Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella und Spargel

Frühjahr und Sommeranfang ändern die Essgewohnheiten. Da verlangt der Körper plötzlich nach knackigem Salat, frischen Tomaten aufs Brot oder Grillfleisch. Sommerzeit ist Salatzeit. Ganz klar.

Ich finde es sehr praktisch, da diese Zeit auch dem Projekt Bewusste Ernährung in die Hände spielt, denn bei der Zubereitung für einen Salat muss man nun wirklich kein Fleisch verwenden. Und Salat bietet schier unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Da gibt es Feldsalat, Rucola, Eisbergsalat, Blattsalat oder Salatherzen – und nun habe ich nur die grünen Salate aufgezählt. Paprika, Tomaten, Zucchini, Champignons, Kartoffeln oder Nudeln erweitern die Auswahl. Gut schmeckt auch ein Apfel oder eine Möhre mit untergemischt.

Passend zur Spargelzeit, stelle ich heute einen leckeren Salat vor, der theoretisch auch ohne Spargel funktioniert, dafür wäre die Zugabe von Paprika oder Champignons durchaus denkbar.

Ich habe für diesen Salat sogenannten Bruch-Spargel verwendet. Der ist deutlich günstiger als hübsch aussehender Spargel, schmeckt aber identisch. Meiner Meinung nach muss man für einen Salat keinen hübschen Spargel verwenden, da dieser sowieso klein geschnitten wird.

Spargel bereite ich grundsätzlich in größeren Mengen zu, weil ich so nur einmal den Aufwand mit Schälen und Schalen auskochen habe. Die aus den ausgekochten Schalen entstandene Brühe bildet eine tolle Basis für Spargelsuppe, wofür sich der Bruch-Spargel ebenso gut eingnet. Zum Thema Spargelsuppe schreibe ich demnächst vielleicht auch noch ein Rezept.

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella, Spargel und Kräutern

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Zutaten

(3 Portionen)

Salat
250 g Nudeln
1 Mozzarella
3 große Tomaten
250 g Bruch-Spargel
Salz und Pfeffer

Dressing
4 EL Olivenöl
2 EL Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
Basilikum oder andere Kräuter
Balsamico-Creme zum Verziehren

Zubereitung

Den Spargel schälen, in etwa 1-2 cm lange Stücke schneiden und im Wasser bissfest garen. Wer mag, kann das Spargelwasser auffangen und weiterverarbeiten.
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Den Mozzarella würfeln, ebenso die Tomaten. Ich versuche immer gleich große Stücke zu schneiden.

In einer Schüssel die Nudeln, den Spargel, die Tomaten und den Mozzarella miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Für das Dressing Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Zucker und Kräuter vermischen. Wenn der Basilikum frisch ist, so sollte er gewaschen und gehakt werden.

Das Dressing über den Salat geben, alles gut durchmischen und mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal durchrühren, abschmecken und bei Bedarf die Balsamico-Creme über den Salat geben. Die sorgt für das gewisse Etwas.

Das Gericht is(s)t …

… sehr wandlungsfähig und schnell zubereitet. Der Salat eignet sich auch sehr gut, um Gemüsereste zu verwerten. Mir fällt gerade kein Gemüse ein, was nicht in Verbindung mit Nudeln schmeckt.

Wer keine kalten Speisen mag: Diesen Salat kann man auch ganz prima in einer Pfanne zubereiten und warm genießen. Dann sollten die Tomaten aber erst ganz zum Schluss hinzu gegeben werden, da sich sonst die Schale ablöst und das schmeckt nicht ganz so toll.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Liebling! Ich mag alle Bestandteile dieses Nudelsalats schon einzeln sehr gern. In Verbindung miteinander ergibt sich eine leckere Mahlzeit. Nudelsalat passt natürlich auch sehr gut zu Gegrilltem, auf jedes Buffet, in den Picknickkorb, oder, oder, oder …

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Mediterranes Ofengemüse

Das in meiner Küche am meisten genutzte Gerät ist, nach den Herdplatten, der Backofen. Es ist ganz fantastisch, wenn man ein Gericht kalt zusammenstellen kann und den Rest erledigt der Ofen. Einfach so. Man muss nichts weiter tun, als die richtige Gradzahl einzustellen und abwarten.

Am Ende wird der eigene Gaumen mit einem schmackhaften fertigen Gericht verwöhnt und der Aufwand dafür ist schwindend gering. Das kann man natürlich jetzt nicht pauschal sagen, denn ich habe durchaus schon Essen zubereitet, die trotz Ofen viel Aufwand bedeuteten, aber für das nun folgende Gericht ist es absolut zutreffend.

