Ein Besuch im Dortmunder Zoo

Ein Zoobesuch ist nicht nur mit Kindern sehr schön, wie ich am letzten Wochenende feststellen durfte. Da gibt es auch für die Großen viel zu sehen und zu entdecken. Mein letzter Zoobesuch war in Köln vor etwa anderthalb Jahren mit dem Mann. Da hatten wir Verstärkung durch Neffe und Nichte.

Am letzten Samstag sollte es nun in den Dortmunder Zoo gehen. Hui. Löwen bestaunen, sich vor den Schlangen ein wenig gruseln, auch wenn sie hinter Glas sicher verwahrt sind, Flamingos beobachten und Giraffen gucken – das alles wollte ich gern erleben und bin nicht enttäuscht worden.

Bei schönstem Frühlingswetter haben sich scheinbar ziemlich viele Dortmunder überlegt, dass es mal wieder an der Zeit ist, dem Zoo einen Besuch abzustatten. Meine Wenigkeit und die restlichen Ausflugsteilnehmer haben uns von der Menge mitziehen lassen.

Entdeckt habe ich hinter Glasscheiben im Tropenhaus Frösche, gut getarnte Mini-Tierchen, deren Namen ich vergessen habe und Schlangen.

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Diese total niedliche Pandaart saß im Baum rum und ließ sich vom Pfleger die Bambuszweige anreichen. Einer fällt bei einer Gruppe natürlich immer aus der Reihe. Der Kleine zog es vor, direkt im Eingangsbereich des Geheges auf die Fütterung zu warten.

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Gerade bei den Pandas habe ich mir die Frage gestellt, warum die Jungs nicht einfach türmen, da die Mauer für die Tiere sicher kein Problem darstellen würde.

Bei den träge in der Sonne liegenden Löwen musste ich spontan an Alex, den Löwen aus dem Animationsfilm Madagaskar denken. Die beiden Tiere hatten nur äußerst wenig mit Alex gemein, außer vielleicht dem absoluten Mini-Gehege, das leider nur ganz, ganz wenig Auslauf und Bewegungsfreiheit aus Zuschauersicht bietet.

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Wenn nur äußerst wenig Platz für die Tiere da ist, drängt sich einem der Tierschutzgedanke förmlich auf. Natürlich ist es gut, wenn gefährdete Arten geschützt werden, aber um welchen Preis für die Tiere?

Oje. Das hier sollte eigentlich eine Lalelu-Gute-Laune-Post werden. Deshalb verschiebe ich die Tierschutzfrage spontan nach hinten bzw. darf und sollte dazu jeder eine eigene Meinung haben und sich dementsprechend Gedanken machen.

Mein Herz erfreut hat die Fütterung der Seelöwen und der Nachwuchs im Orang-Utan-Haus. Die Mama hat total süß mit ihrem Baby gespielt und es sofort geschützt, als der große Chef näher kam. Da versteht die Mama keinen Spaß!

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Als sich die Sonne langsam wieder Richtung Horizont bewegt hat, haben wir schließlich die Kamele erreicht.

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Zuvor hatten wir schon die Nashörner passiert …

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… und diese kleinen Zeitgenossen, die ich sehr süß fand.

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Alles in allem ein toller Tag. Ich wollte schon länger mal in den Zoo in Dortmund. Wieder ein Stückchen Ruhrgebiet mehr erkundet.

Verabschieden möchte ich mich heute mit den kindgerechten Hinweisschildern, die überall im Dortmunder Zoo verteilt aufgestellt sind.

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So ein Theater!

Ich hab’s ja nicht so mit dem Theaterspielen. Ich kann mit Fug und Recht von mir behaupten, dass ich ein absoluter Laie bin und von dem, was die Welt des Theaters ausmacht, nicht viel verstehe. Okay, da stehen Menschen auf den Brettern die die Welt bedeuten, bekommen Applaus für ihre gezeigte Leistung und nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt.

