Spaghetti nach Hurenart

Ich habe meine Pasta-Box ins Herz geschlossen. Das Kochen mit den Rezeptkarten aus dieser Box funktioniert super.

Laut der Rezeptkarte für Spagehtti alla puttanesca bedeutet ‚alla puttanesca‘ übersetzt ’nach Hurenart‘. Das habe ich jetzt nicht überprüft und stelle das hier einfach mal zur Disskusion. Weiter steht auf der Karte, dass der Ursprung des Namens ungeklärt sei, aber laut verschiedenen Anekdoten sollen die Prostituierten das Gericht zwischen den Besuchen ihrer Freier zubereitet haben. Nun denn.

Heute habe ich also ein aufregendes Rezept im doppelten Sinne herausgesucht.

Spaghetti alla puttanesca

20130527-224913.jpg

Zutaten

(2 Portionen)
400 g Spaghetti
400 g vollreife Tomaten (ersatzweise gehen auch Dosentomaten)
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
4 Sardellenfilets
100 g entsteinte schwarze Oliven
6 EL Olivenöl
2 EL Kapern
Salz und Pfeffer
1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung

Tomaten blanchieren, häuten, die Samen entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden ODER Dose aufmachen.
Knoblauch und Zwiebel schälen und würfeln. Die Zwiebel ist im ursprünglichen Rezept nicht vorgesehen, ich habe sie für passend befunden und mit in die Soße geworfen.
Die Sardellen abspülen, trocken tupfen und wenn erforderlich die Gräten entfernen, dann in kleine Stücke schneiden. Die Oliven grob hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch und die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen. Auf der Rezeptkarte steht, dass der Knoblauch anschließend entfernt werden soll. Ich habe ihn drin gelassen.
Die Tomaten in die Pfanne geben und mit geschlossenem Deckel etwa 15 Minuten schmoren. Wer Tomaten aus der Dose verwendet, der muss das ganze etwa 25 Minuten einkochen lassen.
Sardellen, Oliven und Kapern zu den Tomaten geben, anschließend salzen und pfeffern.

Spaghetti al dente kochen, abgießen und in der Pfanne mit der Tomaten-Sardellen-Oliven-Soße mischen. Am Schluss noch mit Petersilie bestreuen.

Das Gericht is(s)t …

… für all die Menschen empfehlenswert, die sowohl Kapern, als auch Sardellen mögen. Da diese beiden Zutaten doch einen sehr eigenwilligen Geschmack haben.

Wer sie mag, so wie ich, kann sich in diese Nudeln reinsetzen. Ich hab die Spaghetti zusätzlich noch mit ein wenig Parmesan bestreut, denn Käse geht schließlich immer und hat meinen Genuss abgerundet.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Ich wollte diese Pasta schon ewig ausprobieren, da ich die bisher nur beim Italiener gegessen habe und sie so toll fand. Dass die Soße so einfach zuzubereiten ist, war mir allerdings nicht klar.

Der zusätzliche Kick bei diesem Essen waren die selbst gemachten Spaghetti. Dank der neuen Küchenmaschine gibt es bei dem Mann und mir fast nur noch selbst hergestellte Pasta und die ist immer ein Hit! Deshalb wird diese Nudelsoße bei den Lieblingen einsortiert.

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)

Advertisements

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella und Spargel

Frühjahr und Sommeranfang ändern die Essgewohnheiten. Da verlangt der Körper plötzlich nach knackigem Salat, frischen Tomaten aufs Brot oder Grillfleisch. Sommerzeit ist Salatzeit. Ganz klar.

Ich finde es sehr praktisch, da diese Zeit auch dem Projekt Bewusste Ernährung in die Hände spielt, denn bei der Zubereitung für einen Salat muss man nun wirklich kein Fleisch verwenden. Und Salat bietet schier unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Da gibt es Feldsalat, Rucola, Eisbergsalat, Blattsalat oder Salatherzen – und nun habe ich nur die grünen Salate aufgezählt. Paprika, Tomaten, Zucchini, Champignons, Kartoffeln oder Nudeln erweitern die Auswahl. Gut schmeckt auch ein Apfel oder eine Möhre mit untergemischt.

