Bäckerei Förster: Wo der Genuss zu Hause ist

Am letzten Freitag hatte ich gemeinsam mit Sandra und Anne die Ehre, in der Bäckerei Gebr. Förster mich quer durch das weihnachtliche Angebot von Plätzchen, Stollen und Co. durchprobieren zu dürfen.

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Die Försters sind seit über 125 Jahren ein Familienbetrieb und bieten heute an drei Standorten in Essen ihre Köstlichkeiten an. Ein kurzer Blick auf die Webseite verriet mir, dass Der Feinschmecker bereits zweimal den Betrieb ausgezeichnet hat. Der Familienbetrieb darf sich zu den besten Bäckereien in Deutschland zählen! Voller Vorfreude habe ich mich also gemeinsam mit den Mädels auf den Weg in die dritte Köstlichkeitenzentrale nach Heisingen begeben.

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Schon beim Eintreten in die Bäckerei werden wir von allerlei Leckereien hinter dem Glastresen angelacht. Jutta, die Ehefrau des Inhabers Christian, begrüßt uns sehr freundlich. Sie bietet uns zum Start erst einmal ein Getränk an. Die Mädels entscheiden sich für eine Schokolade, welche sich im Laufe des Probierens als nicht ganz so perfekte Wahl herausstellte. Irgendwann erreicht man schlicht den Schoki-Overload. Ich entscheide mich für einen Latte Macchiato.

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Kurz nach den Getränken werden meine Augen immer größer, als uns die zu verkostenden Teller und Platten erreichen.

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Spekulatius, Butterkekse, Spritzgebäck, Zimtsterne, Berliner Brot – da freut sich das Auge auf den Genuss!

Da ist zum einen der Vollkornstollen, der um die halbe Welt geschickt wird, der es mir angetan hat. Er enthält Rumrosinen und Mandeln und einen leckeren Marzipankern.

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Vollkornstollen

Der hat mir so gut geschmeckt, dass ich mir für zu Hause auch noch eine Portion mitgenommen habe. Offiziell wollte ich den Mann damit beglücken, aber ich habe ihn kurzerhand allein aufgegessen. Manchmal klappt das mit dem Teilen eben nicht so gut.

Toll gefallen haben mir auch die Domino-Wacker-Steine, wie sie uns Jutta vorgestellt hat.

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Dominostein

Feinste Zartbitterschoki umhüllt hier bissfesten Teig, Marzipan und dazwischen selbstgemachte Marmelade aus unter anderem Brombeeren und Himbeeren. Beim Probieren habe ich ja auf Kirschmarmelade getippt, aber wie ich später erfahren habe, lag ich da ziemlich falsch.

Alle Weihnachtsgebäcke werden nach alten Familienrezepten gebacken. Einiges ist an die moderne Zeit angepasst worden, wie etwa der Vollkornstollen. Christian erzählte uns, dass aufgrund von vielen Haselnussallergien er mittlerweile ganze Mandeln verbackt. Schmeckt super! Ich würde sagen, die Tüftelei hat sich gelohnt.

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Champagnertrüffel

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Berliner Brot

Auch gut gefallen hat mir das Dinkel-Spritzgebäck. Dieses ist das ganze Jahr im Angebot und wird wöchentlich zweimal frisch gebacken. In der Weihnachtszeit allerdings weit häufiger. Das Gebäck ist knackig und lässt sich prima in mundgerechte Stücke brechen. Im Mund entwickelt sich schnell eine gewisse Schmelzigkeit (das Wort gibt es glaub ich nicht, aber es trifft den Nagel auf den Kopf) und am Ende schmeckt man eine gewisse Zitronennote. Lecker!

Auch Baumkuchen stand zur Verkostung bereit. Ich liebe Baumkuchen. Knackige Schokolade außen, viele weiche, gebackene Teigschichten im Inneren.

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Baumkuchen

Baumkuchen ist ja für mich die Königsklasse der Kuchen. Allerdings ist mir die Zartbitterschokolade bei diesem Baumkuchen ein bisschen zu dominant gewesen. Ich kann nicht 100% sagen, ob ich zu diesem Zeitpunkt vielleicht einfach schon zuviel Schokolade intus hatte oder ich schlicht bisher immer nur Baumkuchen mit Vollmilchschokolade außen herum gegessen habe. Alles in allem war mir das Baumkuchenstück ein bisschen zu viel. Das sollte ich bei Gelegenheit noch einmal probieren, aber dann ohne vorher ganz viel andere Schoki verspeist zu haben.

