Bäckerei Förster: Wo der Genuss zu Hause ist

Am letzten Freitag hatte ich gemeinsam mit Sandra und Anne die Ehre, in der Bäckerei Gebr. Förster mich quer durch das weihnachtliche Angebot von Plätzchen, Stollen und Co. durchprobieren zu dürfen.

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Die Försters sind seit über 125 Jahren ein Familienbetrieb und bieten heute an drei Standorten in Essen ihre Köstlichkeiten an. Ein kurzer Blick auf die Webseite verriet mir, dass Der Feinschmecker bereits zweimal den Betrieb ausgezeichnet hat. Der Familienbetrieb darf sich zu den besten Bäckereien in Deutschland zählen! Voller Vorfreude habe ich mich also gemeinsam mit den Mädels auf den Weg in die dritte Köstlichkeitenzentrale nach Heisingen begeben.

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Schon beim Eintreten in die Bäckerei werden wir von allerlei Leckereien hinter dem Glastresen angelacht. Jutta, die Ehefrau des Inhabers Christian, begrüßt uns sehr freundlich. Sie bietet uns zum Start erst einmal ein Getränk an. Die Mädels entscheiden sich für eine Schokolade, welche sich im Laufe des Probierens als nicht ganz so perfekte Wahl herausstellte. Irgendwann erreicht man schlicht den Schoki-Overload. Ich entscheide mich für einen Latte Macchiato.

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Kurz nach den Getränken werden meine Augen immer größer, als uns die zu verkostenden Teller und Platten erreichen.

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Spekulatius, Butterkekse, Spritzgebäck, Zimtsterne, Berliner Brot – da freut sich das Auge auf den Genuss!

Da ist zum einen der Vollkornstollen, der um die halbe Welt geschickt wird, der es mir angetan hat. Er enthält Rumrosinen und Mandeln und einen leckeren Marzipankern.

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Vollkornstollen

Der hat mir so gut geschmeckt, dass ich mir für zu Hause auch noch eine Portion mitgenommen habe. Offiziell wollte ich den Mann damit beglücken, aber ich habe ihn kurzerhand allein aufgegessen. Manchmal klappt das mit dem Teilen eben nicht so gut.

Toll gefallen haben mir auch die Domino-Wacker-Steine, wie sie uns Jutta vorgestellt hat.

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Dominostein

Feinste Zartbitterschoki umhüllt hier bissfesten Teig, Marzipan und dazwischen selbstgemachte Marmelade aus unter anderem Brombeeren und Himbeeren. Beim Probieren habe ich ja auf Kirschmarmelade getippt, aber wie ich später erfahren habe, lag ich da ziemlich falsch.

Alle Weihnachtsgebäcke werden nach alten Familienrezepten gebacken. Einiges ist an die moderne Zeit angepasst worden, wie etwa der Vollkornstollen. Christian erzählte uns, dass aufgrund von vielen Haselnussallergien er mittlerweile ganze Mandeln verbackt. Schmeckt super! Ich würde sagen, die Tüftelei hat sich gelohnt.

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Champagnertrüffel

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Berliner Brot

Auch gut gefallen hat mir das Dinkel-Spritzgebäck. Dieses ist das ganze Jahr im Angebot und wird wöchentlich zweimal frisch gebacken. In der Weihnachtszeit allerdings weit häufiger. Das Gebäck ist knackig und lässt sich prima in mundgerechte Stücke brechen. Im Mund entwickelt sich schnell eine gewisse Schmelzigkeit (das Wort gibt es glaub ich nicht, aber es trifft den Nagel auf den Kopf) und am Ende schmeckt man eine gewisse Zitronennote. Lecker!

Auch Baumkuchen stand zur Verkostung bereit. Ich liebe Baumkuchen. Knackige Schokolade außen, viele weiche, gebackene Teigschichten im Inneren.

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Baumkuchen

Baumkuchen ist ja für mich die Königsklasse der Kuchen. Allerdings ist mir die Zartbitterschokolade bei diesem Baumkuchen ein bisschen zu dominant gewesen. Ich kann nicht 100% sagen, ob ich zu diesem Zeitpunkt vielleicht einfach schon zuviel Schokolade intus hatte oder ich schlicht bisher immer nur Baumkuchen mit Vollmilchschokolade außen herum gegessen habe. Alles in allem war mir das Baumkuchenstück ein bisschen zu viel. Das sollte ich bei Gelegenheit noch einmal probieren, aber dann ohne vorher ganz viel andere Schoki verspeist zu haben.