In meiner Welt gehört das Theater definitiv nicht zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Meine letzte, gesehene Aufführung ist Urzeiten her und ich bin entsetzt gewesen. Wir haben mit dem Deutschkurs Faust angesehen, sozusagen, als krönenden Abschluss für die Unterrichtseinheit. Allerdings ist das eine neue Interpretation des Stückes gewesen und gipfelte darin, dass der Teufel Gretchen auf der Bühne auf einem Rednerpult gepoppt hat. Musste das wirklich sein? Ich weiß es nicht, aber der Regisseur hatte sich sicher etwas dabei gedacht.

Generell finde ich es immer sehr schwierig, wenn alte Texte in die Neuzeit adaptiert werden. Ich als Historienfreund finde, wenn die Figuren eines Stückes so wunderbar Altdeutsch reden, gehören da auch pompöse Kleider, Männer mit Zylinder und Pferdekutschen dazu. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und letztlich liegt es an mir, ob ich mir neu interpretierte Stücke ansehe oder nicht.

Eigene Theatererfahrungen? Nö.

Die wenigen Berührungspunkte mit den Theatermenschen, wie ich sie liebevoll nenne, beschränken sich auf Schulaufführungen oder Workshop-Vorführungen, in denen die Teilnehmer Impro-Theater gespielt haben. Das habe ich immer als ein wenig merkwürdig empfunden, denn die Theatermenschen sind bei diesen Darstellungen eigentlich nur kreuz und quer durch den Raum gehüpft, gekrochen, gehumpelt, gejapst und was man sich sonst noch vorstellen kann. Für mich stellte sich da immer die Frage: Warum machen die das?

Soviel zu meiner Vorgeschichte.

Wie man sicher an diesen Beispielen sehen kann, habe ich mich nie für Theater, Theaterspielen, Auftreten oder sonstiges interessiert. Das war ganz einfach nicht meine Welt. Bis gestern.

Schnuppertraining in der leere raum

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Gestern bin ich bei einem Probetraining für Improtheater und auch Präsentationstraining zu Gast gewesen in „der leere raum“. Ich habe mich spontan entschieden an dieser Probestunde teilzunehmen, da ich darüber schon einiges von Claudia, der Inhaberin, gehört hatte. Ich bin ein spontaner Mensch, der gern neue Sachen ausprobiert. Der leere raum ist, ich zitiere an dieser Stelle von Claudias Homepage: „studio, bühne, büro und kreativraum. alles in einem.“

Claudia ist Schauspielregisseurin und ihre Leidenschaft gehört der Schauspielerei. Sie unterrichtet Schauspieltraining, systematisches Coaching und außerdem inszeniert sie auch noch Theaterstücke. Wow, das ist definitiv eine Welt, mit der ich bisher so gar nicht in Berührung gekommen bin.

Am Anfang der Stunde haben die teilnehmenden Frauen am Tisch gesessen, sich gegenseitig vorgestellt und sich ein wenig beschnuppert. Die Frage stand im Raum, mit welchen Zielen man zu diesem Training gekommen ist. Ziele? Öhm. Joa. Ich hatte mir keine Gedanken gemacht, was ich von dieser Stunde erwarte und bin ganz blind reingestolpert. Letztlich glaube ich, dass Präsentationstraining niemals schaden kann, sondern immer nur hilfreich ist. Und ich denke, dass ich noch einiges Lernen kann, was die Selbstpräsentation angeht.

Nach der Gesprächsrunde startet das Warm-up auf der schwarze Bodenfläche des leeren raumes. Ein Geschwindigkeitsspiel mit Abklatschen hat Hemmungen genommen, für Spaß gesorgt und uns allen Farbe ins Gesicht getrieben, denn das macht ganz schön warm.

Pantomime kann ich. Meistens jedenfalls.

Weiter ging es mit Pantomime. Jeder hat etwas ohne Worte dargestellt, was ihm spontan eingefallen ist und anschließend an seinen Nachbarn weitergegeben. Das mit den spontanen Einfällen, ist gar nicht so einfach, wie ich feststellen musste. Plötzlich ist bin ich dran, der Kopf ist leer und nun? Richtig, improvisieren.