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Als ganz wunderbar habe ich den Nugatstollen empfunden. Der ist komplett ohne Rosinen oder Marzipan und für alle geeignet, die eben genau diese Zutaten bei einem Stollen nicht mögen. Hierbei handelt es sich um ein neues Rezept, was sich, wenn ich das richtig verstanden habe, noch nicht so lang in der Familienküche befindet.

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Im Laden kann man sich die einzelnen Familienmitgliedern ganz genau ansehen. Der Gründer wacht von der linken Wand über den täglichen Betrieb. Ganz in der Nähe zeugt das Familienwappen mit der obligatorischen Brezel in der Mitte von einer langen Bäckertradition.

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Wandert der Blick noch ein Bild weiter, gelangt man wieder in die Gegenwart zurück. Dort ist die Familie gemeinsam abgebildet und lächelt in die Kamera.

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Die Försters

Die nächste Generation ist bereits in den Familienbetrieb eingestiegen. Die Bäcker und Konditoren der Familie Förster werden die Essener hoffentlich noch viele, viele Jahre mit den Köstlichkeiten nach alter Familientradition verwöhnen.

So ein Theater!

Ich hab’s ja nicht so mit dem Theaterspielen. Ich kann mit Fug und Recht von mir behaupten, dass ich ein absoluter Laie bin und von dem, was die Welt des Theaters ausmacht, nicht viel verstehe. Okay, da stehen Menschen auf den Brettern die die Welt bedeuten, bekommen Applaus für ihre gezeigte Leistung und nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt.

In meiner Welt gehört das Theater definitiv nicht zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Meine letzte, gesehene Aufführung ist Urzeiten her und ich bin entsetzt gewesen. Wir haben mit dem Deutschkurs Faust angesehen, sozusagen, als krönenden Abschluss für die Unterrichtseinheit. Allerdings ist das eine neue Interpretation des Stückes gewesen und gipfelte darin, dass der Teufel Gretchen auf der Bühne auf einem Rednerpult gepoppt hat. Musste das wirklich sein? Ich weiß es nicht, aber der Regisseur hatte sich sicher etwas dabei gedacht.

Generell finde ich es immer sehr schwierig, wenn alte Texte in die Neuzeit adaptiert werden. Ich als Historienfreund finde, wenn die Figuren eines Stückes so wunderbar Altdeutsch reden, gehören da auch pompöse Kleider, Männer mit Zylinder und Pferdekutschen dazu. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und letztlich liegt es an mir, ob ich mir neu interpretierte Stücke ansehe oder nicht.

Eigene Theatererfahrungen? Nö.

Die wenigen Berührungspunkte mit den Theatermenschen, wie ich sie liebevoll nenne, beschränken sich auf Schulaufführungen oder Workshop-Vorführungen, in denen die Teilnehmer Impro-Theater gespielt haben. Das habe ich immer als ein wenig merkwürdig empfunden, denn die Theatermenschen sind bei diesen Darstellungen eigentlich nur kreuz und quer durch den Raum gehüpft, gekrochen, gehumpelt, gejapst und was man sich sonst noch vorstellen kann. Für mich stellte sich da immer die Frage: Warum machen die das?

Soviel zu meiner Vorgeschichte.

Wie man sicher an diesen Beispielen sehen kann, habe ich mich nie für Theater, Theaterspielen, Auftreten oder sonstiges interessiert. Das war ganz einfach nicht meine Welt. Bis gestern.

Schnuppertraining in der leere raum

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Gestern bin ich bei einem Probetraining für Improtheater und auch Präsentationstraining zu Gast gewesen in „der leere raum“. Ich habe mich spontan entschieden an dieser Probestunde teilzunehmen, da ich darüber schon einiges von Claudia, der Inhaberin, gehört hatte. Ich bin ein spontaner Mensch, der gern neue Sachen ausprobiert. Der leere raum ist, ich zitiere an dieser Stelle von Claudias Homepage: „studio, bühne, büro und kreativraum. alles in einem.“

Claudia ist Schauspielregisseurin und ihre Leidenschaft gehört der Schauspielerei. Sie unterrichtet Schauspieltraining, systematisches Coaching und außerdem inszeniert sie auch noch Theaterstücke. Wow, das ist definitiv eine Welt, mit der ich bisher so gar nicht in Berührung gekommen bin.

