Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella und Spargel

Frühjahr und Sommeranfang ändern die Essgewohnheiten. Da verlangt der Körper plötzlich nach knackigem Salat, frischen Tomaten aufs Brot oder Grillfleisch. Sommerzeit ist Salatzeit. Ganz klar.

Ich finde es sehr praktisch, da diese Zeit auch dem Projekt Bewusste Ernährung in die Hände spielt, denn bei der Zubereitung für einen Salat muss man nun wirklich kein Fleisch verwenden. Und Salat bietet schier unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Da gibt es Feldsalat, Rucola, Eisbergsalat, Blattsalat oder Salatherzen – und nun habe ich nur die grünen Salate aufgezählt. Paprika, Tomaten, Zucchini, Champignons, Kartoffeln oder Nudeln erweitern die Auswahl. Gut schmeckt auch ein Apfel oder eine Möhre mit untergemischt.

Passend zur Spargelzeit, stelle ich heute einen leckeren Salat vor, der theoretisch auch ohne Spargel funktioniert, dafür wäre die Zugabe von Paprika oder Champignons durchaus denkbar.

Ich habe für diesen Salat sogenannten Bruch-Spargel verwendet. Der ist deutlich günstiger als hübsch aussehender Spargel, schmeckt aber identisch. Meiner Meinung nach muss man für einen Salat keinen hübschen Spargel verwenden, da dieser sowieso klein geschnitten wird.

Spargel bereite ich grundsätzlich in größeren Mengen zu, weil ich so nur einmal den Aufwand mit Schälen und Schalen auskochen habe. Die aus den ausgekochten Schalen entstandene Brühe bildet eine tolle Basis für Spargelsuppe, wofür sich der Bruch-Spargel ebenso gut eingnet. Zum Thema Spargelsuppe schreibe ich demnächst vielleicht auch noch ein Rezept.

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella, Spargel und Kräutern

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Zutaten

(3 Portionen)

Salat
250 g Nudeln
1 Mozzarella
3 große Tomaten
250 g Bruch-Spargel
Salz und Pfeffer

Dressing
4 EL Olivenöl
2 EL Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
Basilikum oder andere Kräuter
Balsamico-Creme zum Verziehren

Zubereitung

Den Spargel schälen, in etwa 1-2 cm lange Stücke schneiden und im Wasser bissfest garen. Wer mag, kann das Spargelwasser auffangen und weiterverarbeiten.
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Den Mozzarella würfeln, ebenso die Tomaten. Ich versuche immer gleich große Stücke zu schneiden.

In einer Schüssel die Nudeln, den Spargel, die Tomaten und den Mozzarella miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Für das Dressing Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Zucker und Kräuter vermischen. Wenn der Basilikum frisch ist, so sollte er gewaschen und gehakt werden.

Das Dressing über den Salat geben, alles gut durchmischen und mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal durchrühren, abschmecken und bei Bedarf die Balsamico-Creme über den Salat geben. Die sorgt für das gewisse Etwas.

Das Gericht is(s)t …

… sehr wandlungsfähig und schnell zubereitet. Der Salat eignet sich auch sehr gut, um Gemüsereste zu verwerten. Mir fällt gerade kein Gemüse ein, was nicht in Verbindung mit Nudeln schmeckt.

Wer keine kalten Speisen mag: Diesen Salat kann man auch ganz prima in einer Pfanne zubereiten und warm genießen. Dann sollten die Tomaten aber erst ganz zum Schluss hinzu gegeben werden, da sich sonst die Schale ablöst und das schmeckt nicht ganz so toll.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Liebling! Ich mag alle Bestandteile dieses Nudelsalats schon einzeln sehr gern. In Verbindung miteinander ergibt sich eine leckere Mahlzeit. Nudelsalat passt natürlich auch sehr gut zu Gegrilltem, auf jedes Buffet, in den Picknickkorb, oder, oder, oder …

Rucola-Pesto nach Johann Lafer

Sandra von Schöner Blog(t) veröffentlicht jede Woche einen Beitrag zum Thema Kochbuch-Kochen. Dafür werden die vorhandenen Kochbücher des heimischen Kochbuchregals auf Herz und Nieren geprüft, ein Gericht nachgekocht und bei Bedarf aussortiert, wenn das Essen nicht so lecker gewesen ist. So schafft Sandra Platz in ihrem Kochbuchregal.