Passend zur Spargelzeit, stelle ich heute einen leckeren Salat vor, der theoretisch auch ohne Spargel funktioniert, dafür wäre die Zugabe von Paprika oder Champignons durchaus denkbar.

Ich habe für diesen Salat sogenannten Bruch-Spargel verwendet. Der ist deutlich günstiger als hübsch aussehender Spargel, schmeckt aber identisch. Meiner Meinung nach muss man für einen Salat keinen hübschen Spargel verwenden, da dieser sowieso klein geschnitten wird.

Spargel bereite ich grundsätzlich in größeren Mengen zu, weil ich so nur einmal den Aufwand mit Schälen und Schalen auskochen habe. Die aus den ausgekochten Schalen entstandene Brühe bildet eine tolle Basis für Spargelsuppe, wofür sich der Bruch-Spargel ebenso gut eingnet. Zum Thema Spargelsuppe schreibe ich demnächst vielleicht auch noch ein Rezept.

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella, Spargel und Kräutern

20130513-134556.jpg

Zutaten

(3 Portionen)

Salat
250 g Nudeln
1 Mozzarella
3 große Tomaten
250 g Bruch-Spargel
Salz und Pfeffer

Dressing
4 EL Olivenöl
2 EL Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
Basilikum oder andere Kräuter
Balsamico-Creme zum Verziehren

Zubereitung

Den Spargel schälen, in etwa 1-2 cm lange Stücke schneiden und im Wasser bissfest garen. Wer mag, kann das Spargelwasser auffangen und weiterverarbeiten.
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Den Mozzarella würfeln, ebenso die Tomaten. Ich versuche immer gleich große Stücke zu schneiden.

In einer Schüssel die Nudeln, den Spargel, die Tomaten und den Mozzarella miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Für das Dressing Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Zucker und Kräuter vermischen. Wenn der Basilikum frisch ist, so sollte er gewaschen und gehakt werden.

Das Dressing über den Salat geben, alles gut durchmischen und mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal durchrühren, abschmecken und bei Bedarf die Balsamico-Creme über den Salat geben. Die sorgt für das gewisse Etwas.

Das Gericht is(s)t …

… sehr wandlungsfähig und schnell zubereitet. Der Salat eignet sich auch sehr gut, um Gemüsereste zu verwerten. Mir fällt gerade kein Gemüse ein, was nicht in Verbindung mit Nudeln schmeckt.

Wer keine kalten Speisen mag: Diesen Salat kann man auch ganz prima in einer Pfanne zubereiten und warm genießen. Dann sollten die Tomaten aber erst ganz zum Schluss hinzu gegeben werden, da sich sonst die Schale ablöst und das schmeckt nicht ganz so toll.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Liebling! Ich mag alle Bestandteile dieses Nudelsalats schon einzeln sehr gern. In Verbindung miteinander ergibt sich eine leckere Mahlzeit. Nudelsalat passt natürlich auch sehr gut zu Gegrilltem, auf jedes Buffet, in den Picknickkorb, oder, oder, oder …

Mediterranes Ofengemüse

Das in meiner Küche am meisten genutzte Gerät ist, nach den Herdplatten, der Backofen. Es ist ganz fantastisch, wenn man ein Gericht kalt zusammenstellen kann und den Rest erledigt der Ofen. Einfach so. Man muss nichts weiter tun, als die richtige Gradzahl einzustellen und abwarten.

Am Ende wird der eigene Gaumen mit einem schmackhaften fertigen Gericht verwöhnt und der Aufwand dafür ist schwindend gering. Das kann man natürlich jetzt nicht pauschal sagen, denn ich habe durchaus schon Essen zubereitet, die trotz Ofen viel Aufwand bedeuteten, aber für das nun folgende Gericht ist es absolut zutreffend.