Am Anfang der Stunde haben die teilnehmenden Frauen am Tisch gesessen, sich gegenseitig vorgestellt und sich ein wenig beschnuppert. Die Frage stand im Raum, mit welchen Zielen man zu diesem Training gekommen ist. Ziele? Öhm. Joa. Ich hatte mir keine Gedanken gemacht, was ich von dieser Stunde erwarte und bin ganz blind reingestolpert. Letztlich glaube ich, dass Präsentationstraining niemals schaden kann, sondern immer nur hilfreich ist. Und ich denke, dass ich noch einiges Lernen kann, was die Selbstpräsentation angeht.

Nach der Gesprächsrunde startet das Warm-up auf der schwarze Bodenfläche des leeren raumes. Ein Geschwindigkeitsspiel mit Abklatschen hat Hemmungen genommen, für Spaß gesorgt und uns allen Farbe ins Gesicht getrieben, denn das macht ganz schön warm.

Pantomime kann ich. Meistens jedenfalls.

Weiter ging es mit Pantomime. Jeder hat etwas ohne Worte dargestellt, was ihm spontan eingefallen ist und anschließend an seinen Nachbarn weitergegeben. Das mit den spontanen Einfällen, ist gar nicht so einfach, wie ich feststellen musste. Plötzlich ist bin ich dran, der Kopf ist leer und nun? Richtig, improvisieren.

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Claudia gibt zwischen den einzelnen Stationen des Abends Feedback, wie man Blockaden im Kopf abbauen kann und sich der Schwierigkeit stellen kann, etwas pantomimisch darzustellen.

Erste Gehversuche im Impro-Theater

Die nächste Station des Abends war szenisches Spielen. Zwei weiße Hocker sind auf dem schwarzen Boden aufgestellt worden. Claudia erklärt das Spiel namens „Freeze“. Eine Person sitzt auf dem Hocker, hält irgendwann inne, die zweite Person kommt dazu und spielt gemeinsam mit Person eins die Szene weiter.
Der nächste Teilnehmer klatscht irgendwann in die Hände, ruft „Freeze“ und die beiden Personen auf den Stühlen halten in ihrer Position inne. Person eins wird vom Freeze-Rufer abgelöst und es geht mit einer ganz anderen Szene weiter.

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Eieieieieieieieieiei, da hab ich vielleicht zwischendurch gelacht. Es ist wirklich total großartig zu sehen, wie lustig Alltagssituationen sein können.

Nach diesem Spiel gibt es noch eine Feedbackrunde und ich lerne, dass das, was wir in der letzten Stunde gemacht haben, bereits Impro-Theater war. Wow. Das war ja gar nicht so schwer und hat gar nicht weg getan.

Mit einem Lächeln auf den Lippen verlasse ich an diesem Abend den leeren raum. Es war anders. Es war körperlich anstrengend. Es war lustig. Ich hatte einen schönen Abend!

Wer mitmachen möchte, alle Infos gibt’s hier.

der leere raum
Claudia Maurer
Regisseurin für Schauspiel, Dipl. Designerin FH
Frankenstr. 215
45134 Essen

Siegeszug der Roten Inge

Nanu, was ist denn hier los? Das mag sich sicher der ein oder andere Fragen, bei diesem Titel. Wie Siegeszug? Und was zum Henker ist Rote Inge?

Die Antwort ist wie bei so vielen Dingen im Leben ganz einfach: Die Rote Inge ist das wohl leckerste Dessert wo gibt auf der Welt!

O-Ton von Sandra, Betreiberin von SCHÖNER Blog(t): „Der göttliche Nachtisch Rote Inge […].“
Das ist doch mal eine Aussage!

Wer diesen Nachtisch zubereitet, der kann nicht nur seine Gäste glücklich machen, sondern auch gleichzeitig angestaute Agressionen abbauen. Wie das geht? Einfach weiterlesen …20130124-154848.jpgZutaten
500 g Quark
1 Becher Sahne
2 EL Zucker
1 Vanillezucker
400 g TK Himbeeren
6 Schokoschaumküsse (früher auch bekannt als Mohrenkopf)
1 Päckchen Baiser20130124-154905.jpgZubereitung
Himbeeren mit Zucker und Vanillezucker bestreuen und auftauen lassen. Am Besten hierfür bereits die Schüssel verwenden, in die das Dessert am Ende den Naschkatzen präsentiert werden soll.

