Spaghetti nach Hurenart

Ich habe meine Pasta-Box ins Herz geschlossen. Das Kochen mit den Rezeptkarten aus dieser Box funktioniert super.

Laut der Rezeptkarte für Spagehtti alla puttanesca bedeutet ‚alla puttanesca‘ übersetzt ’nach Hurenart‘. Das habe ich jetzt nicht überprüft und stelle das hier einfach mal zur Disskusion. Weiter steht auf der Karte, dass der Ursprung des Namens ungeklärt sei, aber laut verschiedenen Anekdoten sollen die Prostituierten das Gericht zwischen den Besuchen ihrer Freier zubereitet haben. Nun denn.

Heute habe ich also ein aufregendes Rezept im doppelten Sinne herausgesucht.

Spaghetti alla puttanesca

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Zutaten

(2 Portionen)
400 g Spaghetti
400 g vollreife Tomaten (ersatzweise gehen auch Dosentomaten)
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
4 Sardellenfilets
100 g entsteinte schwarze Oliven
6 EL Olivenöl
2 EL Kapern
Salz und Pfeffer
1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung

Tomaten blanchieren, häuten, die Samen entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden ODER Dose aufmachen.
Knoblauch und Zwiebel schälen und würfeln. Die Zwiebel ist im ursprünglichen Rezept nicht vorgesehen, ich habe sie für passend befunden und mit in die Soße geworfen.
Die Sardellen abspülen, trocken tupfen und wenn erforderlich die Gräten entfernen, dann in kleine Stücke schneiden. Die Oliven grob hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch und die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen. Auf der Rezeptkarte steht, dass der Knoblauch anschließend entfernt werden soll. Ich habe ihn drin gelassen.
Die Tomaten in die Pfanne geben und mit geschlossenem Deckel etwa 15 Minuten schmoren. Wer Tomaten aus der Dose verwendet, der muss das ganze etwa 25 Minuten einkochen lassen.
Sardellen, Oliven und Kapern zu den Tomaten geben, anschließend salzen und pfeffern.

Spaghetti al dente kochen, abgießen und in der Pfanne mit der Tomaten-Sardellen-Oliven-Soße mischen. Am Schluss noch mit Petersilie bestreuen.

Das Gericht is(s)t …

… für all die Menschen empfehlenswert, die sowohl Kapern, als auch Sardellen mögen. Da diese beiden Zutaten doch einen sehr eigenwilligen Geschmack haben.

Wer sie mag, so wie ich, kann sich in diese Nudeln reinsetzen. Ich hab die Spaghetti zusätzlich noch mit ein wenig Parmesan bestreut, denn Käse geht schließlich immer und hat meinen Genuss abgerundet.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Ich wollte diese Pasta schon ewig ausprobieren, da ich die bisher nur beim Italiener gegessen habe und sie so toll fand. Dass die Soße so einfach zuzubereiten ist, war mir allerdings nicht klar.

Der zusätzliche Kick bei diesem Essen waren die selbst gemachten Spaghetti. Dank der neuen Küchenmaschine gibt es bei dem Mann und mir fast nur noch selbst hergestellte Pasta und die ist immer ein Hit! Deshalb wird diese Nudelsoße bei den Lieblingen einsortiert.

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella und Spargel

Frühjahr und Sommeranfang ändern die Essgewohnheiten. Da verlangt der Körper plötzlich nach knackigem Salat, frischen Tomaten aufs Brot oder Grillfleisch. Sommerzeit ist Salatzeit. Ganz klar.

Ich finde es sehr praktisch, da diese Zeit auch dem Projekt Bewusste Ernährung in die Hände spielt, denn bei der Zubereitung für einen Salat muss man nun wirklich kein Fleisch verwenden. Und Salat bietet schier unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Da gibt es Feldsalat, Rucola, Eisbergsalat, Blattsalat oder Salatherzen – und nun habe ich nur die grünen Salate aufgezählt. Paprika, Tomaten, Zucchini, Champignons, Kartoffeln oder Nudeln erweitern die Auswahl. Gut schmeckt auch ein Apfel oder eine Möhre mit untergemischt.

Passend zur Spargelzeit, stelle ich heute einen leckeren Salat vor, der theoretisch auch ohne Spargel funktioniert, dafür wäre die Zugabe von Paprika oder Champignons durchaus denkbar.

Ich habe für diesen Salat sogenannten Bruch-Spargel verwendet. Der ist deutlich günstiger als hübsch aussehender Spargel, schmeckt aber identisch. Meiner Meinung nach muss man für einen Salat keinen hübschen Spargel verwenden, da dieser sowieso klein geschnitten wird.

Spargel bereite ich grundsätzlich in größeren Mengen zu, weil ich so nur einmal den Aufwand mit Schälen und Schalen auskochen habe. Die aus den ausgekochten Schalen entstandene Brühe bildet eine tolle Basis für Spargelsuppe, wofür sich der Bruch-Spargel ebenso gut eingnet. Zum Thema Spargelsuppe schreibe ich demnächst vielleicht auch noch ein Rezept.