Ich darf heute erneut einen Gastbeitrag zu dieser Reihe veröffentlichen. In der letzten Woche waren Mälzer & Witzigmann hier bereits zu Gast und nun kommt der Herr Lafer an die Reihe:

Der grosse Lafer. Die Kunst der einfachen Küche.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Herrn Lafer. Wenn er im Fernsehen mit seinem Dauergrinsen unterwegs ist und man immer das Gefühl hat, dass er unbedingt jedem seine Schokoladenseite zeigen muss, macht das wenig Spaß dem Mann bei der Arbeit zuzuschauen. Aber kochen kann er. Das steht außer Frage und ich bin im Besitz dieses Lehrkochbuches.

Rucolapesto

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Zutaten

3 Knoblauchzehen
100 g blanchierte Mandeln
100 g Rucola
50 g krause Petersilie
200 ml mildes Olivenöl
50 g Parmesan
Meersalz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

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Knoblauchzehen schälen und grob würfeln. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, dabei öfter umrühren, da sie schnell anbrennen. Dann abkühlen lassen. Rucola und Petersilie waschen, trocken schleudern, harte Stiele entfernen, Blätter grob hacken.

Knoblauch, Mandeln, Rucola, Petersilie und Olivenöl in einem Standmixer zu einer cremigen, nicht zu feinen Masse verarbeiten. Den Parmesan fein reiben, untermischen und das fertige Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Kochbuch

Der grosse Lafer. Die Kunst der einfachen Küche
Aus dem langjährigen Erfahrungsschatz eines leidenschaftlichen Kochs:
60 beliebte Klassiker und wie man sie genial variiert.
Alle mit Fotoanleitung Schritt für Schritt erklärt.
gebundene Ausgabe, 39,90 Euro

Für Vegetarier geeignet

Definitiv. Ich behaupte einfach mal, dass etwa die Hälfte der Rezepte ohne Fleisch auskommt.

Größe der Portion

Geht völlig in Ordnung. Bei Pesto ist das ja so eine Sache, denn die Größe der Portion bestimmt in diesem Fall die Nudeln, auf die das Pesto gestrichen wird. Der Mann und ich haben zwei Portionen Pasta zusammen mit dem Pesto gegessen. Die angegebene Menge des Rezeptes reicht für mehrere Portionen aus. Da Pesto im Kühlschrank gelagert werden kann, lohnt sich der Aufwand definitiv.

Optik

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Grün. Ein schönes Rucola-Petersilien-Grün, was Lust auf mehr macht.

Kapitel

Das Buch verfügt über etwa 60 Kapitel mit einigen Variationen der Rezepte. Jedes Rezept bildet ein eigenes Kapitel, mit step by step-Foto-Anleitung. Das ist sehr übersichtlich und der Herr Lafer konnte so ausreichend im Buch abgelichtet werden … Irgendwie kann ich mich immer noch nicht für diesen Mann erwährmen …

Verständlichkeit und Schwierigkeitsgrad

Keep it simple. Die ersten Seiten des Kochbuches enthalten Warenkunde zum Thema Lebensmittel, Töpfe und Pfannen oder andere Küchengeräte.

Dank der Fotoanleitungen kann der Hobbykoch jedes Gericht fix nachkochen. Das Besondere: Nach der Fotoanleitung folgen jeweils bis zu vier Variationen des auf den ersten Seiten vorgestellten Gerichts.

Beispiel Pesto: Basilikumpesto wird per Fotoanleitung vorgestellt und auf der nächsten Seite findet sich Rucolapesto, Korianderpesto, Petersilienpesto und Bärlauchpesto. Das finde ich sehr gelungen gemacht.