Im zweiten Arbeitsschritt wird die Sahne steif geschlagen und die Waffel von den Schaumküssen entfernt. Die Waffeln beiseite legen.

In einer weiteren Schüssel wird zuerst der Quark mit den Schaumküssen vermischt und am Ende noch die Sahne untergehoben. Die Quark-Sahne-Mischung wird nun über die Himbeeren gegeben.20130124-154931.jpgSchließlich noch die Waffeln in kleine Würfel schneiden.

Und nun folgt die versprochene Anti-Agressions-Therapie: Der Baiser wird in einen Gefrierbeutel gegeben und anschließend ordentlich mit einer Tasse oder dem Nudelholz verdroschen. Hilft, garantiert!20130124-154919.jpgDie Baiser-Brocken und die Waffelstücke werden erst kurz vor dem Servieren auf der Quark-Sahne-Mischung verteilt, dann knuspert es schön beim Genießen.

Wer keinen Baiser mag, der kann auch einfach nur die Waffeln auf dem Nachtisch verteilen.

Oh du schöne Weihnachtszeit … mit Mandel-Schoko-Keksen

Der letzte Beitrag aus der Reihe „Oh du schöne Weihnachtszeit“ dreht sich erneut um Plätzchen.

Ich habe in meiner Plätzchen-Rezepte-Dose gekramt und bin auf eine Karte mit Zitronenkeksen gestoßen. Das Rezept passt jetzt nicht so ganz zum Titel dieses Beitrages, aber das Grundrezept waren diese Zitronenkekse.

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Ich finde ja, dass erfrischende Zitronenkekse vielleicht im Sommer ganz lecker sind, aber in einer Weihnachtsbäckerei? Eben. Deshalb habe ich das Rezept ein wenig abgewandelt und herausgekommen sind wirklich leckere Plätzchen.

Mir war bei der Suche für eine weitere Plätzchensorte wichtig, dass ich nix ausstechen oder anderweitig formen muss. Da ich ein kleines Ferkel bin, fällt mir beim Ausrollen von Plätzchen nämlich die Hälfte des Mehls runter und das Formen von Kipferln hat ja auch nicht ganz so toll geklappt. Also musste ein Rezept her, wo ich vielleicht Kugeln formen muss und nicht viel mehr.

Mandel-Schoko-Kekse

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Zutaten
250 g weiche Butter
150 g Zucker
300 g Mehl
100 g Speisestärke
100 g grob gehakte Mandeln
1 Päckchen Kuvertüre

Zubereitung
Butter und Zucker mit einem Mixer schaumig schlagen. Im Rezept steht was von 10 Minuten, das habe ich allerdings nicht gemacht. Maximal 2 Minuten.
Mehl, Speisestärke und die Mandeln hinzufügen und alles zu einem glatten Teig rühren.
Den fertigen Teig jetzt für etwa 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Nach der Ruhephase den Teig wieder aus dem Kühlschrank nehmen und etwa haselnussgroße Kugeln formen. Diese werden nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Ich habe mit einer Gabel schließlich aus den Kugeln platte Kekse gedrückt, die von den Zinken noch nette Vertiefungen inne hatten. Kann man machen, muss man aber nicht.

Bei 170 Grad (Umluft) etwa 25-30 Minuten backen.

Die fertigen Plätzchen auskühlen lassen und schließlich noch die Kuvertüre erwärmen und mit einem Pinsel auf den Plätzchen verteilen. Das macht Sauerei, deshalb ist das Backpapier an der Stelle wirklich zu empfehlen.

Mein geschätztes Umfeld hat diese Kekse probiert und das Feedback war: lecker!

Vanillestempel und Vanillekipferl #Montags-Foto

Das Montags-Foto passt zur Vorweihnachtszeit. Ganz frisch aus dem Ofen kommen leckere Plätzchen: Vanillekipferl und Vanillestempel.

Vanillestempel?
Ganz einfache Kiste: Die Kipferl ließen sich dermaßen bescheiden rollen und formen, dass ich spontan kleine Kugeln geformt habe und anschließend mit einem geriffelten Glas die Kugeln breit gestempelt habe, ich kluges Köpfchen …

In diesem Sinne, auf in eine schöne Vorweihnachtszeit

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Mohn-Streusel-Kuchen

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Die Küchenfee hat wieder zugeschlagen!
Nach dem ersten gelungenen Apfelkuchen, habe ich ein wenig weiter experimentiert. Zum Geburtstag meiner Mama habe ich einen Kuchen angekündigt. Da die Mama einen Apfelkuchen backen wollte, fiel meine Neuentdeckung leider aus.