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Als ganz wunderbar habe ich den Nugatstollen empfunden. Der ist komplett ohne Rosinen oder Marzipan und für alle geeignet, die eben genau diese Zutaten bei einem Stollen nicht mögen. Hierbei handelt es sich um ein neues Rezept, was sich, wenn ich das richtig verstanden habe, noch nicht so lang in der Familienküche befindet.

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Im Laden kann man sich die einzelnen Familienmitgliedern ganz genau ansehen. Der Gründer wacht von der linken Wand über den täglichen Betrieb. Ganz in der Nähe zeugt das Familienwappen mit der obligatorischen Brezel in der Mitte von einer langen Bäckertradition.

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Wandert der Blick noch ein Bild weiter, gelangt man wieder in die Gegenwart zurück. Dort ist die Familie gemeinsam abgebildet und lächelt in die Kamera.

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Die Försters

Die nächste Generation ist bereits in den Familienbetrieb eingestiegen. Die Bäcker und Konditoren der Familie Förster werden die Essener hoffentlich noch viele, viele Jahre mit den Köstlichkeiten nach alter Familientradition verwöhnen.

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Schoko-Nuss-Marzipan-Rührkuchen

Der Haushalt ist um eine neue Maschine reicher. Der Mann und ich haben uns eine Küchenmaschine zugelegt. Um genauer zu sein, wir besitzen nun eine Ankarsrum Küchenmaschine.

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Die kommt aus Schweden und hieß früher Assistent. Der Unterschied zu KitchenAid und Co: Hier dreht sich der Topf und Teig kann nicht an den Rührstäben ins Gehäuse wandern.

Ich bin total begeistert von dem Teil und könnte jeden Tag Kuchen oder Brot backen, weil ich das Ding so super finde. Natürlich geht das nicht, denn sonst kann ich mich nur noch kugelig durch die Welt bewegen …

Durch das unglaublich vielfältige Zubehör, wird so ziemlich alles, was man backen, kochen, schreddern, mixen, schlagen, wolfen oder auspressen kann, zum Kinderspiel. Ich habe bei weitem noch nicht alles ausprobiert, aber bisher habe ich großen Spaß mit der neuen Küchenmaschine.

Das heutige Rezept habe ich frei nach Gusto zusammengestellt.

Schoko-Nuss-Marzipan-Rührkuchen

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Zutaten

145 g Butter
145 g Zucker
5 Eier
1 Vanillezucker
250 g Marzipan
etwas Milch
1 Päckchen Backpulver
250 g Mehl
150 g gemahlene Mandeln
100 g Haselnuss-Kerne
5 EL Kaffee
5 EL Zartbitter-Schokocreme

Zubereitung

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Backofen auf 165 Grad Umluft vorheizen.
Das Marzipan mit einem Schluck Milch etwa 2 Minuten in der Mikrowelle erwährmen. Zwischendurch immer mal schauen, ob das Marzipan warm genug ist und die Milch nicht überkocht. Schließlich das Marzipan zu einer Masse verrühren und beiseite stellen, damit sie abkühlen kann.

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Butter und Zucker mit einem Rührgerät schaumig rühren. Eier und Vanillezucker hinzufügen. Mehl abwiegen, mit dem Backpulver mischen und nach und nach mit zur Eier-Butter-Masse hinzufügen.

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Die gemahlenen Mandeln und die Haselnüsse mit in die Schüssel geben und unterrühren. Wenn der Teig zu trocken ist, den Kaffee hinzufügen, bis eine glatte Teigmasse entsteht. Am Schluss die Marzipan-Masse einrühren und aus einem Glas Zartbitter-Schokocreme 5 EL mit an den Teig geben.

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen (damit der Kuchen nach dem Backen sich gut aus der Form lösen lässt) und den fertigen Teig einfüllen.

Bei 165 Grad Umluft etwa 65 Minuten backen.

Am Ende der Backzeit mit einem Zahnstocher prüfen, ob der Teig komplett ausgebacken ist. Dafür den Zahnstocher in den Kuchen pieken, wenn noch feuchter Teig am Zahnstocher hängen bleibt, braucht der Kuchen noch ein paar Minuten länger im Ofen.