Besonderheit

In diesem Kochbuch gibt es eigentlich kein Essensthema, was nicht behandelt wird. Es finden sich Rezepte für Crêpe, Frühlingsrollen, Kartoffelsalat, Panna cotta, Serviettenknödel, Schnitzel oder auch Zabaione. Alles optisch hübsch aufbereitet – das macht Lust auf mehr.

Was ich schon daraus gekocht habe

Zu meiner Schande muss ich gestehen: nichts. Zum einen hat mich der Herr Lafer selbst irgendwie davon abgehalten, aus den bereits oben genannten Gründen, zum anderen neige ich dazu, ein Rezept schnell mal im Internet nachzuschlagen und dann mit dem iPad zu kochen. Manchmal ist das schade, wenn man Schätze im Regal stehen hat, die so nur verstauben.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht

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Das Rucola-Pesto kann ich empfehlen. Es ist eine schöne Variante zum Klassiker Basilikum-Pesto und durch die Mandeln bekommt es einen tollen, nussigen Touch.

Mützen

Jetzt kommt meine Lieblingsrubrik. Die Kochmützen. Sandra verwendet in ihrem Blog diese Kochmützen als Bewertungssystem, die den finalen Stand angeben. Ich vergebe für das Rucola-Pesto von Herrn Lafer drei Kochmützen.

Warum nur drei Mützen?
Es ist so, dass ich beim Herstellen des Rucola-Pestos auch noch ein Bärlauch-Pesto hergestellt habe. Dies allerdings nicht nach dem Rezept des Herrn Lafer, sondern auf eigene Faust. Im direkten Vergleich zwischen Rucola und Bärlauch, kann das Rucola-Pesto an dieser Stelle leider nur drei Kochmützen erhalten, da ihm am Ende ein gewisser Pfiff fehlt.

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Fazit

Ich werde Der große Lafer. Die Kunst der einfachen Küche sicher nicht das letzte Mal in die Hand genommen haben. Viele weitere Rezepte haben mich angelacht, die ich in Zukunft gerne einmal ausprobieren möchte.

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)

Kartoffelauflauf

Ich liebe Kartoffeln. Als kleines Mädchen habe ich mir nach dem Abendessen immer den Kartoffeltopf geschnappt und die übrig gebliebenen Kartoffeln aufgegessen, obwohl ich eigentlich schon satt war. Das hatte zur Folge, dass meine Ma nie genug Kartoffeln übrig hatte, für beispielsweise Bratkartoffeln.

Selbst wenn ich einmal nicht alle Kartoffeln nach dem Abendessen aufessen konnte, war die Wahrscheinlichkeit gering, dass es Bratkartoffeln geben konnte, denn auch kühlschrankkalte Kartoffeln esse ich gern. Nach wie vor.

Da liegt es doch auf der Hand, dass ich den Backofen anschmeisse und mein liebstes Gemüse zubereite, in Form von

Kartoffelauflauf

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Zutaten

800 g festkochende Kartoffeln
1 TL Knoblauchpaste
250 ml Sahne
250 ml Milch
Muskat
Kräutersalz
Pfeffer
Paprikapulver
1 TL Gemüsebrühe
Pflanzenfett für die Form
250 g geriebener Gouda

Zubereitung

Kartoffeln schälen und mit einer Reibe in ganz dünne Scheiben reiben.
Ein kleines Backblech mit dem Pflanzenfett einfetten und die Kartoffeln in Reihen hinein legen.
Die Kartoffeln nun mit Kräutersalz, Muskat und Pfeffer leicht würzen.
Sahne und Milch in einer Schüssel mischen und mit der Gemüsebrühe, Knoblauchpaste, Kräutersalz, Paprika, Muskat und Pfeffer würzen, gut verrühren.
Die Sahne-Milch-Mischung über die Kartoffeln geben.
Bei 180 Grad etwa 20 Minuten garen, dann den Käse verteilen und weitere 20 Minuten überbacken.

Das Gericht is(s)t …

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Bestimmt sehr lecker, wenn man den Auflauf nicht eine Stunde im Ofen lässt und die Kartoffeln die gesamte Soße aufgesogen haben. Das Problem: Zurückgeblieben ist nur noch die Würzmasse, die viel zu sehr nach Salz geschmeckt hat.