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella, Spargel und Kräutern

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Zutaten

(3 Portionen)

Salat
250 g Nudeln
1 Mozzarella
3 große Tomaten
250 g Bruch-Spargel
Salz und Pfeffer

Dressing
4 EL Olivenöl
2 EL Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
Basilikum oder andere Kräuter
Balsamico-Creme zum Verziehren

Zubereitung

Den Spargel schälen, in etwa 1-2 cm lange Stücke schneiden und im Wasser bissfest garen. Wer mag, kann das Spargelwasser auffangen und weiterverarbeiten.
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Den Mozzarella würfeln, ebenso die Tomaten. Ich versuche immer gleich große Stücke zu schneiden.

In einer Schüssel die Nudeln, den Spargel, die Tomaten und den Mozzarella miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Für das Dressing Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Zucker und Kräuter vermischen. Wenn der Basilikum frisch ist, so sollte er gewaschen und gehakt werden.

Das Dressing über den Salat geben, alles gut durchmischen und mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal durchrühren, abschmecken und bei Bedarf die Balsamico-Creme über den Salat geben. Die sorgt für das gewisse Etwas.

Das Gericht is(s)t …

… sehr wandlungsfähig und schnell zubereitet. Der Salat eignet sich auch sehr gut, um Gemüsereste zu verwerten. Mir fällt gerade kein Gemüse ein, was nicht in Verbindung mit Nudeln schmeckt.

Wer keine kalten Speisen mag: Diesen Salat kann man auch ganz prima in einer Pfanne zubereiten und warm genießen. Dann sollten die Tomaten aber erst ganz zum Schluss hinzu gegeben werden, da sich sonst die Schale ablöst und das schmeckt nicht ganz so toll.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Liebling! Ich mag alle Bestandteile dieses Nudelsalats schon einzeln sehr gern. In Verbindung miteinander ergibt sich eine leckere Mahlzeit. Nudelsalat passt natürlich auch sehr gut zu Gegrilltem, auf jedes Buffet, in den Picknickkorb, oder, oder, oder …

Rucola-Pesto nach Johann Lafer

Sandra von Schöner Blog(t) veröffentlicht jede Woche einen Beitrag zum Thema Kochbuch-Kochen. Dafür werden die vorhandenen Kochbücher des heimischen Kochbuchregals auf Herz und Nieren geprüft, ein Gericht nachgekocht und bei Bedarf aussortiert, wenn das Essen nicht so lecker gewesen ist. So schafft Sandra Platz in ihrem Kochbuchregal.

Ich darf heute erneut einen Gastbeitrag zu dieser Reihe veröffentlichen. In der letzten Woche waren Mälzer & Witzigmann hier bereits zu Gast und nun kommt der Herr Lafer an die Reihe:

Der grosse Lafer. Die Kunst der einfachen Küche.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Herrn Lafer. Wenn er im Fernsehen mit seinem Dauergrinsen unterwegs ist und man immer das Gefühl hat, dass er unbedingt jedem seine Schokoladenseite zeigen muss, macht das wenig Spaß dem Mann bei der Arbeit zuzuschauen. Aber kochen kann er. Das steht außer Frage und ich bin im Besitz dieses Lehrkochbuches.

Rucolapesto

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Zutaten

3 Knoblauchzehen
100 g blanchierte Mandeln
100 g Rucola
50 g krause Petersilie
200 ml mildes Olivenöl
50 g Parmesan
Meersalz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

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Knoblauchzehen schälen und grob würfeln. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, dabei öfter umrühren, da sie schnell anbrennen. Dann abkühlen lassen. Rucola und Petersilie waschen, trocken schleudern, harte Stiele entfernen, Blätter grob hacken.

Knoblauch, Mandeln, Rucola, Petersilie und Olivenöl in einem Standmixer zu einer cremigen, nicht zu feinen Masse verarbeiten. Den Parmesan fein reiben, untermischen und das fertige Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Kochbuch

Der grosse Lafer. Die Kunst der einfachen Küche
Aus dem langjährigen Erfahrungsschatz eines leidenschaftlichen Kochs:
60 beliebte Klassiker und wie man sie genial variiert.
Alle mit Fotoanleitung Schritt für Schritt erklärt.
gebundene Ausgabe, 39,90 Euro

Für Vegetarier geeignet

Definitiv. Ich behaupte einfach mal, dass etwa die Hälfte der Rezepte ohne Fleisch auskommt.

Größe der Portion

Geht völlig in Ordnung. Bei Pesto ist das ja so eine Sache, denn die Größe der Portion bestimmt in diesem Fall die Nudeln, auf die das Pesto gestrichen wird. Der Mann und ich haben zwei Portionen Pasta zusammen mit dem Pesto gegessen. Die angegebene Menge des Rezeptes reicht für mehrere Portionen aus. Da Pesto im Kühlschrank gelagert werden kann, lohnt sich der Aufwand definitiv.