Na schön, dann eben erst Brainstorming: Was mag die Mama? Marzipan. Okay, hab ich noch nie mit gearbeitet, nehm ich. Eierlikör. Joa, Flüssigkeit muss ja schließlich immer mit in einen Kuchen. Mohn. Mag ich auch, passt gut zum Eierlikör, alles klar, jetzt schnell ein Rezept finden.

Ich habe einige Kuchen ergoogelt, die die Kriterien erfüllten, aber die Bilder begeisterten mich nicht. Dann eben improvisieren, wie immer …

Den Boden und die Streusel nehm ich einfach vom Apfelkuchen, denn das hat ja geschmeckt. Die Füllung nehm ich aus dem Internet. Beim Einkaufen habe ich schließlich fertige Mohnmasse gefunden, das hat mir sogar einen Arbeitsschritt erspart.

Rausgekommen ist am Ende ein wirklich sehr leckerer Mohn-Marzipan-Kuchen, den die Mama gelobt hat. Wie schön: Mama erfreut, in der Küche rumexperiementiert, meiner Backleidenschaft gefröhnt und lecker Kuchen gegessen – Ziel erfüllt.

Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
200 ml Pflanzenfett zum Backen
100 g Zucker
1 Ei
1 Päckchen Vanillinzucker

Zutaten für die Füllung:
1 Päckchen Marzipan Rohmasse
4 EL Milch
4 EL Eierlikör
90 g Zucker
100 g Pflanzenfett zum Backen
2 Päckchen fertige Mohnmasse zum Backen
1 Ei
500 g Magerquark
1 Spritzer Zitrone

Zutaten für die Streusel:
200 ml Pflanzenfett zum Backen (Ist flüssig, deshalb kann man direkt Streusel herstellen, ohne die Butter erwärmen zu müssen)
275 g Mehl
125 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen gehackte Mandeln

Zubereitung

Teig
Mehl, Fett, Zucker, Ei und Vanillezucker verrühren und am Ende mit der Hand nochmal ordentlich durchkneten. Anschließend den Teig in einer runden Springform verteilen. Den Rand nicht vergessen, sonst verfärbt sich die Füllung unschön braun!

Mohn-Füllung
Marzipan in einen Topf zerbröseln und zusammen mit der Milch unter ständigem Rühren erwärmen. Am Ende sollte ein dickflüssige Masse entstehen. Topf von der Platte nehmen und abkühlen lassen.
Als nächstes Zucker, Fett und das Ei in einer Schüssel mit dem Mixer verquirrlen. Jetzt kommt die fertige Mohnmasse, der Magerquark, Eierlikör und die Zitrone mit in die Schüssel. Das ganze wieder gut vermischen. Schließlich die abgekühlte Marzipan-Milch-Masse noch zu den restlichen Zutaten geben und die fertige Füllung auf dem Teigboden verteilen.
Tipp: Die Marzipan-Masse noch vor dem ersten Teig herstellen. So bleibt genügend Zeit zum Abkühlen.

Streusel
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und langsam verrühren. Ab jetzt hat der Mixer Pause und die gute alte Handarbeit ist wieder gefragt!
Den Teig mit der Hand nochmal kräftig kneten und anschließend kleine Streusel abzupfen und auf die Mohn-Mischung geben.
Bei ca. 165 Grad Heißluft etwa 50 Min. backen. Am Ende der Backzeit prüfen, ob die Füllung schon fest geworden ist. Im Zweifel verlängert sich die Backzeit solange, bis nix mehr am Zahnstocher hängen bleibt.
Tipp: Wenn die Streusel noch keine schöne Farbe bekommen haben, am Schluss wenige Minuten den Ofen auf 200 Grad stellen und den Grill anmachen. So sind superknusprige Streusel gesichert 🙂

Einen Teil des Original-Rezepts gibt es hier.

Apfelkuchen mit Streuseln

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Ich habe mich meiner Backleidenschaft gewidmet und meinen ersten Apfelkuchen mit Streuseln gebacken. Kriterium bei der Rezeptsuche: Der Kuchen durfte nur ein Ei enthalten, denn mehr hatte der heimische Kühlschrank nicht mehr im Angebot.

Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
200 ml Pflanzenfett zum Backen
100 g Zucker
1 Ei
1 Pck. Vanillinzucker
6 Äpfel
350 g Apfelmus

Zutaten für die Streusel:
200 ml Pflanzenfett zum Backen (Ist flüssig, deshalb kann man direkt Streusel herstellen, ohne die Butter erwärmen zu müssen)
275 g Mehl
125 g Zucker
1 gestr. TL Zimt
1 Prise Salz

Zubereitung
Mehl, Fett, Zucker, Ei und Vanillezucker verrühren und am Ende mit der Hand nochmal ordentlich durchkneten. Anschließend den Teig in einer runden Springform verteilen. Dann die Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Apfelmus in einer Schüssel vermischen. Die Masse auf den Teig geben.

Streusel-Zubereitung: Alle Zutaten in eine Schüssel geben und langsam verrühren. Wenn man keine Knathaken verwendet, werden automatisch kleine Streusel mit dem Mixer erzeugt, die auf die Äpfelmischung gegeben werden. Oder man mischt alle Zutaten, knetet den Teig mit der Hand noch einmal durch und zupft kleine Streusel auf die Apfel-Mischung.

Und schon kann der Kuchen in den Ofen. Bei ca. 165 Grad Heißluft etwa 50 Min. backen.
Tipp: Wenn die Streusel noch keine schöne Farbe bekommen haben, am Schluss wenige Minuten den Ofen auf 200 Grad stellen und den Grill anmachen.

Generell gilt: Immer mal wieder in den Ofen schauen, da die Streusel schnell verbrennen.

Schmeckt pur schon großartig. Zu den oberknusprigen Streuseln passt aber auch Sahne, Vanillesauce oder Vanilleeis.

Das Original-Rezept gibt es hier.

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Apfelmus herstellen

Letzte Woche war die frischgebackene Schwiegermutter bei uns zu Gast und sie hat aus dem Garten etwa 3-4 kg selbstgepflückte Äpfel mitgebracht. Da stand ich vor der großen Frage: Was mache ich am Besten aus den ganzen Äpfeln?

Der Mann hatte die Idee: Apfelmus.
Habe ich bisher noch nicht gekocht, aber kann ja so schwer nicht sein, dachte ich mir. Also ab ins Internet und nach leckeren Rezepten googeln. Den Google-Sieger haben wir schließlich direkt ausprobiert.

Zutaten
2 kg Äpfel
2 EL Zucker
4 cl Calvados
250 ml Apfel-Holunder-Saft
etwas Zitronensaft
1 Prise Zimt

Zubereitung
Äpfel schälen, achteln und vom Kerngehäuse befreien. Das ist bei dieser Menge ganz schön anstrengend. Am Besten gemütlich hinsetzen und losschälen.
In einem Kochtopf 2 gestrichene EL Zucker schmelzen bis er karamellisiert.
Apfelspalten hinzugeben und gleichzeit die Hitze reduzieren. Die Apfelspalten kräftig herumrühren, bis sich der karamellisierte Zucker vom Topfboden löst. Mit dem Calvados ablöschen und schließlich den Apfelsaft angießen. Jetzt den Deckel auf den Topf und erstmal ein kleines Päuschen einlegen. Die Äpfel werden nun von ganz allein weich. Das dauert etwa 20-30 Minuten. Wenn die Äpfel nicht schon komplett zerfallen sind, kann man mit einem Kartoffelstampfer noch ein wenig nachhelfen. Am Ende das Püree mit Zucker, Zitronensaft und Zimt abschmecken.

Wer dieses Apfelmus zu Kartoffelpuffern essen will, der sollte eine Portion ohne Zimt herstellen. Zimtiger Apfelmus schmeckt echt eklig zu Kartoffelpuffern, wie ich leidlich feststellen musste …

Das ursprüngliche Rezept gibt’s hier.

Dinner in the dark

Der Mann hat in diesem Jahr Karten für ein Dinner in the dark von mir geschenkt bekommen. Nun endlich war es soweit. Für 35 Euro plus Getränke haben wir ein 4-Gang-Menü genießen dürfen.

Essen im Finsteren war für mich keine ganz neue Erfahrung. Im Studium bin ich gemeinsam mit Freunden in einem Dunkel-Café gewesen.
Das fand ich damals beängstigend, da sich eine leichte Panikattacke bei mir einstellte, als wir einfach völlig im Dunkeln gesessen haben. Ich habe wirklich die Hand vor Augen nicht sehen können. Deshalb bin ich in das gebuchte Dinner mit gemischten Gefühlen reingegangen.