Im ursprünglichen Rezept stand, dass man die Kartoffeln in zwei Schichten in die Form geben sollte. Das habe ich nicht gemacht und ich denke, deshalb war am Ende bei mir keine Soße mehr übrig. Außerdem stand im ursprünglichen Rezept, dass dort 1 Esslöffel Gemüsebrühe rein sollte. Das schien mir schon ziemlich viel und ich habe weniger verwendet. Ich habe das Rezept bereits angepasst, dass dies nun nicht mehr passieren sollte.

Ansonsten simpel in der Zubereitung und schnell vorbereitet.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Aufgrund des hohen Salzgehaltes war das Gratin fast nicht essbar und das sage ich, als ein erklärter Salzjunkie. Ich würde es auf jeden Fall noch einmal kochen, aber dann mit deutlich weniger Salz!

Das Originalrezept findet sich hier.

Suppenkasper aufgepasst!

Ich mag Suppen und Eintöpfe. Diese bedeuten für mich wenig Aufwand, da ich nur bei der Vorbereitung ein wenig schnibbeln muss und der Rest vom Herd und der Zeit erledigt wird. Außerdem reicht so ein Topf voll Suppe mindestens zwei Mahlzeiten lang. Das ist praktisch, wenn die Zeit knapp ist. Dass so ein Eintopf preiswert ist, sei an dieser Stelle auch noch erwähnt.

In der letzten Woche habe ich den Mann mit „Quer-durch-den-Garten“ oder einfacher ausgedrückt, einer Gemüsesuppe beglückt. Der Ausdruck für Gemüsesuppe stammt von meiner Omi. Diese hatte in meinen Kindertagen tatsächlich noch einen Gemüsegarten, aus dem die Zutaten für die Suppe stammten. Okay, ich hab keinen Garten, aber dieser Ausdruck ist bei mir hängengeblieben.

Da es in der letzten Woche bereits die Gemüsevariation gegeben hat, wollte ich das in dieser Woche nicht schon wieder essen. Nach Sichtung des Gefrierschrankes war schnell klar, dass Hackfleisch und Paprika vorhanden sind. Außerdem leckere Bio-Kartoffeln. Damit geht doch was. Also habe ich den Herrn Google bemüht und in den Suchergebnissen erschien der

Bauerneintopf

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Zutaten

500 g Hackfleisch
3 kleine Zwiebeln
500 g Kartoffeln
500 g TK-Paprika
1 Dose gestückelte Tomaten
500 ml Wasser
2 TL Gemüsebrühe
Gewürze (Paprika, Salz, Pfeffer, orientalische Gewürze oder Gewürzmischungen)
3 EL TK-Petersilie
3 EL TK-Schnittlauch
1 Becher Schmand
1 EL Mehl + Wasser zum Andicken

Zubereitung

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
Zwiebeln würfeln und zusammen mit dem Hackfleisch in einem großen Topf anbraten. Nacheinander Paprika und Kartoffeln hinzufügen.
Gewürze hinzugeben und gut durchrühren.
Im Topf bildet sich beim Anbraten Ansatz, das gibt Geschmack.
Schließlich die Dose mit den gestückelten Tomaten, Gemüsebrühe, Petersilie, Schnittlauch und Wasser hinzufügen.
Nachdem der Eintopf kurz aufgekocht ist, die Hitze reduzieren und auf kleiner Flamme etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Nach der Garzeit den Schmand unterrühren und für mehr Bindung das Mehl mit dem Wasser mischen, in den Eintopf einrühren, aufkochen, abschmecken, fertig.

