wir nix und haben auch keine Info dazu erhalten. Da ist es wieder, dieses scheinbare Kommunikationsproblem in diesem Hotel.

Alles in allem möchte ich nun eine absolute NICHT-EMPFEHLUNG, also so mit rudernden Armen und auf-und-ab-springend, für diese Hotel aussprechen. Es sei denn, man möchte keinen guten Service erleben oder wahlweise auch in ungepflegten Zimmern schlafen oder sich einfach mal so richtig über etwas aufregen, dann sollte man durchaus dort übernachten.

Wie die Berliner Weihnachtsmärkte so sind, erzähle ich vielleicht beim nächsten Mal.

10 Dinge

So langsam wird es ungemütlich, wenn man tagsüber an der frischen Luft unterwegs ist. Wenn ich so darüber nachdenke, fallen mir doch glatt 10 Dinge ein, die eigentlich immer Spaß machen, aber wenn es draußen so richtig usselig ist, noch viel mehr.

  • Sonntags faul auf dem Sofa lümmeln.
  • Kakao trinken
  • Ein ausgiebiges Bad nehmen, obwohl ich ja sonst eher der Duschtyp bin.
  • Kekse backen
  • Die guten Wollsocken von Omma anziehen und sich über die warm werdenden Füße freuen.
  • Am frühen Abend Kerzen anzünden, weil es schon wieder so dunkel ist.
  • Einen Hut aufsetzen und somit gewappnet für Wind und Wetter sein.
  • Eintopf essen
  • Sich absolut in ein Buch vertiefen und das schlechte Wetter komplett ausblenden.
  • Okay, manchmal scheint ja auch die Sonne, dann macht ein Spaziergang durch die bunten Farben des Herbstes ebenfalls Freude.
  • Warum Historische Romane so toll sind!

    Seit ein paar Monaten bin ich wieder völlig den historischen Romanen erlegen. Habe ich in der ersten Jahreshälfte ein wenig herumexperimentiert und mich anderen Genres zugewandt, so bin ich in der zweiten Jahreshälfte zu meinem Steckenpferd und großen Leidenschaft zurückgekehrt.

    Historische Romane sind toll. Ich liebe es, in diese ganz eigene Welt des Mittelalters einzutauchen. Da gibt es keinen Strom, keine Fernseher, keine Computer, keine Tablets, keine Smartphones, kurz, alles was wir heute als selbstverständlich ansehen und benutzen, hat es nicht gegeben.

    Und doch waren die Menschen in der Zeit des Mittelalters glücklich und zufrieden, so stelle ich mir das jedenfalls vor. Sicher, je privilegierter man aufgewachsen ist, desto einfacher war das Leben. Das steht außer Frage. Aber ist das heute nicht auch noch so?

    So ein historischer Roman lebt von Details. Ich denke, dass vielen Menschen die genauen Detailangaben zu anstrengend zu lesen sind, aber ich finde das klasse. Mit jedem weiteren Detail entsteht vor meinem inneren Auge ein genaueres Bild derjenigen Person, die gerade beschrieben wird. Ich finde es schön, wenn beispielsweise die einzelnen Schichten der Kleidungsstücke beschrieben werden und auch die verwendeten Stoffe. Wer kennt denn heute noch Brokat?

    Dazu habe ich während meiner Magisterarbeitsphase in einem Museum einmal einen Aufseher befragt. Ich hatte keine Vorstellung, wie Brokat aussieht, geschweige denn, wie sich dieser Stoff anfühlt. Okay, wie er aussieht weiß ich nun, aber leider immer noch nicht, wie sich dieser Stoff anfühlt. Das Ausstellungsstück war in einer Vitrine und ich konnte den Aufseher nicht davon überzeugen, dass ich das unbedingt mal anfassen wollte. Wer mir einen Tipp geben kann, wo ich Brokatstoff finden kann, immer her damit. Tatsächlich möchte ich immer noch wissen, wie sich dieser Stoff anfühlt.

    Vielleicht bin ich im Herzen doch eine kleine Prinzessin, die auf Wallewallegewänder, Krönchen und den stattlichen Prinzen steht. Stattlich ist ein weiteres Beispiel, warum ich diese Art von Roman so großartig finde: die alte Sprache. Wer sagt denn heute noch stattlich zu einem tollen Mann? Der wird mit toll, nett, groß, klein, dick, dünn oder was auch immer betitelt, aber nie mit stattlich. Und dabei sagt das doch so viel aus!

