Apfelkuchen mit Streuseln

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Ich habe mich meiner Backleidenschaft gewidmet und meinen ersten Apfelkuchen mit Streuseln gebacken. Kriterium bei der Rezeptsuche: Der Kuchen durfte nur ein Ei enthalten, denn mehr hatte der heimische Kühlschrank nicht mehr im Angebot.

Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
200 ml Pflanzenfett zum Backen
100 g Zucker
1 Ei
1 Pck. Vanillinzucker
6 Äpfel
350 g Apfelmus

Zutaten für die Streusel:
200 ml Pflanzenfett zum Backen (Ist flüssig, deshalb kann man direkt Streusel herstellen, ohne die Butter erwärmen zu müssen)
275 g Mehl
125 g Zucker
1 gestr. TL Zimt
1 Prise Salz

Zubereitung
Mehl, Fett, Zucker, Ei und Vanillezucker verrühren und am Ende mit der Hand nochmal ordentlich durchkneten. Anschließend den Teig in einer runden Springform verteilen. Dann die Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Apfelmus in einer Schüssel vermischen. Die Masse auf den Teig geben.

Streusel-Zubereitung: Alle Zutaten in eine Schüssel geben und langsam verrühren. Wenn man keine Knathaken verwendet, werden automatisch kleine Streusel mit dem Mixer erzeugt, die auf die Äpfelmischung gegeben werden. Oder man mischt alle Zutaten, knetet den Teig mit der Hand noch einmal durch und zupft kleine Streusel auf die Apfel-Mischung.

Und schon kann der Kuchen in den Ofen. Bei ca. 165 Grad Heißluft etwa 50 Min. backen.
Tipp: Wenn die Streusel noch keine schöne Farbe bekommen haben, am Schluss wenige Minuten den Ofen auf 200 Grad stellen und den Grill anmachen.

Generell gilt: Immer mal wieder in den Ofen schauen, da die Streusel schnell verbrennen.

Schmeckt pur schon großartig. Zu den oberknusprigen Streuseln passt aber auch Sahne, Vanillesauce oder Vanilleeis.

Das Original-Rezept gibt es hier.

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Apfelmus herstellen

Letzte Woche war die frischgebackene Schwiegermutter bei uns zu Gast und sie hat aus dem Garten etwa 3-4 kg selbstgepflückte Äpfel mitgebracht. Da stand ich vor der großen Frage: Was mache ich am Besten aus den ganzen Äpfeln?

Der Mann hatte die Idee: Apfelmus.
Habe ich bisher noch nicht gekocht, aber kann ja so schwer nicht sein, dachte ich mir. Also ab ins Internet und nach leckeren Rezepten googeln. Den Google-Sieger haben wir schließlich direkt ausprobiert.

Zutaten
2 kg Äpfel
2 EL Zucker
4 cl Calvados
250 ml Apfel-Holunder-Saft
etwas Zitronensaft
1 Prise Zimt

Zubereitung
Äpfel schälen, achteln und vom Kerngehäuse befreien. Das ist bei dieser Menge ganz schön anstrengend. Am Besten gemütlich hinsetzen und losschälen.
In einem Kochtopf 2 gestrichene EL Zucker schmelzen bis er karamellisiert.
Apfelspalten hinzugeben und gleichzeit die Hitze reduzieren. Die Apfelspalten kräftig herumrühren, bis sich der karamellisierte Zucker vom Topfboden löst. Mit dem Calvados ablöschen und schließlich den Apfelsaft angießen. Jetzt den Deckel auf den Topf und erstmal ein kleines Päuschen einlegen. Die Äpfel werden nun von ganz allein weich. Das dauert etwa 20-30 Minuten. Wenn die Äpfel nicht schon komplett zerfallen sind, kann man mit einem Kartoffelstampfer noch ein wenig nachhelfen. Am Ende das Püree mit Zucker, Zitronensaft und Zimt abschmecken.

Wer dieses Apfelmus zu Kartoffelpuffern essen will, der sollte eine Portion ohne Zimt herstellen. Zimtiger Apfelmus schmeckt echt eklig zu Kartoffelpuffern, wie ich leidlich feststellen musste …

Das ursprüngliche Rezept gibt’s hier.

Dinner in the dark

Der Mann hat in diesem Jahr Karten für ein Dinner in the dark von mir geschenkt bekommen. Nun endlich war es soweit. Für 35 Euro plus Getränke haben wir ein 4-Gang-Menü genießen dürfen.