Das Gericht is(s)t …

Schnell vorbereitet. Wie bereits eingangs erwähnt, schätze ich genau dies bei Eintöpfen sehr. Es ist außerdem wirklich simpel in der Zubereitung.
Wenn man den Bauerntopf dünnflüssiger mag, kann man auch den Schritt mit dem Andicken weglassen.
Beim Essen habe ich irgendwann festgestellt, dass ich dieses Gericht schon einmal gegessen habe. Da gibt es ein Maggi Fix von. Das hat mich doch doppelt gefreut, dass ich diesen Eintopf gekocht habe und zwar ohne eines dieser Fix-Produkte.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Nachdem ich heute die aufgewärmte Variante getestet und für gut befunden habe, kommt dieses Rezept in die Kategorie Liebling. Diese neue Errungenschaft gesellt sich nun zu den Rezepten für Linsensuppe, Kürbissuppe oder auch Sauerkrautsuppe. Gerade wenn es draußen kalt ist, die Nase läuft und sich ein allgemeines Unwohlsein einstellt, esse ich sehr gern Suppe. Ab dem nächsten Herbst gehört der Bauerneintopf zu meiner wöchentlichen Suppenauswahl.

Das Originalrezept findet sich hier.

Braten mit Senf und Rotwein

Ab und an muss es eine ordentliche Portion Fleisch für mich geben, um glücklich zu sein.

Ich esse sehr gern Rouladen, Gulasch und natürlich Braten. Ich denke, wenn man schon einen größeren Aufwand in seiner Küche betreibt, dann sollte sich das auch lohnen. Will heißen, für einen kleinen Braten, der gerade einmal für 2 Personen reicht, stelle ich mich nicht 4 Stunden in die Küche.

Jetzt war es wieder soweit. Die Lust auf echten Sonntagsbraten war da. Also ab zum Metzger des Vertrauens und Fleisch kaufen gehen. Das Dilemma: Es war sowohl Pute als auch Rind im Angebot. Was machen? Genau beides kaufen und hinterher den fertigen Braten für schlechte Zeiten einfrieren.

Das Rind hatte so in etwa 700 g und die Pute habe ich für einen Rollbraten in ein Netz ziehen lassen, der wog etwa 1,5 kg, schätze ich.

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Zu Hause angekommen musste ich nur noch einen Weg finden die beiden Schätze gut und vor allem gleichzeitig zuzubereiten. Kurzerhand habe ich zwei Rezepte zusammengeschmissen und am Ende sind zwei wirklich leckere Braten rausgekommen.

Zutaten
Rinderbraten
Putenrollbraten
2 Suppengrün
4 mittelgroße Zwiebeln
Senf
Salz
Pfeffer
Knoblauchpulver
scharfes Paprikapulver
Öl zum Anbraten
5 EL Tomatenmark
0,7 l trockener Rotwein
0,5 l Gemüsebrühe
0,5 l Wasser zum ggf Nachfüllen beim Garen im Ofen
1 Becher Sahne

Zubereitung
Die Vorbereitungen beginnen mit dem Vorheizen des Ofens: 220 Grad, Umluft.

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Jetzt bleibt genügend Zeit, um die Möhren, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und Petersilie zu waschen und zu putzen. Da alles später im Ofen vor sich hinbrutzelt, darf ruhig großzügig gewürfelt bzw in Scheiben geschnitten werden.

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Die beiden Braten habe ich abgespült, mit Zewa trockengetupft und schließlich hübsch auf einem großen Brettchen drapiert. Das Fleisch rundherum salzen sowie pfeffern und am Ende großzügig mit Senf bestreichen. Das macht ein bisschen Sauerei, aber am Ende sollte der Senf quasi gut einmassiert sein.

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Nun das Öl in einem Bräter erhitzen und beide Braten nacheinander rundherum kräftig anbraten und wieder heraus nehmen. Dann Zwiebeln, Suppengrün und Tomatenmark in dem Bratsatz anrösten. Das Gemüse soll ordentlich Farbe annehmen.

Nach einigen Minuten das Gemüse mit dem Rotwein ablöschen, kurz einkochen lassen, würzen und die beiden Braten wieder mit in den Bräter geben. Jetzt darf auch die Gemüsebrühe hinzu.

Den Bräter mit geschlossenem Deckel für ca. 60 Minuten in den Ofen schieben. Danach die Hitze auf 180 Grad reduzieren, die beiden Braten wenden und eventuell noch weiteres Wasser angießen, Deckel wieder drauf und weitere 60 Minuten bei Ober- und Unterhitze schmoren.