    Die Tagesabläufe der Menschen in dieser Zeit waren gebunden an das Tageslicht. Was nicht weiter verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass Strom noch unbekannt war. Ob Bäuerin oder Bürgerstochter – jeder hatte am Tag verschiedene Aufgaben zu erledigen. Hier unterscheiden sich natürlich die einzelnen Romane in ihren Handlungen, je nachdem, wer die Hauptperson ist und welche Abendteuer diese zu bestehen hat.

    Ich finde es faszinierend, wie anhand historischer Ereignisse letztlich eine Geschichte, ja ein Abenteuer der Hauptfigur entsteht. Die hohe Kunst ist meiner Meinung nach, die gelebte Geschichte mit den bekannten Figuren so in die eigens ausgedachte Geschichte zu integrieren, dass es nicht total merkwürdig für den Leser ist, wenn die Hauptfigur eines Romans mit einem König aus der gelebten Geschichte bekannt ist.

    Ich bin dann mal lesen.

    Freitags-Füller

    Freitags ist Freitags-Füller-Tag. Wer sich beteiligen möchte, kann die Vorlage bei scrap-impulse nachlesen.

    1. Oh, diese Buchmesse ist in aller Munde.

    2. Es ist ein sicheres Zeichen von Herbst, wenn ich eine Wolljacke und Pulswärmer trage.

    3. Haben wir wieder Freitag? Herrje, was rennt die Zeit.

    4. Mein Herz schlägt für Bücher.

    5. Ich bin im Sternzeichen Krebs geboren, ob ich es will oder nicht.

    6. Es ist nie zu spät kochen zu lernen.

    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den wohlverdienten Feierabend nach einer ereignisreichen Woche, morgen habe ich in den Tag hinein zu leben geplant und Sonntag möchte ich ein Frühstücksei essen!

    Lesetipp: Der dunkle Thron

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    Rebecca Gable: Der dunkle Thron

    Inhalt

    Nicholas of Waringham kehrt nach einigen Jahren in einer katholischen Schule zurück in seine Heimat. Dort trifft er nicht nur auf seinen, der Reform der Kirche aufgeschlossenen Vater, sondern auch auf seine ungeliebte Stiefmutter und Stiefschwester. Die Mutter von Nick, wie er von allen genannt wird, ist früh gestorben. Nach der Trauerzeit hat sein Vater eine Frau aus der Howard-Sippe geheiratet, die Nick und seiner Schwester fortan das Leben zur Hölle gemacht hat. Die Kindheit der beiden Geschwister ist alles andere als rosig gewesen.

    Nick kehrt mit dem Auftrag zurück, seinem Vater ins Gewissen zu reden und ihn von der falschen Glaubensrichtung, wie es strenggläubige Katholiken nennen, abzubringen. Dies gestaltet sich natürlich alles andere als einfach.

    Nicks Vater ist vor vielen Jahren beim König Heinrich VIII. in Ungnade gefallen und seine verbliebenen Freunde fürchten nun, dass er noch weiter abrutschen und gar sein Land und somit Nicks Heimat verlieren könnte. Die genauen Gründe, warum sein Vater in Ungnade gefallen ist, sind ihm unbekannt und sein Vater spricht nicht mit ihm darüber.

    Der amtierende Lord of Waringham ist der Wissenschaft sehr zugetan und er kümmert sich nur wenig um sein Lehen. Dies hat zur Folge, dass die Kassen leer sind und der Verwalter frei schalten und walten kann. Bei seiner Rückkehr bemerkt Nick die Missstände, ihm sind aber weitgehend die Hände gebunden, da er nicht der Lord und somit der Inhaber der Macht ist.

    Schließlich gelingt es Nick mit seinem Vater einen Pakt zu schließen. Der Inhalt: Sein Vater muss alle ketzerischen Bücher verbannen, auch eine der ersten Ausgaben der Bibel in englischer Sprache, im Gegenzug verpflichtet sich Nick freundlich zu seiner Stiefmutter und Stiefschwester zu sein, egal wie sehr sie ihn auch drangsalieren.

    In diesen wackeligen Frieden platzen eines Abends die Schergen des mächtigsten Bishofs von England und verhaften Nicks Vater. Der Vorwurf: Ketzerei. Ab diesem Abend beginnt für Nick und seine Familie eine ungewisse Zukunft, die Höhen und Tiefen für alle bereit hält.