Optik

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Grün. Ein schönes Rucola-Petersilien-Grün, was Lust auf mehr macht.

Kapitel

Das Buch verfügt über etwa 60 Kapitel mit einigen Variationen der Rezepte. Jedes Rezept bildet ein eigenes Kapitel, mit step by step-Foto-Anleitung. Das ist sehr übersichtlich und der Herr Lafer konnte so ausreichend im Buch abgelichtet werden … Irgendwie kann ich mich immer noch nicht für diesen Mann erwährmen …

Verständlichkeit und Schwierigkeitsgrad

Keep it simple. Die ersten Seiten des Kochbuches enthalten Warenkunde zum Thema Lebensmittel, Töpfe und Pfannen oder andere Küchengeräte.

Dank der Fotoanleitungen kann der Hobbykoch jedes Gericht fix nachkochen. Das Besondere: Nach der Fotoanleitung folgen jeweils bis zu vier Variationen des auf den ersten Seiten vorgestellten Gerichts.

Beispiel Pesto: Basilikumpesto wird per Fotoanleitung vorgestellt und auf der nächsten Seite findet sich Rucolapesto, Korianderpesto, Petersilienpesto und Bärlauchpesto. Das finde ich sehr gelungen gemacht.

Besonderheit

In diesem Kochbuch gibt es eigentlich kein Essensthema, was nicht behandelt wird. Es finden sich Rezepte für Crêpe, Frühlingsrollen, Kartoffelsalat, Panna cotta, Serviettenknödel, Schnitzel oder auch Zabaione. Alles optisch hübsch aufbereitet – das macht Lust auf mehr.

Was ich schon daraus gekocht habe

Zu meiner Schande muss ich gestehen: nichts. Zum einen hat mich der Herr Lafer selbst irgendwie davon abgehalten, aus den bereits oben genannten Gründen, zum anderen neige ich dazu, ein Rezept schnell mal im Internet nachzuschlagen und dann mit dem iPad zu kochen. Manchmal ist das schade, wenn man Schätze im Regal stehen hat, die so nur verstauben.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht

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Das Rucola-Pesto kann ich empfehlen. Es ist eine schöne Variante zum Klassiker Basilikum-Pesto und durch die Mandeln bekommt es einen tollen, nussigen Touch.

Mützen

Jetzt kommt meine Lieblingsrubrik. Die Kochmützen. Sandra verwendet in ihrem Blog diese Kochmützen als Bewertungssystem, die den finalen Stand angeben. Ich vergebe für das Rucola-Pesto von Herrn Lafer drei Kochmützen.

Warum nur drei Mützen?
Es ist so, dass ich beim Herstellen des Rucola-Pestos auch noch ein Bärlauch-Pesto hergestellt habe. Dies allerdings nicht nach dem Rezept des Herrn Lafer, sondern auf eigene Faust. Im direkten Vergleich zwischen Rucola und Bärlauch, kann das Rucola-Pesto an dieser Stelle leider nur drei Kochmützen erhalten, da ihm am Ende ein gewisser Pfiff fehlt.

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Fazit

Ich werde Der große Lafer. Die Kunst der einfachen Küche sicher nicht das letzte Mal in die Hand genommen haben. Viele weitere Rezepte haben mich angelacht, die ich in Zukunft gerne einmal ausprobieren möchte.

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)

Leckerschmecker Gemüse Burger von Alnatura

Ich bleibe am Ball, was das Thema bewusste Ernährung angeht und habe tatsächlich Freude daran, mir über mein Essen deutlich mehr Gedanken zu machen und auch das Kochen ist nun mit vielen Neuerungen verbunden.

Das Heraussuchen neuer Rezepte, die fleischlos glücklich machen sollen, hat meinen Vorrat an das-muss-ich-unbedingt-mal-ausprobieren-Rezeptideen deutlich erweitert.

Das erste selbst ausprobierte Gericht von Alnatura möchte ich jetzt vorstellen.

Gemüse Burger

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Zutaten

1 Päckchen Gemüse Burger
1 kleine Zucchini
1/2 Feta

Zubereitung

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Den Inhalt der Gemüse Burger Packung nach Anweisung auf der Rückseite zubereiten und beiseite stellen.
Die Zucchini in winzige Würfelchen schneiden und nach dem Ausquellen der Burgermasse unter den entstandenen Teig mischen. Am Schluss den Feta in die Schüssel bröseln und mit der Masse vermischen.

Jetzt die Hände anfeuchten, ganz wichtig, sonst klebt der Teig ohne Ende an den Fingern, und kleine Bällchen formen, die am Ende noch ein wenig plattgedrückt werden.

In einer Pfanne Öl erhitzen und die Gemüse Burger von beiden Seiten gleichmäßig anbraten, anschließend auf einem Zewa ablegen, so dass das überschüssige Öl rausgesaugt werden kann.