Mediterranes Ofengemüse

20130430-173733.jpg

Zutaten

(für 2 Personen)
2 kleine Zucchini
10 Champignons
1 Paprika
8 kleine Kartoffeln
1/2 Fetakäse
Öl
Salz, Pfeffer, Paprika, mediterrane Gewürzmischung

Zubereitung

Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.
Kartoffeln waschen und trocken tupfen. Die Kartoffeln in der Mitte durchschneiden und mit der aufgeschnittenen Seite nach oben auf ein Backblech legen. Die Schnittseiten mit einem Pinsel mit etwas Öl bestreichen und mit Salz, Pfeffer, Paprika und je nach Geschmack, mit mediterranen Gewürzen bestreuen. Kartoffeln in den Ofen schieben und etwa 25 Minuten garen.

20130430-173739.jpg

Zucchini, Pilze und Paprika waschen, trockentupfen, klein schneiden und ggf entkernen. Das Gemüse zusammen in eine Schüssel geben und nun ebenfalls mit Salz, Pfeffer und ggf medieterranen Gewürzen bestreuen und vermengen.

Nun das Gemüse auf dem Backblech mit den Kartoffeln verteilen und zusammen in den Ofen schieben.

Nach 15 Minuten Garzeit den Fetakäse auf dem heißen Gemüse zerbröseln und für weitere 10 Minuten in den Ofen schieben.

20130430-173744.jpg

Das Gericht is(s)t …

… wirklich einfach und geschmacklich ganz weit vorn mit dabei. Was ich wirklich toll finde, dass so ziemlich jede Sorte von Gemüse für dieses Gericht in Frage kommt. Da kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Schön.

Wer zum Gemüse eine Soße braucht, isst einfach ein wenig Kräuterquark oder Sour Cream dazu.

20130430-173755.jpg

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Das mediterrane Ofengemüse zählt seit Jahren zu meinen Lieblingen. Im Zuge der bewussten Ernährung passt das Gemüse natürlich sehr gut mit auf den Speiseplan, da fleischlos und saisonales Gemüse kann verwendet werden.

20130430-173800.jpg

Rucola-Pesto nach Johann Lafer

Sandra von Schöner Blog(t) veröffentlicht jede Woche einen Beitrag zum Thema Kochbuch-Kochen. Dafür werden die vorhandenen Kochbücher des heimischen Kochbuchregals auf Herz und Nieren geprüft, ein Gericht nachgekocht und bei Bedarf aussortiert, wenn das Essen nicht so lecker gewesen ist. So schafft Sandra Platz in ihrem Kochbuchregal.

Ich darf heute erneut einen Gastbeitrag zu dieser Reihe veröffentlichen. In der letzten Woche waren Mälzer & Witzigmann hier bereits zu Gast und nun kommt der Herr Lafer an die Reihe:

Der grosse Lafer. Die Kunst der einfachen Küche.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Herrn Lafer. Wenn er im Fernsehen mit seinem Dauergrinsen unterwegs ist und man immer das Gefühl hat, dass er unbedingt jedem seine Schokoladenseite zeigen muss, macht das wenig Spaß dem Mann bei der Arbeit zuzuschauen. Aber kochen kann er. Das steht außer Frage und ich bin im Besitz dieses Lehrkochbuches.

Rucolapesto

20130503-141838.jpg

Zutaten

3 Knoblauchzehen
100 g blanchierte Mandeln
100 g Rucola
50 g krause Petersilie
200 ml mildes Olivenöl
50 g Parmesan
Meersalz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

20130503-141902.jpg

Knoblauchzehen schälen und grob würfeln. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, dabei öfter umrühren, da sie schnell anbrennen. Dann abkühlen lassen. Rucola und Petersilie waschen, trocken schleudern, harte Stiele entfernen, Blätter grob hacken.