Essen im Finsteren war für mich keine ganz neue Erfahrung. Im Studium bin ich gemeinsam mit Freunden in einem Dunkel-Café gewesen.
Das fand ich damals beängstigend, da sich eine leichte Panikattacke bei mir einstellte, als wir einfach völlig im Dunkeln gesessen haben. Ich habe wirklich die Hand vor Augen nicht sehen können. Deshalb bin ich in das gebuchte Dinner mit gemischten Gefühlen reingegangen.

Aber wie sich herausstellte, waren meine Befürchtungen unbegründet. In der Gaststätte Mehring in Köln erfolgt zuerst die Begrüßung im hellen Gastraum mit einem leckeren Hugo. Gut gelaunt nehmen wir anschließend im eigentlichen Essensraum Platz.

Der Raum ist durch eine doppelte Türe mit Lichtschleuse dazwischen tatsächlich komplett abgedunkelt. Beim Hinsetzen sind an den beiden langen Tafeln noch Kerzen an, damit sich die Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnen können.

Schließlich stellt sich der Kellner vor, welcher blind ist und uns durch den Abend führen wird. Arthur ist ein netter Kerl, immer ein Witzchen auf den Lippen und absolut zuvorkommend.

Er löscht das Licht und dann geht es auch schon los.

20121104-021750.jpgWie man sieht, sieht man absolut gar nichts.

Zur Vorspeise gibt es einen gemischten Salat mit Honig-Senf-Dressing und hausgegebeiztem Lachs, dazu geröstetes Brot. Ich wusste im Vorfeld nicht, was genau an diesem Abend auf die Teller kommt und habe mich überraschen lassen. Wie sich herausstellte ist es gar nicht so einfach mit Messer und Gabel die Speisen zu ‚ertasten‘. Da geht die ein oder andere Gabel auch mal daneben bzw man führt sie zum Mund und stellt fest, dass da gar nichts drauf ist.

Ich bin ja der Überzeugung gewesen, dass ich auch ein wenig Meerrettich auf dem Teller hatte, musste mir im Anschluss an das Essen aber sagen lassen, dass dem nicht so war.

Da an den beiden langen Tafeln etwa 40 Personen Platz genommen haben, dauert der Service ein bisschen. Gleichzeitig war unser lustiger Kellner aber irgendwie auch ständig präsent. Sehr spannend war der Gang zu den Toiletten im Stockdunkeln. Arthur hat mit den Sehenden eine Polonäse zur Lichtschleuse veranstaltet und das in einem Tempo, dass man kaum mitkam. Unglaublich.

Der zweite Gang des Abends war eine Suppe. Irgendwas mit Kartoffeln und Krabben. Zurück im Licht habe ich erfahren, dass wir eine Zucchini-Estragon-Suppe mit Krabben hatten, die auch Kartoffeln enthalten hat. Ganz gute Trefferquote bis hierhin, würde ich sagen.

Zum Hauptgang hieß es wieder sich mit Messer und Gabel zu bewaffnen, denn es gab Fleisch. Schwein mit Fett, ganz weiche Zwiebeln mit Sauce und schließlich Kartoffelpüree mit Sellerie. Nun ja, fast. Übersetzt heißt das: Schmorbraten mit Zwiebelbiersauce und Kartoffel-Möhren-Püree. Beim anschließenden Gespräch mit dem Chef habe ich aber herausbekommen, dass das Püree Sellerie enthielt. Puuuh, meine Geschmacksnerven haben sich also doch nicht völlig geirrt.

Zu diesem Zeitpunkt war die Luft im dunklen Raum leider schon ziemlich verbraucht. Arthur hingegen war bester Laune und stellt uns einen etwas verspäteten Nachtisch hin. Die Küche hatte sich ein wenig verzählt und plötzlich war kein Dessert mehr für den Mann und mich übrig. Das Tiramisu mit Fruchtspiegel wurde schnell nachproduziert und entpuppte sich als noch harter Löffelbisquit, der soeben erst in Kontakt mit dem Mascarpone gekommen ist. Kein beglückender Abschluss an dieser Stelle.

Gedauert hat das Dinner insgesamt fast vier Stunden. Man sollte auf jeden Fall genug Zeit mitbringen, wenn man sich zu diesem Essen anmeldet. Die Getränkeauswahl ist während des Dinners begrenzt und sie müssen in Bar direkt bezahlt werden. Hintergrund: Im abgeriegelten Raum stehen Kühlschränke und so muss nicht für jede Flasche die Tür geöffnet werden.

Gaststätte Mehring
Luxemburger Straße 319a (Ecke Klettenberggürtel), 50939 Köln, Tel.: +49 221 4206949