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Das Gericht is(s)t …

… absolut empfehlenswert. Der Mann und ich haben dazu mediterranes Ofengemüse (Rezept folgt noch) gegessen und waren total zufrieden. Durch die Zucchini waren die Gemüse Burger schön saftig und der Feta gab noch einen extrakick für den Geschmack.

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Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Die Gemüse Burger von Alnatura sind bei den Lieblingen abgelegt und kommen ab sofort öfter auf den Tisch. Durch verschiedene Variationen mit Gemüse und Gewürzen, kann aus den Gemüse Burgern sicher jedesmal eine neue Köstlichkeit entstehen.

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Mälzer & Witzigmann: Estragonhuhn

Nach meinem ersten Beitrag für die Reihe Kochbuch-Kochen von Schöner Blog(t) mit einem Rosenkohlauflauf, aus einem doch eher alltäglichen Kochbuch, habe ich mich für diese Ausgabe an zwei große Männer gewagt. Wobei ich gar nicht so genau weiß, ob die beiden Männer tatsächlich körperlich groß sind, aber ihre Namen sind es auf jeden Fall.

Mälzer & Witzigmann: zwei Köche – ein Buch

Zitat aus der Einleitung des Buches:
„Am Tisch sitzen zwei gestandene Männer, der eine etwas gesetzt mit vertrauen erweckendem Airbag über dem Gürtel, […]. 70 Jahre Unvernunft sieht man ihm an, ein wahrlich schönes Mannsbild. Der andere mit fein ausrasiertem Oho-Bart um Kinn und Oberlippe, […]. Den beiden Männern sieht man den freischaffenden Künstler an. Der Ältere, ganz souverän, sitzt aufrecht wie Häuptling Silberlocke. Ganz elastisch flegelt dagegen der Jungspund selbstsicher im tiefen Polster.
Eckhardt Witzigmann, Jahrhundertkoch, trifft auf Tim Mälzer, den Rockstar der Bruzzelszene.“

Estragonhuhn in sahniger Tomatensoße

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Zutaten

450 g Tomaten
7 EL Olivenöl
1 Prise Zucker
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 weiße Zwiebel
3 Schalotten
6 frische Knoblauchzehen
1 Huhn (ca. 1,5 kg, in 8 Stücke zerteilen)
20 g Butter
2 Lorbeerblätter
4 Stängel Estragon
25 ml Estragon-Essig
100 ml Weißwein
150 ml Geflügelfond
1 TL Dijonsenf
1 EL Tomatenmark
250 g Sahne
200 g gleichgroße Steinpilze (oder rosa Champions)
1 TL Zitronensaft

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Abwandlung von mir: Ich habe keine frischen Tomaten, sondern Dosentomaten verwendet. Statt des Estragon-Essigs habe ich Kräuteressig genommen und einfach einen weiteren Stängel Estragon mitgekocht. Und last but not least habe ich scharfen Senf, statt des Dijonsenfes benutzt. Hintergrund: Ich habe das Essig nirgendwo gefunden und Senf bleibt Senf. Da muss man nicht extra ein weiteres Glas kaufen, wenn bereits eins im Haus ist.

Zubereitung

Zubereitungszeit: 70 Minuten (plus Schmorzeiten),
für 4 Personen.

Tomaten kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser überbrühen, häuten, halbieren, entkernen und grob zerkleinern. 1 EL Olivenöl erhitzen. Tomaten darin mit 1 Prise Zucker, Salz und Pfeffer langsam zu einem Mus einkochen lassen.

Weiße Zwiebel schälen und würfeln. Schalotten schälen. Knoblauchzehen ungeschält etwas andrücken. Das Huhn in 8 Stücke teilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

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Backofen auf 190 Grad (170 Grad Umluft) vorheizen. Butter und 2 EL Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen. Die Hühnerteile darin von allen Seiten anbraten. Zwiebelwürfel, Knoblauch, Lorbeerblätter und 2 Stängel Estragon zugeben und ebenfalls anbraten. Danach im Backofen auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten schmoren. Nach 10 Minuten den Estragon-Essig darüberträufeln und weiterschmoren.

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Geflügelteile aus dem Schmortopf heben und warm stellen. 2 EL Olivenöl zum Schmorfond geben. Schalotten hinzufügen und anbraten. Mit Weißwein ablöschen. Geflügelfond dazugießen. Senf und Tomatenmark unterrühren. Alles um die Hälfte einkochen lassen. Das eingekochte Tomatenmus und die Sahne unterrühren. Erneut würzen. Geflügelteile wieder hineingeben und im Ofen auf der mittleren Schiene weitere 15 Minuten schmoren.

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Pilze mit Zitronensaft beträufeln, würzen und im restlichen Olivenöl (2 EL) etwa 4 Minuten braten. Pilze etwa 5 Minuten vor Ende der Garzeit zum Huhn geben und mitschmoren. Estragonblättchen von den übrigen Stängeln zupfen und fein schneiden. Huhn aus dem Ofen nehmen, erneut abschmecken und mit Estragonblättchen bestreut servieren. Dazu passt Baguette.