Am Ende der Garzeit das Fleisch aus dem Bräter nehmen und ruhen lassen.

Jetzt muss nur noch das mitgegarte Gemüse zu einer Soße verarbeitet werden. Ich püriere mit einem Stabmixer immer das komplette Gemüse und gieße noch etwas Wasser und einen Becher Sahne an, bis eine richtig schöne Soße entstanden ist.

Jetzt kann man wählen: Entweder der Braten wird direkt in Scheiben geschnitten und einzeln mit der Soße serviert oder die Scheiben werden direkt in die Soße gegeben und so serviert.

Da mir das Wasser wahrlich im Mund zusammengelaufen ist, habe ich es leider nicht geschafft, Bilder vom fertigen Braten zu schießen. Man möge es mir verzeihen, denn ich hatte Hunger!

Die beiden ursprünglichen Rezepte finden sich hier und hier.

Rosenkohlauflauf – ein Gastbeitrag zum Kochbuch-Kochen

Ich habe heute die Ehre einen Gastbeitrag für SCHÖNER Blog(t) zu veröffentlichen. Die Sandra hat eine ganz tolle Kategorie in ihrem Blog, das Kochbuch-Kochen.

Dort sucht sie jede Woche ein Rezept aus einem ihrer zahlreichen Kochbücher aus, testet das Gericht auf Herz und Nieren und berichtet darüber. Richtig toll mit Kochmützen-Bewertungssystem. Hach.

Mein Beitrag zu dieser Reihe lautet wie folgt:

Das große Buch der Blitzrezepte – Rosenkohlauflauf

Zutaten
(4 Portionen)
2 Pakete TK-Rosenkohl à 300 g
Salz
250 g gekochter Schinken
250 g mittelalter, geraspelter Gouda
200 g Crème fraîche
Fett für die Form
30 g gehobelte Haselnüsse

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Zubereitung
Den Rosenkohl unaufgetaut in kochendes Salzwasser geben und 7 Minuten darin garen.
Als nächstes den gekochten Schinken in dünne Streifen schneiden und beiseite stellen.
In einer Schüssel den Gouda mit Crème fraîche vermischen, bis eine homogene Masse entsteht.
Jetzt wird der Rosenkohl abgegossen und in eine gefettete Form gegeben. Auf dem Gemüse werden zum Abschluss zuerst die Schinkenstreifen, dann die Käse-Masse und schließlich die gehobelten Haselnüsse verteilt.
Im vorgeheizten Backofen darf der Auflauf nun bei 250 Grad (Ober- und Unterhitze! Umluft ist nicht geeignet) etwa 10 Minuten überbacken.

Das Kochbuch

essen & trinken: Das große Buch der Blitzrezepte. Schnell, schmackhaft und leicht.
Es handelt sich hierbei um eine Sonderausgabe der Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH und ist über Amazon nur noch gebraucht zu kaufen. Ein wahres Schmuckstück also.

Für Vegetarier geeignet
Nö, nicht so richtig. Die einzelnen Kategorien wie >Suppen und Eintöpfe< oder >Gemüse- und Kartoffelgerichte< lassen fleischlose Kost vermuten, de facto sind die einzelnen Gerichte aber schon ziemlich fleischlastig.

Größe der Portion
Bei den Gerichten handelt es sich oftmals um deftige Hausmannskost und die lässt ja immer schon üppige Portionen vermuten. In der Tat sind die Portionen ordentlich. Außerdem kommt noch hinzu, dass ich zum Auflauf Salzkartoffeln zusätzlich gekocht habe, da ich nicht sicher war, ob ausschließlich Rosenkohlauflauf mich und den Mann glücklich machen würden. Mit den Kartoffeln zusammen war es super.

Optik
Naja. Mal ehrlich, so ein Auflauf sieht eigentlich nie besonders hübsch aus. Vielleicht, wenn er noch in der Form ist, aber sobald er auf einen Teller gegeben wird, leidet die Optik ziemlich und erinnert oft mehr an einen Autounfall.