Das Gericht is(s)t …

… sehr gut geworden. Der Kuchen ist herrlich saftig und hat biss. Der Biss entsteht durch die Haselnussscheiben. Da gibt es ordentlich was zu kauen. Und Schoko geht sowieso immer!

Beim nächsten Mal würde ich allerdings das Marzipan weglassen, denn das schmeckt man durch die Zartbitter-Schoko gar nicht mehr. Probieren geht über studieren. Und Ausprobieren werde ich in den nächsten Wochen noch ganz viel.

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Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Wie sollte es auch anders sein? Habe ich selbstverständlich bei den Lieblingen einsortiert. Den Kuchen backe ich auf jeden Fall nochmal. Auch der Mann ist sehr angetan und so essen wir jetzt fast jeden Tag ein Stückchen zum Nachtisch oder auch mal einfach so zwischendurch.

Haselnusskuchen mit Nugat

Ich will Kuchen backen. Ich will einen tollen Kuchen backen, denn schließlich sind der Mann und ich auf einer Feier eingeladen, wo ich einen Kuchen mitbringen darf. So in etwa waren meine Gedanken am Wochenende, während ich mich auf die Rezeptsuche begeben habe.

Diesmal sollte es ein Rezept sein, was ich beim Rezepte-Montag veröffentlichen kann, sprich, es musste eine neue Kreation her und außerdem wollte ich gern einmal aus einem Backbuch etwas backen.

Also ab zum Kochbuchregal und erstmal schauen, ob ich überhaupt ein Backbuch besitze. Volltreffer. Sogar zwei Bücher, die sich ausschließlich mit dem Thema Backen auseinandersetzen. Im ersten Buch bin ich nicht fündig geworden. Da sind zwar wirklich nette Rezepte drin gewesen, aber vieles war mir ganz einfach zu kompliziert.

Ich habe einen Kuchen mit Aha-Effekt gesucht, der aber nicht allzuviel Arbeit macht. Fündig geworden bin ich in

Die schönsten Backrezepte.
Dieses Sonderausgabe ist nur noch antiquarisch erhältlich und verfügt über einen Sonderteil mit Köstlichkeiten rund um die Weihnachtsbäckerei.

Haselnusskuchen mit Nugat

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Zutaten

6 Eier
160 g Zucker
2 Prisen Salz
2 Päckchen Vanillezucker
200 g Butter
100 g Crème fraîche
400 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
200 g Marzipan Rohmasse
3 EL Milch
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g gehackte Haselnüsse

150 g Nugat
100 g Haselnussblättchen

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Zubereitung

Die Marzipan Rohmasse mit der Milch etwa 1 Minute in der Mikrowelle (800 Watt) erwärmen. Das warme Marzipan lässt sich zusammen mit der Milch zu einer flüssigen Masse verarbeiten, die sich so später einfacher unter den Teig heben lässt. Das Marzipan erstmal Beiseite stellen.

Den Backofen auf 165 Grad (Umluft) vorheizen.

In einer Schüssel Butter, Vanillezucker und Zucker mit einem Mixer schaumig schlagen und nach und nach die Eier unterrühren. Wenn der Teig kleine Bläschen aufweist, die Crème fraîche unterrühren.
Mehl abwiegen, mit dem Backpulver mischen und unter die Butter-Ei-Masse rühren.
Nun das abgekühlte Marzipan in den Teig rühren und ebenso die gemahlenen und gehackten Haselnüsse.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen (Ich habe ein etwas kleineres Blech genommen, dadurch wurde der Kuchen ein bisschen dicker.) und den fertigen Teig gleichmäßig verteilen.
Zuletzt das Nugat auf die Teigmasse bröseln und ein wenig in den Teig reindrücken. Ganz am Schluss noch die Haselnussblättchen auf der Masse verteilen – fertig.

Bei 165 Grad (Umluft) etwa 30 Minuten backen.

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Das Gericht is(s)t …

… mal ein etwas netterer Rührkuchen. Sonst backe ich mit relativ wenig Aufwand und Zutaten einen Kuchen. Diesmal wollte ich aber unbedingt aus einem meiner Backbücher etwas backen. Die Wahl viel auf den Haselnusskuchen mit Nugat.