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Das Kochbuch

Mälzer & Witzigmann: zwei Köche – ein Buch
gebundene Ausgabe, 19 Euro.

Für Vegetarier geeignet

Es finden sich durchaus vegetarische Gerichte in diesem Buch. Allerdings wird bei vielen Rezepten Schinken oder Speck als Geschmacksträger verwendet, deshalb würde ich dieses Buch nur als geringfügig geeignet einstufen. Aber seien wir ehrlich, bei den beiden Namen fällt dieses Buch schon in die Kategorie: nice to have. Daraus muss man gar nicht unbedingt kochen, sondern es ist schön, es dekorativ zu besitzen.

Größe der Portion

Optimal, würde ich sagen. Der Mann und ich haben insgesamt zweimal von dem Hühnchen essen können, was umgerechnet dann vier Portionen bedeutet.

Optik

Das Hardcover ist mit angerautem Papier gefüllt, auf dem sich auf jeder Doppelseite ein Rezept, plus fast überall ein separater Kochtipp und ein überdimensionales Bild befindet. Dieses rauhe Papier ist schön griffig und wenn das Buch beim Kochen in der Küche liegt, lässt es sich prima abwischen, ohne zurückbleibende Spuren. Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Einleitung zum jeweiligen Thema.

Kapitel

  • Salate
  • Eier
  • Suppen und Eintöpfe
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Ofengerichte
  • Fleisch
  • Gemüse
  • Geflügel
  • Desserts
  • Beilagen
  • Register

Verständlichkeit und Schwierigkeitsgrad

Die Rezepte sind verständlich geschrieben. Die kurzen Sätze ermöglichen ein step by step kochen, was sicherlich an dieser Stelle auch so gedacht ist.

Wie bereits erwähnt, habe ich geringfügige Änderungen am Rezept vorgenommen, war an der Stelle, wo die Schalotten in die Form sollen, aber doch etwas erstaunt, da ich dieses bereits mit den anderen Zwiebeln in die Form geworfen hatte. Schalotten laufen bei mir unter dem Begriff Zwiebeln, deshalb war ich da kurzzeitig verwirrt.

Besonderheit

Ein Kochbuch vom Jahrhundertkoch und dem Küchenbullen zusammen herausgegeben. Ich denke, dass sollte Besonderheit genug sein! Die Rezepte sind absolut bunt durchmischt und ich kann definitiv nicht zuordnen, welcher Koch welches Rezept beigesteuert hat.

Was ich schon daraus gekocht habe

Nichts. Beim Durchblättern habe ich aber ganz fleißig gelbe Post its auf einzelne Seiten verteilt. Ich bin positiv gestimmt, dass ich noch einmal etwas aus diesem Buch kochen werde.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht

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War sehr lecker, keine Frage. Aber das Hühnchen aus meinem Ofen hatte mit dem Hühnchen auf dem Bild im Buch nur wenig zu tun. Die Soße war viel dunkler. Das allein macht ja nichts, aber durch die dreimalige Zugabe von Olivenöl und dem Fett, was aus dem Hühnchen beim Garen rauskommt, stand am Ende etwa 1 cm hoch das Fett über der Tomaten-Sahne im Bräter. Das war nicht ganz so gelungen. Wenn ich dieses Gericht noch einmal zubereite, dann wird die Soße vor dem Servieren definitiv vom Öl getrennt.

Kochmützen

Nun kommt derTeil, wo die liebe Sandra immer ihre Kochmützen-Wertung bekannt gibt. Diese Mützen stehen mir leider nicht zur Verfügung, deshalb: Tatatatatataaaaaa… Trommelwirbel … Tusch … Trotz der Ölschicht gibt es vier Kochmützen von mir, da das Fleisch traumhaft zart und richtig schön saftig war.

Fazit

Mmmmmhhhh. Köstlich. Vorzüglich.
Mehr habe ich jetzt nicht mehr zu schreiben …

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Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)

Der Mann kocht Ravioli mit Birnen-Schinken-Füllung

Wie hinreichend bekannt sein dürfte, hat sich der Mann eine Nudelmaschine gekauft. Damit setzt er nun seinen guten Vorsatz für das neue Jahr konsequent um, selbst mehr zu kochen. Letzte Woche bin ich wieder in den Genuss seiner Kochkünste gekommen. Diesmal hatte er sich überlegt Ravioli selbst herzustellen.

Diesmal habe ich allerdings nicht komplett auf dem Sofa gesessen, sondern ein bisschen in der Küche mitgeholfen. Ich durfte zum Schluss sogar eine Soße improvisieren, da wir noch ziemlich viel von der Füllung übrig hatten und der Mann meine bescheidene Meinung zum Thema Soße erfragt hat.