Aber wie sich herausstellte, waren meine Befürchtungen unbegründet. In der Gaststätte Mehring in Köln erfolgt zuerst die Begrüßung im hellen Gastraum mit einem leckeren Hugo. Gut gelaunt nehmen wir anschließend im eigentlichen Essensraum Platz.

Der Raum ist durch eine doppelte Türe mit Lichtschleuse dazwischen tatsächlich komplett abgedunkelt. Beim Hinsetzen sind an den beiden langen Tafeln noch Kerzen an, damit sich die Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnen können.

Schließlich stellt sich der Kellner vor, welcher blind ist und uns durch den Abend führen wird. Arthur ist ein netter Kerl, immer ein Witzchen auf den Lippen und absolut zuvorkommend.

Er löscht das Licht und dann geht es auch schon los.

20121104-021750.jpgWie man sieht, sieht man absolut gar nichts.

Zur Vorspeise gibt es einen gemischten Salat mit Honig-Senf-Dressing und hausgegebeiztem Lachs, dazu geröstetes Brot. Ich wusste im Vorfeld nicht, was genau an diesem Abend auf die Teller kommt und habe mich überraschen lassen. Wie sich herausstellte ist es gar nicht so einfach mit Messer und Gabel die Speisen zu ‚ertasten‘. Da geht die ein oder andere Gabel auch mal daneben bzw man führt sie zum Mund und stellt fest, dass da gar nichts drauf ist.

Ich bin ja der Überzeugung gewesen, dass ich auch ein wenig Meerrettich auf dem Teller hatte, musste mir im Anschluss an das Essen aber sagen lassen, dass dem nicht so war.

Da an den beiden langen Tafeln etwa 40 Personen Platz genommen haben, dauert der Service ein bisschen. Gleichzeitig war unser lustiger Kellner aber irgendwie auch ständig präsent. Sehr spannend war der Gang zu den Toiletten im Stockdunkeln. Arthur hat mit den Sehenden eine Polonäse zur Lichtschleuse veranstaltet und das in einem Tempo, dass man kaum mitkam. Unglaublich.

Der zweite Gang des Abends war eine Suppe. Irgendwas mit Kartoffeln und Krabben. Zurück im Licht habe ich erfahren, dass wir eine Zucchini-Estragon-Suppe mit Krabben hatten, die auch Kartoffeln enthalten hat. Ganz gute Trefferquote bis hierhin, würde ich sagen.

Zum Hauptgang hieß es wieder sich mit Messer und Gabel zu bewaffnen, denn es gab Fleisch. Schwein mit Fett, ganz weiche Zwiebeln mit Sauce und schließlich Kartoffelpüree mit Sellerie. Nun ja, fast. Übersetzt heißt das: Schmorbraten mit Zwiebelbiersauce und Kartoffel-Möhren-Püree. Beim anschließenden Gespräch mit dem Chef habe ich aber herausbekommen, dass das Püree Sellerie enthielt. Puuuh, meine Geschmacksnerven haben sich also doch nicht völlig geirrt.

Zu diesem Zeitpunkt war die Luft im dunklen Raum leider schon ziemlich verbraucht. Arthur hingegen war bester Laune und stellt uns einen etwas verspäteten Nachtisch hin. Die Küche hatte sich ein wenig verzählt und plötzlich war kein Dessert mehr für den Mann und mich übrig. Das Tiramisu mit Fruchtspiegel wurde schnell nachproduziert und entpuppte sich als noch harter Löffelbisquit, der soeben erst in Kontakt mit dem Mascarpone gekommen ist. Kein beglückender Abschluss an dieser Stelle.

Gedauert hat das Dinner insgesamt fast vier Stunden. Man sollte auf jeden Fall genug Zeit mitbringen, wenn man sich zu diesem Essen anmeldet. Die Getränkeauswahl ist während des Dinners begrenzt und sie müssen in Bar direkt bezahlt werden. Hintergrund: Im abgeriegelten Raum stehen Kühlschränke und so muss nicht für jede Flasche die Tür geöffnet werden.

Gaststätte Mehring
Luxemburger Straße 319a (Ecke Klettenberggürtel), 50939 Köln, Tel.: +49 221 4206949