Als ich die Eier in die Schüssel gegeben habe, habe ich nicht schlecht gestaunt, denn alle sechs Eier hatten zwei Eigelbe. Beim ersten Ei habe ich noch an einen Zufall geglaubt, aber nach dem letzten Ei aus der Bio-Eier-Packung kann ich mir das irgendwie nicht mehr vorstellen.

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Aber zurück zum fertigen Kuchen. Alle Testesser sind begeistert gewesen, denn der Kuchen sah einfach nur nach einer Nussbombe aus, ist aber durch das Marzipan und die Crème fraîche schön saftig geblieben.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Diesen Kuchen backe ich auf jeden Fall wieder, obwohl er ein wenig mehr Arbeit und Zutaten benötigt. Ich habe das ursprüngliche Rezept ein wenig nach meinen Wünschen angepasst, denn im Original sollten 300 g ganze Haselnusskerne verwendet werden.

In meiner Vorstellung habe ich mich schon auf ganz vielen Kernen rumbeißen sehen und fand das nicht so nett. Deshalb habe ich die ganzen Kerne gegen gemahlene und gehackte Haselnüsse aufgetauscht, was eine super Sache gewesen ist.

Außerdem habe ich einen zusätzlichen Arbeitsschritt, das Anrösten der Haselnüsse, gespart.

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Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht ;-)

Versunkener Apfelkuchen mit Kindheitserinnerungen

Kuchen geht immer. Morgens, mittags, nachmittags, abends – ich esse Kuchen für mein Leben gern. Einziger Nachteil, die süßen Stückchen setzen sich direkt auf den Hüften ab. Da man aber dagegen etwas tun kann, hier Dings … ach ja Sport heißt das.

Heute berichte ich über den Kuchen, den ich als allerersten Kuchen in meinem Leben selbst gebacken habe und auch heute noch gern backe: versunkener Apfelkuchen.

Als Kind fand ich Backen immer toll. Ich durfte nicht nur die Schüssel und die Mixstäbe ablecken, nein, ich durfte meiner Ma auch fleißig helfen. Da standen so Aufgaben an, wie Butter und Zucker in die Rührschüssel geben, die meine Ma vorher abgewogen hatte und dann den Mixer anstellen.

Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, wie man Eier in eine Schüssel aufschlägt, ohne dass die halbe Schale mit reinfällt, wie man Eier trennt und vieles mehr. An dieser Stelle ein Hoch auf meine Ma, die mich ganz erfolgreich zur Küchenfee angelernt hat.

Der versunkene Apfelkuchen ist schließlich ist zu meinem ersten Meisterstück geworden. So habe ich den auf jeden Fall in Erinnerung behalten. Das Rezept ist auf einer Karte abgedruckt gewesen, die direkt in die gute Krupps Küchenwaage hinter dem Wagenanzeiger reingesteckt wurde. So musste ich nicht wissen, wieviel 100 g wirklich sind, sondern habe den Zucker bis zum Strich x in die Waagschale eingefüllt und fertig. Das ist eine echt gute Erfindung gewesen.

Nun aber zum Rezept.

Versunkener Apfelkuchen

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Zutaten

125 g Butter
125 g Zucker
3 Eier
1 Zitrone oder Zitronenaroma
200 g Mehl
2 gestrichene TL Backpulver
3 EL Milch
750 g feste Äpfel
Puderzucker

Zubereitung

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Zucker und Butter schaumig rühren. Eier und Zitrone hinzufügen und weiter rühren.
Mehl und Backpulver mischen und nach und nach mit den anderen Zutaten zu einem Teig verrühren. Milch hinzugeben und nochmal ordentlich rühren.
Teig in eine runde Springform geben.

Äpfel schälen und vierteln, jedes Apfelstück längs mit der Gabel einritzen und dicht nebeneinander auf den Teig legen ODER
Apfelviertel in schmale Streifen schneiden und auf dem Teig dicht nebeneinander kreisförmig auslegen.

Bei 160 Grad Umluft etwa 40 Minuten backen. Immer mal schauen, wie der Kuchen aussieht, eventuell verkürzt sich auch die Backzeit.

Kuchen abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren.

Das Gericht is(s)t …

Nicht ohne Grund mein Lieblingskuchen, denn man kann dieses Rezept ganz wunderbar abwandeln. Im Teig dürfen auch Birnen, Pfirsiche oder Aprikosen versinken.