Ravioli mit Birnen-Schinken-Füllung

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Zutaten

Für die Pasta
125 g Mehl
125 g Hartweizengrieß
2 Eier
2 EL Olivenöl
Wasser und Salz zum Zukleben der Ravioli

Für die Füllung
2 harte Birnen
300 g gewürfelter Schinken
100 g klein gewürfelter Appenzeller
2 Schalotten
50 g Bacon
Salz, Pfeffer, Muskat
einige Blätter Salbei
Butter zum Anbraten
1 Becher Crème fraîche
3 EL Schnittlauch

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Zubereitung

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Mehl, Hartweizengrieß und die Eier mit einem Knethaken in einer Schüssel zu einem Teig kneten. Da entstehen am Anfang Teigbrocken, wenn diese entstanden sind, mit den Händen den Teig weiter kneten und das Olivenöl hinzufügen. Am Ende sollte ein geschmeidiger Teig entstanden sein. Dieser muss mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.

In der Zwischenzeit Birnen und Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden, zusammen mit dem Schinken in Butter anbraten. Die Masse ordentlich würzen mit Salz, Pfeffer und Muskat.

Achtung: Die Birnen sollten noch Biss haben, wenn sie zur Füllung werden, deshalb nicht zu lange Braten. Am Schluss den gewürfelten Appenzeller untermischen und schmelzen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Der Nudelteig darf nun aus dem Kühlschrank und wird stückchenweise durch die Nudelmaschine gerollt. Es ist ganz normal, dass er am Anfang etwas krümelig ist. Je mehr er durch die Maschine gedreht wird, desto geschmeidiger wird der Teig. Nach und nach wird nun die Maschine immer feiner eingestellt, bis am Ende Teigplatten entstehen.

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Die Teigplatten auf einer bemehlten Arbeitsfläche auslegen und mit einem Teigrad die Ravioli ausschneiden. Der Teig bleibt danach erstmal auf der Arbeitsfläche liegen, denn nun kommt die Füllung Teelöffelweise auf die vorgesehenen Quadrate. Anschließend die Kanten mit einer Salzwasserlösung einpinseln und die nächste Teigplatte oben auf die Ravioli auflegen.

Die Ränder der Ravioli gut festdrücken, hier hilft nun das Salzwasser beim Zukleben. Schließlich mit dem Teigrad die Ravioli ausschneiden und mit bemehlten Händen die Ravioli von der Arbeitsfläche lösen, die Enden nochmal zusammendrücken und zum Lagern auf einem Geschirrtuch ablegen.

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Nun einen wirklich großen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen und den Backofen auf 160 Grad aufheizen. Auf ein Backblech den Bacon in einzelnen Scheiben auslegen und ab in den Ofen. Bis die Soße fertig ist, ist der Bacon schön kross.

Für die Soße einfach zur übriggebliebenen Füllung einen Becher Crème fraîche in die Pfanne geben und langsam erhitzen. Das Ganze mit Schnittlauch, Salz, Pfeffer, Muskat abschmecken. Zusätzlich noch die frischen Salbeiblätter hinzugeben und mitköcheln lassen.

Wenn das Wasser kocht, ordentlich Salz hinzufügen und die Ravioli etwa 5-7 Minuten al dente kochen. Man kann sie entweder mit einem Schaumlöffel herausholen und abtropfen lassen oder vorsichtig in einem Sieb abgießen. Die zweite Variante birgt allerdings die Gefahr, dass die Ravioli kaputt gehen.

Nun die abgetropften Ravioli in die Pfanne zur Soße geben, alles gut durchmischen und den krönenden Abschluss bildet schließlich der Bacon.

Das Gericht is(s)t …

Saulecker. Ich bin von der Mischung Birne und Schinken plus Crème fraîche hingerissen gewesen. Der Mann hingegen würde beim nächsten Mal vielleicht doch die Buttersoßenvariante aus dem ursprünglichen Rezept bevorzugen.

Wir haben die frische Pasta unter der Woche zubereitet. Das würde ich wahrscheinlich so nicht noch einmal machen, denn es dauert schon ein bisschen, bis die Nudeln fertig sind. Dieses Gericht eigenet sich aber hervorragend für einen entspannten Kochabend am Wochenende. Dazu ein Gläschen Wein. Perfekt. Deutlich geselliger, als ein Fernsehabend.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Ich habe die Ravioli bei den Lieblingen notiert. Bis zum nächsten Test sollte ich allerdings noch einen Schaumlöffel besorgen, denn ich fand es ärgerlich, dass einige Ravioli beim Abschütten des Wassers kaputt gegangen sind. Aber das sollte ja kein Problem sein. In diesem Sinne: Guten Appetit!

Das Original-Rezept findet sich hier.

Kartoffelauflauf

Ich liebe Kartoffeln. Als kleines Mädchen habe ich mir nach dem Abendessen immer den Kartoffeltopf geschnappt und die übrig gebliebenen Kartoffeln aufgegessen, obwohl ich eigentlich schon satt war. Das hatte zur Folge, dass meine Ma nie genug Kartoffeln übrig hatte, für beispielsweise Bratkartoffeln.