Knoblauch, Mandeln, Rucola, Petersilie und Olivenöl in einem Standmixer zu einer cremigen, nicht zu feinen Masse verarbeiten. Den Parmesan fein reiben, untermischen und das fertige Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Kochbuch

Der grosse Lafer. Die Kunst der einfachen Küche
Aus dem langjährigen Erfahrungsschatz eines leidenschaftlichen Kochs:
60 beliebte Klassiker und wie man sie genial variiert.
Alle mit Fotoanleitung Schritt für Schritt erklärt.
gebundene Ausgabe, 39,90 Euro

Für Vegetarier geeignet

Definitiv. Ich behaupte einfach mal, dass etwa die Hälfte der Rezepte ohne Fleisch auskommt.

Größe der Portion

Geht völlig in Ordnung. Bei Pesto ist das ja so eine Sache, denn die Größe der Portion bestimmt in diesem Fall die Nudeln, auf die das Pesto gestrichen wird. Der Mann und ich haben zwei Portionen Pasta zusammen mit dem Pesto gegessen. Die angegebene Menge des Rezeptes reicht für mehrere Portionen aus. Da Pesto im Kühlschrank gelagert werden kann, lohnt sich der Aufwand definitiv.

Optik

20130503-141922.jpg

Grün. Ein schönes Rucola-Petersilien-Grün, was Lust auf mehr macht.

Kapitel

Das Buch verfügt über etwa 60 Kapitel mit einigen Variationen der Rezepte. Jedes Rezept bildet ein eigenes Kapitel, mit step by step-Foto-Anleitung. Das ist sehr übersichtlich und der Herr Lafer konnte so ausreichend im Buch abgelichtet werden … Irgendwie kann ich mich immer noch nicht für diesen Mann erwährmen …

Verständlichkeit und Schwierigkeitsgrad

Keep it simple. Die ersten Seiten des Kochbuches enthalten Warenkunde zum Thema Lebensmittel, Töpfe und Pfannen oder andere Küchengeräte.

Dank der Fotoanleitungen kann der Hobbykoch jedes Gericht fix nachkochen. Das Besondere: Nach der Fotoanleitung folgen jeweils bis zu vier Variationen des auf den ersten Seiten vorgestellten Gerichts.

Beispiel Pesto: Basilikumpesto wird per Fotoanleitung vorgestellt und auf der nächsten Seite findet sich Rucolapesto, Korianderpesto, Petersilienpesto und Bärlauchpesto. Das finde ich sehr gelungen gemacht.

Besonderheit

In diesem Kochbuch gibt es eigentlich kein Essensthema, was nicht behandelt wird. Es finden sich Rezepte für Crêpe, Frühlingsrollen, Kartoffelsalat, Panna cotta, Serviettenknödel, Schnitzel oder auch Zabaione. Alles optisch hübsch aufbereitet – das macht Lust auf mehr.

Was ich schon daraus gekocht habe

Zu meiner Schande muss ich gestehen: nichts. Zum einen hat mich der Herr Lafer selbst irgendwie davon abgehalten, aus den bereits oben genannten Gründen, zum anderen neige ich dazu, ein Rezept schnell mal im Internet nachzuschlagen und dann mit dem iPad zu kochen. Manchmal ist das schade, wenn man Schätze im Regal stehen hat, die so nur verstauben.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht

20130503-141938.jpg

Das Rucola-Pesto kann ich empfehlen. Es ist eine schöne Variante zum Klassiker Basilikum-Pesto und durch die Mandeln bekommt es einen tollen, nussigen Touch.

Mützen

Jetzt kommt meine Lieblingsrubrik. Die Kochmützen. Sandra verwendet in ihrem Blog diese Kochmützen als Bewertungssystem, die den finalen Stand angeben. Ich vergebe für das Rucola-Pesto von Herrn Lafer drei Kochmützen.