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Verständlichkeit & Schwierigkeitsgrad
Auf diesen Punkt habe ich mich schon seit dem Abtippen der Überschrift gefreut. Da heißt es: >Schnell, schmackhaft und leicht< und genauso isses. In einzelnen Bildern wird sogar mit Minutenangabe erklärt, was zu tun ist. Außerdem sind die Zutaten bereits in der Reihenfolge aufgelistet, in der sie benötigt werden. Ich würde sagen, auch Anfänger kochen hiermit lecker.

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Besonderheit
Ich habe gerade noch einmal durch das Buch geblättert. Einzige Besonderheit: Das Wörtchen „leicht“ aus dem Titel sollte man um Gottes willen nicht mit fettarm assoziieren. Leicht steht in diesem Fall für simple Gerichte.

Was ich schon daraus gekocht habe
Hähncheneintopf – sehr lecker.
Gemüse-Nudel-Pfanne – nicht so toll. Ich mag kein gestocktes Ei zusammen mit Nudeln.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht
Wie bereits erwähnt, der Auflauf ist wirklich fix fertig und schmeckt gut. Die Zubereitung ist simpel und erfordert keine Expertenkentnisse in der Küche.

An dieser Stelle hätte ich ganz furchtbar gern das tolle Kochbuch-Kochen-Wertungssystem von der Sandra eingebunden, aber das wollte mein PC leider nicht mitmachen. Deshalb gebe ich jetzt einfach mal mit Worten 4 Kochmützen. Es muss ja noch ein bisschen Luft nach oben da sein, wenn ich das nächste Mal aus dem Buch etwas koche.

Fazit
Das Kochbuch eignet sich ganz hervorragend, wenn man einmal nicht weiß, was man kochen soll und es obendrauf auch noch schnell gehen muss. Durch die einzelnen Kategorien im Inhaltsverzeichnis findet sich schnell das passende Gericht und die Bilder lassen Vorfreude auf das Essen am Ende aufkommen.

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Kurfürsten-Steaks frei interpretiert

Manchmal muss es einfach Fleisch sein.
So in etwa war mein Denkprozess beim wöchentlichen Großeinkauf. Erstanden habe ich ein Schweinefilet. Da Braten und große Fleischstücke nicht zu meiner Alltagsküche gehören, brauchte ich ein Rezept, denn schließlich sollte das tolle Stück Fleisch auch schmecken.

Die Google-Suche ergab: Kurfürsten-Steaks. Das klingt nicht nur hochherrschaftlich, sondern schmeckt auch so. Ich wäre aber kein Küchenguerilla, wenn ich das Rezept nicht ein wenig abgewandelt hätte, wie das eben immer so ist.

Zutaten
(für 4 Personen)
Schweinemedaillons oder Schweinefilet (etwa 600 g)
Salz
Pfeffer
Pflanzenfett
scharfer Senf
1 Päckchen magere Schinkenwürfel
1 kleine Zwiebel
500 g Champignons
100 g geriebener Gouda
2 Eigelb
2 EL Crème fraîche

Zubereitung
Zwiebel würfeln und die Pilze waschen und vierteln.

Schweinefilet von überflüssigem Fett und Sehnen befreien und anschließend in gleich große Stücke schneiden, etwa 5 cm dick. Die soeben entstandenen Medaillons leicht salzen und pfeffern und in heißem Fett 2 Minuten auf nur EINER Seite anbraten.

Mit der gebratenen Seite nach unten schließlich in eine gut gefettete Auflaufform geben.

Nun in die heiße Pfanne die Zwiebelwürfel und die Schinkenwürfel geben. Nach 1 Minute die Champignonviertel dazugeben, Deckel drauf und etwa 5 Minuten braten lassen.

In der Zwischenzeit die nicht angebratene Seite der Medaillions mit Senf bestreichen. In einer Schüssel Käse, Eigelb, Crème fraîche, Salz und Pfeffer miteinander vermischen.

Zurück zu den Medaillions: Auf den Filets wird die Champignon-Zwiebel-Mischung verteilt und obendrauf die Käse-Masse gegeben.

Bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen goldbraun überbacken, etwa 20-25 Minuten.

Dazu schmecken Kartoffeln aus dem Ofen und ein grüner Salat.

Das Originalrezept gibt es hier.

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Kritikpunkt
Wenn ich dieses Gericht noch einmal koche, dann werde ich das Eigelb weglassen, denn durch den Sud von den Pilzen ist das in der Auflaufform gestockt. Das kann man zwar Essen, aber es sieht einfach nicht so schick aus. Ansonsten war das eine wirklich leckere und empfehlenswerte Mahlzeit.

 

Kürbissuppenwahnsinn

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Oder in meinem Fall eher Kürbis-Suppen-Zeit.
Seit dem Besuch bei den Großeltern des Mannes haben die tollen Herbstfrüchte bei uns zu Hause ein neues Heim gefunden.

Zum Teil verschönern die Cucurbita (so nennt sie jedenfalls Wikipedia) in zierlicher Form seit ein paar Wochen unseren Esszimmertisch. Die kleinen Jungs haben es mir echt angetan! Die Farben: toll, die Formen: toll und scheinbar halten die Jungs ewig!

Der andere Teil der leckeren Cucurbita (ich mag das Wort …) ist in das Gemüsefach des Kühlschranks eingezogen.

In einer Sonntagskoch-Aktion habe ich bereits zwei Suppen hergestellt: klassische Kürbis-Kokos-Suppe mit Kartoffeln und eine kleine Abwandlung ohne Kartoffeln, dafür mit roten Linsen.

Kürbissuppe mit roten Linsen kommentierte Sandra folgendermaßen: „Das war ja mal eine superleckere Suppe!“ Anschließend folgte die Frage nach dem Rezept.

Das mit den Rezepten ist ja immer so eine Sache. Ich bin eher eine Art Freestyle-Koch. Man schaue in ein Rezept für ungefähre Mengenangaben und danach wird wild improvisiert. Schmeckt auch fast immer …

Also habe ich meine kleinen Gehirnzellen angestrengt und das Rezept rekonstruiert. Und wo ich schon dabei war, habe ich mir auch Gedanken für die andere Suppe gemacht, denn die Zubereitung unterscheidet sich ja nicht wirklich.

Beide Suppen sind lecker, keine Frage, aber die Kürbis-Kokos-Suppe mit Kartoffeln hat nun auch die Kolleginnen schwer begeistert und deshalb gibt’s nun das Rezept für die holde Leserschaft!

Kürbis-Kokos-Suppe

1 Hokkaido Kürbis
4-5 große
Kartoffeln
2 Zwiebeln
1-2 TL rote Currypaste
etwa 600 ml
Gemüsebrühe
400 ml Kokosmilch
Salz / Pfeffer / andere Gewürze

Kürbis entkernen und das faserige Innenleben mit einem Esslöffel rauskratzen. Den Kürbis nun in kleine Stücke
schneiden. Zwiebeln schälen und zerkleinern, Kartoffeln schälen und
in kleine Stücke zerteilen.

Currypaste in heißem Öl sieden, dann die Zwiebeln dazugeben und diese glasig
dünsten.
Schließlich die Kürbisstücke und die Kartoffeln ab in den Topf und kurz
mitbraten.
Wenn alle Zutaten ordentlich Hitze abbekommen haben, die Kokosmilch und die Gemüsebrühe angießen.
Jetzt kann man sich ganz entspannt zurücklehnen, denn das Kochen an sich übernimmt ja der Herd 😉

Nach ca. 30-40 Minuten ist die Entspannung auch schon wieder vorbei und nun wirds laut. Wenn der Kürbis weich ist, Kürbis
mit einem Standmixer pürieren.

Schließlich die Suppe abschmecken (alle Gewürze die man mag sind
erlaubt).

Am Ende sollte die Suppe schön sämig sein. Ist sie zu dickflüssig geworden, einfach noch ein bisschen Wasser angießen.

Und schon kann der Genuss losgehen! Mmmmmhhh.