Selbst wenn ich einmal nicht alle Kartoffeln nach dem Abendessen aufessen konnte, war die Wahrscheinlichkeit gering, dass es Bratkartoffeln geben konnte, denn auch kühlschrankkalte Kartoffeln esse ich gern. Nach wie vor.

Da liegt es doch auf der Hand, dass ich den Backofen anschmeisse und mein liebstes Gemüse zubereite, in Form von

Kartoffelauflauf

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Zutaten

800 g festkochende Kartoffeln
1 TL Knoblauchpaste
250 ml Sahne
250 ml Milch
Muskat
Kräutersalz
Pfeffer
Paprikapulver
1 TL Gemüsebrühe
Pflanzenfett für die Form
250 g geriebener Gouda

Zubereitung

Kartoffeln schälen und mit einer Reibe in ganz dünne Scheiben reiben.
Ein kleines Backblech mit dem Pflanzenfett einfetten und die Kartoffeln in Reihen hinein legen.
Die Kartoffeln nun mit Kräutersalz, Muskat und Pfeffer leicht würzen.
Sahne und Milch in einer Schüssel mischen und mit der Gemüsebrühe, Knoblauchpaste, Kräutersalz, Paprika, Muskat und Pfeffer würzen, gut verrühren.
Die Sahne-Milch-Mischung über die Kartoffeln geben.
Bei 180 Grad etwa 20 Minuten garen, dann den Käse verteilen und weitere 20 Minuten überbacken.

Das Gericht is(s)t …

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Bestimmt sehr lecker, wenn man den Auflauf nicht eine Stunde im Ofen lässt und die Kartoffeln die gesamte Soße aufgesogen haben. Das Problem: Zurückgeblieben ist nur noch die Würzmasse, die viel zu sehr nach Salz geschmeckt hat.

Im ursprünglichen Rezept stand, dass man die Kartoffeln in zwei Schichten in die Form geben sollte. Das habe ich nicht gemacht und ich denke, deshalb war am Ende bei mir keine Soße mehr übrig. Außerdem stand im ursprünglichen Rezept, dass dort 1 Esslöffel Gemüsebrühe rein sollte. Das schien mir schon ziemlich viel und ich habe weniger verwendet. Ich habe das Rezept bereits angepasst, dass dies nun nicht mehr passieren sollte.

Ansonsten simpel in der Zubereitung und schnell vorbereitet.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Aufgrund des hohen Salzgehaltes war das Gratin fast nicht essbar und das sage ich, als ein erklärter Salzjunkie. Ich würde es auf jeden Fall noch einmal kochen, aber dann mit deutlich weniger Salz!

Das Originalrezept findet sich hier.

Tomatensugo – con sugo di pomodoro

Bei der großen Pasta-Party neulich, habe ich von zwei Soßen berichtet, die für Gut befunden worden sind. Zum einen war das die schon vorgestellte Gorgonzola-Sahne-Soße, zum anderen ein wirklich tomatig schmeckener Tomatensugo.

Das Rezept stammt aus meiner Pastabox. Und Box ist in diesem Fall wörtlich gemeint, denn alle Rezepte sind in Form von aufstellbaren Rezeptkarten gestaltet.

Die Pastabox. Eine kulinarische Schatzkiste aus Italien

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Ob Penne, Vermicelli, Bigoli oder Ravioli – die Autorin und der Illustrator dieser Box haben sich ganz schön ins Zeug gelegt. Und es ist wirklich sehr praktisch mit diesen Karten zu kochen, da man sie ganz bequem aufstellen kann.

Basisrezept für scharfen Tomatensugo

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Zutaten

750 g vollreife Tomaten (oder eine große Dose Tomaten)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
5 Minzeblätter
1 Peperoncino
1/2 Bund Petersilie (wahlweise gehen auch Basilikum, Oregano und Schnittlauch)
4 EL Olivenöl
Zucker
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Tomaten blanchieren, häuten, die Samen entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Alternativ kann man auch eine große Dose mit Tomaten verwenden, was ich getan habe, da zur Zeit schlicht und einfach keine Tomatenzeit ist.
Die Zwiebel sowie den Knoblauch schälen und hacken.
Peperoncino klein schneiden bzw fein hacken.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln, Knoblauch und Peperoncino goldgelb anschwitzen.
Tomaten, Minze und eine Prise Zucker zufügen. Im Rezept stand nun das Bund Petersilie, was ich nicht vorrätig hatte, deshalb habe ich Oregano, Schnittlauch und Basilikum verwendet. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Sugo bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen (25 Minuten bis 2 Stunden).

Das Gericht is(s)t …

Super vorzubereiten, da der Sugo etwa 50 Minuten einkochen kann, wenn man die Dosentomaten verwendet. Ich habe jetzt keine Erfahrungswerte, wie das bei frischen Tomaten ist. Laut Rezept kann es wohl bis zu zwei Stunden einkochen.