Warum nur drei Mützen?
Es ist so, dass ich beim Herstellen des Rucola-Pestos auch noch ein Bärlauch-Pesto hergestellt habe. Dies allerdings nicht nach dem Rezept des Herrn Lafer, sondern auf eigene Faust. Im direkten Vergleich zwischen Rucola und Bärlauch, kann das Rucola-Pesto an dieser Stelle leider nur drei Kochmützen erhalten, da ihm am Ende ein gewisser Pfiff fehlt.

20130503-141911.jpg

Fazit

Ich werde Der große Lafer. Die Kunst der einfachen Küche sicher nicht das letzte Mal in die Hand genommen haben. Viele weitere Rezepte haben mich angelacht, die ich in Zukunft gerne einmal ausprobieren möchte.

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)

Leckerschmecker Gemüse Burger von Alnatura

Ich bleibe am Ball, was das Thema bewusste Ernährung angeht und habe tatsächlich Freude daran, mir über mein Essen deutlich mehr Gedanken zu machen und auch das Kochen ist nun mit vielen Neuerungen verbunden.

Das Heraussuchen neuer Rezepte, die fleischlos glücklich machen sollen, hat meinen Vorrat an das-muss-ich-unbedingt-mal-ausprobieren-Rezeptideen deutlich erweitert.

Das erste selbst ausprobierte Gericht von Alnatura möchte ich jetzt vorstellen.

Gemüse Burger

20130426-112920.jpg

Zutaten

1 Päckchen Gemüse Burger
1 kleine Zucchini
1/2 Feta

Zubereitung

20130426-112926.jpg

Den Inhalt der Gemüse Burger Packung nach Anweisung auf der Rückseite zubereiten und beiseite stellen.
Die Zucchini in winzige Würfelchen schneiden und nach dem Ausquellen der Burgermasse unter den entstandenen Teig mischen. Am Schluss den Feta in die Schüssel bröseln und mit der Masse vermischen.

Jetzt die Hände anfeuchten, ganz wichtig, sonst klebt der Teig ohne Ende an den Fingern, und kleine Bällchen formen, die am Ende noch ein wenig plattgedrückt werden.

In einer Pfanne Öl erhitzen und die Gemüse Burger von beiden Seiten gleichmäßig anbraten, anschließend auf einem Zewa ablegen, so dass das überschüssige Öl rausgesaugt werden kann.

20130426-112931.jpg

Das Gericht is(s)t …

… absolut empfehlenswert. Der Mann und ich haben dazu mediterranes Ofengemüse (Rezept folgt noch) gegessen und waren total zufrieden. Durch die Zucchini waren die Gemüse Burger schön saftig und der Feta gab noch einen extrakick für den Geschmack.

20130426-112937.jpg

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Die Gemüse Burger von Alnatura sind bei den Lieblingen abgelegt und kommen ab sofort öfter auf den Tisch. Durch verschiedene Variationen mit Gemüse und Gewürzen, kann aus den Gemüse Burgern sicher jedesmal eine neue Köstlichkeit entstehen.

20130426-112943.jpg

Mälzer & Witzigmann: Estragonhuhn

Nach meinem ersten Beitrag für die Reihe Kochbuch-Kochen von Schöner Blog(t) mit einem Rosenkohlauflauf, aus einem doch eher alltäglichen Kochbuch, habe ich mich für diese Ausgabe an zwei große Männer gewagt. Wobei ich gar nicht so genau weiß, ob die beiden Männer tatsächlich körperlich groß sind, aber ihre Namen sind es auf jeden Fall.