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Claudia gibt zwischen den einzelnen Stationen des Abends Feedback, wie man Blockaden im Kopf abbauen kann und sich der Schwierigkeit stellen kann, etwas pantomimisch darzustellen.

Erste Gehversuche im Impro-Theater

Die nächste Station des Abends war szenisches Spielen. Zwei weiße Hocker sind auf dem schwarzen Boden aufgestellt worden. Claudia erklärt das Spiel namens „Freeze“. Eine Person sitzt auf dem Hocker, hält irgendwann inne, die zweite Person kommt dazu und spielt gemeinsam mit Person eins die Szene weiter.
Der nächste Teilnehmer klatscht irgendwann in die Hände, ruft „Freeze“ und die beiden Personen auf den Stühlen halten in ihrer Position inne. Person eins wird vom Freeze-Rufer abgelöst und es geht mit einer ganz anderen Szene weiter.

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Eieieieieieieieieiei, da hab ich vielleicht zwischendurch gelacht. Es ist wirklich total großartig zu sehen, wie lustig Alltagssituationen sein können.

Nach diesem Spiel gibt es noch eine Feedbackrunde und ich lerne, dass das, was wir in der letzten Stunde gemacht haben, bereits Impro-Theater war. Wow. Das war ja gar nicht so schwer und hat gar nicht weg getan.

Mit einem Lächeln auf den Lippen verlasse ich an diesem Abend den leeren raum. Es war anders. Es war körperlich anstrengend. Es war lustig. Ich hatte einen schönen Abend!

Wer mitmachen möchte, alle Infos gibt’s hier.

der leere raum
Claudia Maurer
Regisseurin für Schauspiel, Dipl. Designerin FH
Frankenstr. 215
45134 Essen

Dem Pott sein Gesetz

Der Karneval ist seit gestern vorbei. Nun heißt es sich wieder auf die Dinge zu besinnen, die in der näheren Umgebung zu finden sind.

Und da liegt es in meinem Fall nahe, dass ich mich im schönen Ruhrgebiet ein wenig umschaue. Und siehe da, nicht nur Köln hat ein ganz eigenwilliges Grundgesetz, sondern auch der Pott. Und da ich mich nicht nur allein damit amüsieren will, teile ich heute dieses Gesetz mit der werten Leserschaft.

Dem Pott sein Gesetz

§ 1 Dat Schönste am Wein ist dat Pilsken danach

§ 2 Wat muss, dat muss

§ 3 In die Kürze liecht die Würze

§ 4 Mach imma Butter bei die Fische

§ 5 Wennsse lecker essen wills, geh bei dir Omma oder anne Bude

§ 6 Wat wech is, is wech

§ 7 Dat kommt wie dat kommt

§ 8 Da machsse nix

§ 9 Wennsse nich mehr kanns, machn Deckel

§ 10 Wenn einer aus Bottrop is, hälsse dich stickum

§ 11 Wenn Schalke un Borussia im Pott is, tusse nich umrührn

Wer sich jeden Morgen über diese 11 Paragraphen freuen möchte, der kann sich auch ein Brettchen bestellen. Das finde ich eine super Sache!

Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Produkt geführt wird und nicht erst lang suchen muss. Und eines schönen Tages werde ich reich sein! Hihi. An dieser Stelle ein Dank an die Leserschaft ;)

Schlager? Och nö, ohne mich!

Ich war auf einer Schlagerparty am vergangenen Wochenende.
Schlager? Oje. Ach du Sch***. Ach du liebe Zeit. So in etwa ist normalerweise meine Reaktion auf diese Sorte von Musik, okay, außer an Karneval, aber in der fünften Jahreszeit ist eh einiges anders.

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Um genauer zu sein, ich war eine der 1550 Gäste bei der Hammer Schlagernacht. Wie es dazu kommen konnte? Ganz einfach: Man gebe mir zwei Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und anschließend bin ich für jeden Spaß zu haben. Und da ich ein Mensch bin, der zu seinem Wort steht, gab es an der Stelle auch kein zurück mehr.

Schlager also. Ich habe den Buddy – „Und ich sag: Eeeeeeeeey, ab in den Süden … “ – singen gehört. Ja, der kann singen.