Mit einer ordentlichen Portion Kakako, Schokosplittern und Sauerkirschen wird daraus meine geliebte Schokobombe. Gut passen auch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse. Da muss man nur schauen, dass genug Flüssigkeit mit in die Schüssel gegeben wird.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Liebling, ganz klar. Ich hatte den Kuchen für den Mann zum Mitnehmen an die Arbeit gebacken und das Basisrezept noch um ein Päckchen Vanillezucker und ein Fläschen Vanillearoma erweitert. Allerdings hat der Kuchen das Haus nie verlassen, da a) zuviele Kollegen im Urlaub sind und b) der Mann sagte: „Den Kuchen kann ich nicht mit an die Arbeit nehmen, der ist viel zu lecker. “ Teilen wollte er an der Stelle nicht.

Überreife Bananen können was!

Was tun, wenn man Bananen gekauft hat und irgendwie nicht dazu gekommen ist, sie zu essen, als sie noch richtig kräftig gelb waren? Wenn die Bananen aufgrund von langer Lagerung ihr sattes Gelb gegen dunkles Gelb mit mächtig vielen braunen Punkten getauscht haben? Und die gesamte Küche zu allem Überfluss betörend nach überreifen Bananen duftet?

Richtig, die Bananen sollten schleunigst gegessen werden!

Das Problem: Überreife Bananen finde ich gar nicht toll. Wenn die Dinger schön Gelb sind und keine sichtbaren Druckstellen haben, dann esse ich ab und an mal eine.

Generell habe ich leider immer wieder das Problem, dass Obst sehr lang in der Küche liegt, weil ich einfach kein guter Obstesser bin. Ich stehe mehr auf Gemüse.
Leider begehe ich immer wieder den Fehler beim Einkaufen Lust auf Obst zu haben, tja und dann ist es schneller gekauft, als man gucken kann. Nur das tatsächliche Verbrauchen gestaltet sich anschließend oft schwierig.

Da lagen nun die Bananen im Obstkorb und verströmten ihren betörenden Duft. Dass sie nicht „Iss mich!“ gerufen haben, war auch alles. Zur Auswahl für die Verarbeitung stand eine Bananenmilch, gebackene Banane mit Honig oder irgendwie verbacken.

Ich habe mich für letztere Variante entschieden, da mir die anderen Optionen einfach nicht so gut gefallen haben. Wobei ich sagen muss, dass ich Bananenkuchen eigentlich nicht mag. Aber nachdem ich den folgenden Kuchen ausprübiert habe, kann ich sagen: „Ich mag Bananen-Mandel-Kuchen! Der ist wunderbar saftig und gleichzeitig auch noch fluffig!“

Bananen-Mandel-Kuchen

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Zutaten
250 g Margarine
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
200 g gemahlene Mandeln
4 Bananen
Fett für die Form

Zubereitung
Den Ofen auf 160 Grad, Umluft, vorheizen.

Die Bananen schälen und in eine Schüssel geben. Ich puhle auch immer die kleinen Streifen von der Banane ab, die beim Abziehen der Schale hängenbleiben. Jetzt machen die Bananen Bekanntschaft mit dem Standmixer. So entsteht ein fein pürierter Bananenbrei.

In einer anderen Schüssel die Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier zugeben und weitere Minuten rühren, bis sich Blasen im Teig bilden.
Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und langsam unter die Eier-Zucker-Masse rühren.
Die Bananenmasse und die gemahlenen Mandeln unter den Teig mischen.

Als nächstes eine Kuchenform einfetten. Das kann eine Springform sein, eine Kastenform oder eben auch ein kleines Blech, das ich verwendet habe. Den fertigen Teig in die Kuchenform einfüllen.

Im vorgeheizten Backofen braucht der Kuchen in einer Kasten- oder Springform etwa 50 Minuten auf der mittleren Schiene. In einem kleinen Blech dauert es etwa 30 Minuten.

Nach dem Backen den Kuchen abkühlen lassen. Schließlich kann der Kuchen noch mit Puderzucker bestäubt werden, muss aber nicht sein, finde ich.

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Das ursprüngliche Rezept findet sich hier.

Schmandkuchen mit Mandarinen

Ich habe wieder den Kochlöffel geschwungen. Wobei eigentlich müsste es wohl eher Backlöffel heißen, denn bei einem Kuchen kocht man ja in der Regel nix.