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Auf der Rezeptkarte befinden sich insgesamt drei Varianten für Sugo: klassisch, scharf und Kräuter. Da ich ja meist zur Impro in der Küche neige, habe ich eine Mischung aus scharfem und Kräutersugo gekocht, da ich leider vergessen hatte frische Petersilie zu kaufen. Laut Rezeptkarte kann man Sugo auch für Pizza sowie verschiedene Fleisch- und Fischgerichte verwenden. Das müsste ich bei Gelegenheit ausprobieren.

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Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Diese Tomatensoße ist auf jeden Fall zu den Lieblingen zu sortieren. Sie schmeckt frisch, gleichzeitig kräuterrig und die Schärfe weckt die Lebensgeister. Mit ein bisschen frischem Parmesan wird jede Nudel zu einem Hochgenuss.

Ich kann dieses Rezept auf jeden Fall empfehlen. Die anderen der Pastabox klingen alle super, da muss ich mich demnächst einmal dran ausprobieren.

Suppenkasper aufgepasst!

Ich mag Suppen und Eintöpfe. Diese bedeuten für mich wenig Aufwand, da ich nur bei der Vorbereitung ein wenig schnibbeln muss und der Rest vom Herd und der Zeit erledigt wird. Außerdem reicht so ein Topf voll Suppe mindestens zwei Mahlzeiten lang. Das ist praktisch, wenn die Zeit knapp ist. Dass so ein Eintopf preiswert ist, sei an dieser Stelle auch noch erwähnt.

In der letzten Woche habe ich den Mann mit „Quer-durch-den-Garten“ oder einfacher ausgedrückt, einer Gemüsesuppe beglückt. Der Ausdruck für Gemüsesuppe stammt von meiner Omi. Diese hatte in meinen Kindertagen tatsächlich noch einen Gemüsegarten, aus dem die Zutaten für die Suppe stammten. Okay, ich hab keinen Garten, aber dieser Ausdruck ist bei mir hängengeblieben.

Da es in der letzten Woche bereits die Gemüsevariation gegeben hat, wollte ich das in dieser Woche nicht schon wieder essen. Nach Sichtung des Gefrierschrankes war schnell klar, dass Hackfleisch und Paprika vorhanden sind. Außerdem leckere Bio-Kartoffeln. Damit geht doch was. Also habe ich den Herrn Google bemüht und in den Suchergebnissen erschien der

Bauerneintopf

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Zutaten

500 g Hackfleisch
3 kleine Zwiebeln
500 g Kartoffeln
500 g TK-Paprika
1 Dose gestückelte Tomaten
500 ml Wasser
2 TL Gemüsebrühe
Gewürze (Paprika, Salz, Pfeffer, orientalische Gewürze oder Gewürzmischungen)
3 EL TK-Petersilie
3 EL TK-Schnittlauch
1 Becher Schmand
1 EL Mehl + Wasser zum Andicken

Zubereitung

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
Zwiebeln würfeln und zusammen mit dem Hackfleisch in einem großen Topf anbraten. Nacheinander Paprika und Kartoffeln hinzufügen.
Gewürze hinzugeben und gut durchrühren.
Im Topf bildet sich beim Anbraten Ansatz, das gibt Geschmack.
Schließlich die Dose mit den gestückelten Tomaten, Gemüsebrühe, Petersilie, Schnittlauch und Wasser hinzufügen.
Nachdem der Eintopf kurz aufgekocht ist, die Hitze reduzieren und auf kleiner Flamme etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Nach der Garzeit den Schmand unterrühren und für mehr Bindung das Mehl mit dem Wasser mischen, in den Eintopf einrühren, aufkochen, abschmecken, fertig.

Das Gericht is(s)t …

Schnell vorbereitet. Wie bereits eingangs erwähnt, schätze ich genau dies bei Eintöpfen sehr. Es ist außerdem wirklich simpel in der Zubereitung.
Wenn man den Bauerntopf dünnflüssiger mag, kann man auch den Schritt mit dem Andicken weglassen.
Beim Essen habe ich irgendwann festgestellt, dass ich dieses Gericht schon einmal gegessen habe. Da gibt es ein Maggi Fix von. Das hat mich doch doppelt gefreut, dass ich diesen Eintopf gekocht habe und zwar ohne eines dieser Fix-Produkte.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Nachdem ich heute die aufgewärmte Variante getestet und für gut befunden habe, kommt dieses Rezept in die Kategorie Liebling. Diese neue Errungenschaft gesellt sich nun zu den Rezepten für Linsensuppe, Kürbissuppe oder auch Sauerkrautsuppe. Gerade wenn es draußen kalt ist, die Nase läuft und sich ein allgemeines Unwohlsein einstellt, esse ich sehr gern Suppe. Ab dem nächsten Herbst gehört der Bauerneintopf zu meiner wöchentlichen Suppenauswahl.

Das Originalrezept findet sich hier.