Mälzer & Witzigmann: zwei Köche – ein Buch

Zitat aus der Einleitung des Buches:
„Am Tisch sitzen zwei gestandene Männer, der eine etwas gesetzt mit vertrauen erweckendem Airbag über dem Gürtel, […]. 70 Jahre Unvernunft sieht man ihm an, ein wahrlich schönes Mannsbild. Der andere mit fein ausrasiertem Oho-Bart um Kinn und Oberlippe, […]. Den beiden Männern sieht man den freischaffenden Künstler an. Der Ältere, ganz souverän, sitzt aufrecht wie Häuptling Silberlocke. Ganz elastisch flegelt dagegen der Jungspund selbstsicher im tiefen Polster.
Eckhardt Witzigmann, Jahrhundertkoch, trifft auf Tim Mälzer, den Rockstar der Bruzzelszene.“

Estragonhuhn in sahniger Tomatensoße

20130426-141536.jpg

Zutaten

450 g Tomaten
7 EL Olivenöl
1 Prise Zucker
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 weiße Zwiebel
3 Schalotten
6 frische Knoblauchzehen
1 Huhn (ca. 1,5 kg, in 8 Stücke zerteilen)
20 g Butter
2 Lorbeerblätter
4 Stängel Estragon
25 ml Estragon-Essig
100 ml Weißwein
150 ml Geflügelfond
1 TL Dijonsenf
1 EL Tomatenmark
250 g Sahne
200 g gleichgroße Steinpilze (oder rosa Champions)
1 TL Zitronensaft

20130426-141648.jpg

Abwandlung von mir: Ich habe keine frischen Tomaten, sondern Dosentomaten verwendet. Statt des Estragon-Essigs habe ich Kräuteressig genommen und einfach einen weiteren Stängel Estragon mitgekocht. Und last but not least habe ich scharfen Senf, statt des Dijonsenfes benutzt. Hintergrund: Ich habe das Essig nirgendwo gefunden und Senf bleibt Senf. Da muss man nicht extra ein weiteres Glas kaufen, wenn bereits eins im Haus ist.

Zubereitung

Zubereitungszeit: 70 Minuten (plus Schmorzeiten),
für 4 Personen.

Tomaten kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser überbrühen, häuten, halbieren, entkernen und grob zerkleinern. 1 EL Olivenöl erhitzen. Tomaten darin mit 1 Prise Zucker, Salz und Pfeffer langsam zu einem Mus einkochen lassen.

Weiße Zwiebel schälen und würfeln. Schalotten schälen. Knoblauchzehen ungeschält etwas andrücken. Das Huhn in 8 Stücke teilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

20130426-141656.jpg

Backofen auf 190 Grad (170 Grad Umluft) vorheizen. Butter und 2 EL Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen. Die Hühnerteile darin von allen Seiten anbraten. Zwiebelwürfel, Knoblauch, Lorbeerblätter und 2 Stängel Estragon zugeben und ebenfalls anbraten. Danach im Backofen auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten schmoren. Nach 10 Minuten den Estragon-Essig darüberträufeln und weiterschmoren.

20130426-141711.jpg

Geflügelteile aus dem Schmortopf heben und warm stellen. 2 EL Olivenöl zum Schmorfond geben. Schalotten hinzufügen und anbraten. Mit Weißwein ablöschen. Geflügelfond dazugießen. Senf und Tomatenmark unterrühren. Alles um die Hälfte einkochen lassen. Das eingekochte Tomatenmus und die Sahne unterrühren. Erneut würzen. Geflügelteile wieder hineingeben und im Ofen auf der mittleren Schiene weitere 15 Minuten schmoren.

20130426-141704.jpg

Pilze mit Zitronensaft beträufeln, würzen und im restlichen Olivenöl (2 EL) etwa 4 Minuten braten. Pilze etwa 5 Minuten vor Ende der Garzeit zum Huhn geben und mitschmoren. Estragonblättchen von den übrigen Stängeln zupfen und fein schneiden. Huhn aus dem Ofen nehmen, erneut abschmecken und mit Estragonblättchen bestreut servieren. Dazu passt Baguette.