Das Ziel der Backorgie diesmal: Schmandkuchen mit Mandarinen. Man kann ihn in einer Springform backen oder auf einem Backblech, um mehr Stücke zu erhalten. Je nach Region ist diese Leckerei auch als Tassenkuchen bekannt.

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Zutaten
Für den Teig
4 Eier
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Päckchen Backpulver
1 Tasse geschmacksneutrales Öl
2 Tassen Zucker
2 Tassen Mehl
1 Tasse Orangenlimo (Fanta, Sprite Zero geht ebenso, dann wird der Teig nicht ganz so süß.)

Für den Belag
2 Becher süße Sahne
2 Becher Schmand
4 kleine Dosen Mandarinen
2 Päckchen Sahnesteif
2 TL Zucker
Kakaopulver oder Schokoladenraspel oder gehobelte Mandeln

Zubereitung
Die gesamten Zutaten für den Teig werden nach und nach in eine Schüssel gegeben und mit einem Mixer zu einer glatten Masse verrührt.
Wenn im flüssigen Teig kleine Bläschen entstehen, dann die Masse entweder in eine Springform füllen oder auf ein Blech geben. Wichtig: Beides sollte mit Backpapier ausgelegt sein.

Im vorgeheizten Backofen bei 165 Grad (Umluft) auf der mittleren Schiene etwa 20-25 Minuten backen. Am Ende der Backzeit mit einem Zahnstocher prüfen, ob der Teig komplett durchgebacken ist. Den fertigen Kuchen anschließend auskühlen lassen.

Die Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und in einer weiteren Schüssel den Schmand mit dem Zucker gut verrühren. Die Sahne unter die Schmandmasse heben und jetzt noch ein Päckchen Schokoladenraspel mit dazu geben. So erhält man eine Art Stracciatella-Sahne. Der Kuchen schmeckt aber auch ohne Schokoraspel sehr gut.

Mandarinen in einem Sieb abtropfen lassen und auf dem gebackenen Kuchen gleichmäßig verteilen. Und schließlich die Schmandmasse verteilen und gleichmäßig glatt streichen.

Wer mag, kann mit einer Gabel Wellen in die Masse ziehen oder einfach mit weiteren Schokoraspel verzieren. Alternativ kann der Kuchen auch mit Kakao oder Zimt bestäubt werden. Oder man röstet Mandelsplitter in einer Pfanne an und gibt diese über die Schmandmasse.
Den Ideen sind da keine Grenzen gesetzt.

Ich habe in meiner Version eine 60 aus Schokoblumen auf die Schmandmasse gelegt und zur weiteren Verzierung am äußeren Rand mit crispy Schokoperlen noch einen Rahmen erstellt. Den Gästen hat’s geschmeckt.

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Für Schwarzwälder-Kirsch-Flair würde ich Kirschen statt Mandarinen verwenden und den Kuchen am Ende mit Kakao bestäuben. Fürs Auge eignen sich auch perfekt Schokoblumen.

Das Ausgangsrezept findet sich hier.

Käsekuchen ohne trockenen Boden und Rand

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann esse ich wirklich gern Käsekuchen.
Aber der Boden und der hintere Rand aus Mürbeteig hat mich immer gestört. Der Boden ging ja immer noch einigermaßen, aber der hintere Rand war einfach nur trocken und ich habe ihn noch nie gemocht.

Eines schönen Tages hat meine Mama ein Rezept bekommen für Käsekuchen OHNE Boden und Rand. Das war ein wirklicher Freudentag. Natürlich ist dieses Rezept nun auch in meinem Fundus vertreten.

Ich backe diesen Kuchen wirklich gerne, da er extrem einfach ist und am Ende nach viel mehr aussieht und auch schmeckt.

Zutaten
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
125 g Butter
4-5 Eier
1 kg Magerquark
1 Päckchen Vanillepudding
3 EL Grieß

Zubereitung
Eier und Zucker mit dem Mixer schaumig rühren. Die restlichen Zutaten nach und nach hinzufügen, bis eine leichtegelbe Masse entstanden ist.
Die Masse nun in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und bei 165 Grad Umluft etwa 55 Minuten backen.

Für Abwechslung sorgen Mandarinchen. Die werden einfach vor dem Backen auf dem Kuchen verteilt. Alternativ kann der Käsekuchen auch auf einem Blech gebacken werden, dann verkürzt sich die Backzeit entsprechend.

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