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Ihm folgte auf der Bühne der mir unbekannte Nico Gemba. In einem erwähnenswerten 90er-Jahre Outfit mit zerrissener Jeans und einem Glitzerhemd. Nun ja, wem’s gefällt … Wirklich schön gesungen hat der Nico meiner bescheidenen Meinung nach nicht, aber mit einem Zickezackezickezackehoihoihoi kann das Publikum den ganzen Abend über bei Laune gehalten werden. Vielleicht muss das so, das weiß ich nicht.

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Nach der nächsten Umbaupause – die wurden extra im Vorfeld angekündigt und bestanden lediglich daraus, den Mikrophonständer an eine andere Stelle zu rücken oder ihn auch mal auszutauschen – kam die Kölsche Stimmungskanone Willi Herren. Den guten Mann kennt man aus dem letzten Dschungelcamp. Oder war es sogar das Vorletzte? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall kam der Willi in einem Köln-Outfit auf die Bühne, da er direkt von einer Karnevalsveranstaltung nach Hamm geeilt war. Außerdem hatte er seinen Papa im Schlepptau, warum auch immer.

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Was soll ich sagen? Die kölsche Frohnatur hat das Haus gerockt. Die Stimmung in der Halle war auf dem Siedepunkt, als alle zusammen das Lied der Schlümpfe gesungen haben. Ich kann mich da nicht ausschließen, denn Karneval mag ich. Und der Auftritt vom Willi hatte etwas von einer Jecken-Veranstaltung.

Aber jeder stimmungsvolle Auftritt kommt irgendwann zu einem Ende und es folgte, na klar, die Umbaupause.

Als vorletzter Künstler des Abends stürmte Antonia aus Tirol schließlich auf die Bühne. Sie hatte es, meiner Ansicht nach, relativ schwer wieder Stimmung in die Halle zu bringen.
Gründe? Eine wirklich sehr lange Umbaupause, die zwar mit Musik vom Band überbrückt wurde, aber lang ist nunmal lang. Außerdem waren bis zum Auftitt von der Antonia schon etwa 3,5 Stunden Schlagerparty im Gange und so langsam wurde der Abend für Beine und Füße anstrengend.

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Jaaaa, 3,5 Stunden waren schon vergangen. Mensch, die Zeit rennt aber auch immer, wenn man sich amüsiert …

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Der letzte Auftritt dieser denkwürdigen Veranstaltung wurde von niemandem anderen als dem König persönlich bestritten. Jürgen Drews live on stage! Wow. Wohoooo. Das dachte sich wohl auch eine der anwesenden Damen und stürmte auf die Bühne. Sie steuerte zielstrebig auf den König zu und fing direkt an, ihn auszuziehen. Ich und meine Mitstreiterinnen haben nicht schlecht geguckt. Gibt’s doch nicht!

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Zu Anfang gab es von Herrn Drews den Klassiker „Ein Bett im Kornfeld“. Dann gab er die harsche Anweisung ins Mikro: „Musik lauter, Mikro leiser“ und war sehr darum bemüht diese Frau auf der Bühne auf Abstand zu halten, da er nicht ausgezogen werden wollte. Die Folge der ersten Anweisung: klingelnde Ohren und man hat vom eigentlichen Lied absolut nix mehr verstanden. Aber das muss vielleicht auch so sein. Schließlich ist er der König.

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Mit weiteren Liedern wie „Ich bau dir ein Schloss“ oder „Wieder alles im Griff“ bis zum Les-Humphries-Klassiker „Mama Loo“ erfreute der Jürgen seine Fans. Außerdem gab er den Gewinner des Dschungelkamps bekannt und erzählte dazu, dass er am Sonntag einen lebendigen Regenwurm essen müsste, weil er auf den falschen Sieger gesetzt hat.

Der Jürgen, so isser. Und ausgezogen hat er sich schließlich doch noch. Ein wenig. Immerhin soviel, dass man den Kummerbund sehen konnte.

Bleibt nur noch zu sagen: Zickezackezickezackehoihoihoi.