20130426-141720.jpg

Das Kochbuch

Mälzer & Witzigmann: zwei Köche – ein Buch
gebundene Ausgabe, 19 Euro.

Für Vegetarier geeignet

Es finden sich durchaus vegetarische Gerichte in diesem Buch. Allerdings wird bei vielen Rezepten Schinken oder Speck als Geschmacksträger verwendet, deshalb würde ich dieses Buch nur als geringfügig geeignet einstufen. Aber seien wir ehrlich, bei den beiden Namen fällt dieses Buch schon in die Kategorie: nice to have. Daraus muss man gar nicht unbedingt kochen, sondern es ist schön, es dekorativ zu besitzen.

Größe der Portion

Optimal, würde ich sagen. Der Mann und ich haben insgesamt zweimal von dem Hühnchen essen können, was umgerechnet dann vier Portionen bedeutet.

Optik

Das Hardcover ist mit angerautem Papier gefüllt, auf dem sich auf jeder Doppelseite ein Rezept, plus fast überall ein separater Kochtipp und ein überdimensionales Bild befindet. Dieses rauhe Papier ist schön griffig und wenn das Buch beim Kochen in der Küche liegt, lässt es sich prima abwischen, ohne zurückbleibende Spuren. Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Einleitung zum jeweiligen Thema.

Kapitel

  • Salate
  • Eier
  • Suppen und Eintöpfe
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Ofengerichte
  • Fleisch
  • Gemüse
  • Geflügel
  • Desserts
  • Beilagen
  • Register

Verständlichkeit und Schwierigkeitsgrad

Die Rezepte sind verständlich geschrieben. Die kurzen Sätze ermöglichen ein step by step kochen, was sicherlich an dieser Stelle auch so gedacht ist.

Wie bereits erwähnt, habe ich geringfügige Änderungen am Rezept vorgenommen, war an der Stelle, wo die Schalotten in die Form sollen, aber doch etwas erstaunt, da ich dieses bereits mit den anderen Zwiebeln in die Form geworfen hatte. Schalotten laufen bei mir unter dem Begriff Zwiebeln, deshalb war ich da kurzzeitig verwirrt.

Besonderheit

Ein Kochbuch vom Jahrhundertkoch und dem Küchenbullen zusammen herausgegeben. Ich denke, dass sollte Besonderheit genug sein! Die Rezepte sind absolut bunt durchmischt und ich kann definitiv nicht zuordnen, welcher Koch welches Rezept beigesteuert hat.

Was ich schon daraus gekocht habe

Nichts. Beim Durchblättern habe ich aber ganz fleißig gelbe Post its auf einzelne Seiten verteilt. Ich bin positiv gestimmt, dass ich noch einmal etwas aus diesem Buch kochen werde.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht

20130426-141745.jpg

War sehr lecker, keine Frage. Aber das Hühnchen aus meinem Ofen hatte mit dem Hühnchen auf dem Bild im Buch nur wenig zu tun. Die Soße war viel dunkler. Das allein macht ja nichts, aber durch die dreimalige Zugabe von Olivenöl und dem Fett, was aus dem Hühnchen beim Garen rauskommt, stand am Ende etwa 1 cm hoch das Fett über der Tomaten-Sahne im Bräter. Das war nicht ganz so gelungen. Wenn ich dieses Gericht noch einmal zubereite, dann wird die Soße vor dem Servieren definitiv vom Öl getrennt.

Kochmützen

Nun kommt derTeil, wo die liebe Sandra immer ihre Kochmützen-Wertung bekannt gibt. Diese Mützen stehen mir leider nicht zur Verfügung, deshalb: Tatatatatataaaaaa… Trommelwirbel … Tusch … Trotz der Ölschicht gibt es vier Kochmützen von mir, da das Fleisch traumhaft zart und richtig schön saftig war.

Fazit

Mmmmmhhhh. Köstlich. Vorzüglich.
Mehr habe ich jetzt nicht mehr zu schreiben …

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)