    Das Buch ist …

    … wie nicht anders erwartet großartig. Rebecca Gable gehört zu meinen Lieblingsautoren. Sie schreibt mit Pfiff, ihre Handlungen nehmen überraschende Wendungen und letztlich geht mir beim Lesen sehr oft das Herz auf. Was ich sehr schätze ist, dass sie immer eine komplette Lebensgeschichte der Hauptfigur erzählt. Ich denke, genau dies macht die Bücher so reizvoll.

    Die Autorin hat vor vielen Jahren angefangen Bücher rund um das englische Königshaus zu schreiben. Ihre Hauptfiguren stehen mal mehr, mal weniger dem Königshaus nah, stammen aber immer aus der Waringham-Familie. Die Waringshams haben, glaube ich, im ersten Buch ein Lehen vom König erhalten, wo sie ein Gestüt errichtet haben. Man muss wissen, dass in dieser Familie eine Gabe vererbt wird, die den Mitgliedern die Kommunikation mit Pferden erleichtert, was die Pferdezucht letztlich so erfolgreich macht. Okay, das klingt jetzt sehr an den Haaren herbeigezogen, verleiht den Hauptfiguren aber immer das gewisse Etwas.

    Der aktuelle Roman um die Waringham-Saga spielt zur Zeit von Heinrich VIII. Bei Geschichtskennern klingelt es sicher jetzt. Der Heinrich ist der König mit den meisten Frauen in der englischen Geschichte. Es gibt sowas wie einen Spruch zu den Frauen Heinrichs: geschieden, geköpft, gestorben, geschieden, geköpft, gestorben. Bin da nicht sicher, wie der genaue Wortlaut war, auf jeden Fall orientiert sich die Aufzählung anhand der Trennungsart der Frauen von ihrem Ehemann.

    Zur damaligen Zeit waren Scheidungen noch nicht an der Tagesordnung und Heinrich stand vor dem Problem, dass er seine erste Ehefrau loswerden musste, damit er eine andere heiraten konnte. Schließlich hat er die englische Kirche vom Rest der katholischen Welt abgespalten, sich selbst zum Oberhaupt der Kirche erklärt und da er dann Papst und König in einer Person war, konnte er sich selbst erlauben, sich von einer Frau scheiden zu lassen. Interessant ist, dass diese abgespaltete Kirche noch heute bestand in England hat, quasi ein Relikt aus dem Mittelalter.

    Heinrich VIII. hat verzweifelt versucht einen männlichen Erben zu zeugen, dem er sein Reich vererben wollte. Dabei hat die Zeit gegen ihn gespielt, da er immer älter und dicker und gebrechlicher geworden ist. Sein Vorhaben hat letztlich hingehauen, allerdings war sein Sohn ein schwacher Herrscher und letztlich ist eine seiner Töchter in die Geschichte eingegangen, nämlich Elisabeth I.

    Ich schweife ab. Zurück zum Buch.

    Die Handlung spielt also zur Zeit von Heinrich VIII., viele Köpfe rollen, Intrigen werden gesponnen, Menschen geraten unter Verdacht und dann sind da auch noch die sogenannten Reformer, die das Verhalten von Priestern und Bischöfen der Kirche sowie den Ablasshandel anprangern. Wir kennen diese Reformer heute als Evangelische Kirche. Das ist jetzt alles sehr vereinfacht dargestellt, ich weiß, aber manche geschichtlichen Dinge kann man auch mit einfachen Worten erklären, finde ich. Wen die einzelnen Vorgänge genauer interessieren, der sollte sie an einer anderen Stelle nachlesen.

    Um all diese geschichtlichen Fakten hat Rebecca Gable eine spannende und zu Herzen gehende Geschichte gesponnen. Ein Lesespaß für jeden Fan des englischen Miitelaters.

    Lesen oder Lassen?

    Wie sich der geneigte Leser sicher schon denken kann: Lesen. Unbedingt. Ich kann das Buch nur empfehlen. Auch muss man die Vorgeschichte nicht kennen, um das Buch zu verstehen. Sicher, es gibt einige Anspielungen auf frühere Romanfiguren oder Handlungen, die sind aber eigenständig erklärt, dass es kein Vorwissen erfordert, dieses Buch zu verstehen. Mir haben diese Anspielungen immer ein Grinsen entlockt, weil ich die anderen Bücher kenne, aber wie bereits gesagt, das ist kein Muss.

    Wer historische Romane mag, diese besondere Flair des Mittelalters sich vorzustellen vermag, der sollte auf jeden Fall ein Buch von Rebecca Gable lesen. Die Autorin kann ich uneingeschränkt empfehlen.