Mediterranes Ofengemüse

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Zutaten

(für 2 Personen)
2 kleine Zucchini
10 Champignons
1 Paprika
8 kleine Kartoffeln
1/2 Fetakäse
Öl
Salz, Pfeffer, Paprika, mediterrane Gewürzmischung

Zubereitung

Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.
Kartoffeln waschen und trocken tupfen. Die Kartoffeln in der Mitte durchschneiden und mit der aufgeschnittenen Seite nach oben auf ein Backblech legen. Die Schnittseiten mit einem Pinsel mit etwas Öl bestreichen und mit Salz, Pfeffer, Paprika und je nach Geschmack, mit mediterranen Gewürzen bestreuen. Kartoffeln in den Ofen schieben und etwa 25 Minuten garen.

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Zucchini, Pilze und Paprika waschen, trockentupfen, klein schneiden und ggf entkernen. Das Gemüse zusammen in eine Schüssel geben und nun ebenfalls mit Salz, Pfeffer und ggf medieterranen Gewürzen bestreuen und vermengen.

Nun das Gemüse auf dem Backblech mit den Kartoffeln verteilen und zusammen in den Ofen schieben.

Nach 15 Minuten Garzeit den Fetakäse auf dem heißen Gemüse zerbröseln und für weitere 10 Minuten in den Ofen schieben.

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Das Gericht is(s)t …

… wirklich einfach und geschmacklich ganz weit vorn mit dabei. Was ich wirklich toll finde, dass so ziemlich jede Sorte von Gemüse für dieses Gericht in Frage kommt. Da kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Schön.

Wer zum Gemüse eine Soße braucht, isst einfach ein wenig Kräuterquark oder Sour Cream dazu.

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Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Das mediterrane Ofengemüse zählt seit Jahren zu meinen Lieblingen. Im Zuge der bewussten Ernährung passt das Gemüse natürlich sehr gut mit auf den Speiseplan, da fleischlos und saisonales Gemüse kann verwendet werden.

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Rucola-Pesto nach Johann Lafer

Sandra von Schöner Blog(t) veröffentlicht jede Woche einen Beitrag zum Thema Kochbuch-Kochen. Dafür werden die vorhandenen Kochbücher des heimischen Kochbuchregals auf Herz und Nieren geprüft, ein Gericht nachgekocht und bei Bedarf aussortiert, wenn das Essen nicht so lecker gewesen ist. So schafft Sandra Platz in ihrem Kochbuchregal.

Ich darf heute erneut einen Gastbeitrag zu dieser Reihe veröffentlichen. In der letzten Woche waren Mälzer & Witzigmann hier bereits zu Gast und nun kommt der Herr Lafer an die Reihe:

Der grosse Lafer. Die Kunst der einfachen Küche.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Herrn Lafer. Wenn er im Fernsehen mit seinem Dauergrinsen unterwegs ist und man immer das Gefühl hat, dass er unbedingt jedem seine Schokoladenseite zeigen muss, macht das wenig Spaß dem Mann bei der Arbeit zuzuschauen. Aber kochen kann er. Das steht außer Frage und ich bin im Besitz dieses Lehrkochbuches.

Rucolapesto

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Zutaten

3 Knoblauchzehen
100 g blanchierte Mandeln
100 g Rucola
50 g krause Petersilie
200 ml mildes Olivenöl
50 g Parmesan
Meersalz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

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Knoblauchzehen schälen und grob würfeln. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, dabei öfter umrühren, da sie schnell anbrennen. Dann abkühlen lassen. Rucola und Petersilie waschen, trocken schleudern, harte Stiele entfernen, Blätter grob hacken.

Knoblauch, Mandeln, Rucola, Petersilie und Olivenöl in einem Standmixer zu einer cremigen, nicht zu feinen Masse verarbeiten. Den Parmesan fein reiben, untermischen und das fertige Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Kochbuch

Der grosse Lafer. Die Kunst der einfachen Küche
Aus dem langjährigen Erfahrungsschatz eines leidenschaftlichen Kochs:
60 beliebte Klassiker und wie man sie genial variiert.
Alle mit Fotoanleitung Schritt für Schritt erklärt.
gebundene Ausgabe, 39,90 Euro

Für Vegetarier geeignet

Definitiv. Ich behaupte einfach mal, dass etwa die Hälfte der Rezepte ohne Fleisch auskommt.

Größe der Portion

Geht völlig in Ordnung. Bei Pesto ist das ja so eine Sache, denn die Größe der Portion bestimmt in diesem Fall die Nudeln, auf die das Pesto gestrichen wird. Der Mann und ich haben zwei Portionen Pasta zusammen mit dem Pesto gegessen. Die angegebene Menge des Rezeptes reicht für mehrere Portionen aus. Da Pesto im Kühlschrank gelagert werden kann, lohnt sich der Aufwand definitiv.

Optik

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Grün. Ein schönes Rucola-Petersilien-Grün, was Lust auf mehr macht.

Kapitel

Das Buch verfügt über etwa 60 Kapitel mit einigen Variationen der Rezepte. Jedes Rezept bildet ein eigenes Kapitel, mit step by step-Foto-Anleitung. Das ist sehr übersichtlich und der Herr Lafer konnte so ausreichend im Buch abgelichtet werden … Irgendwie kann ich mich immer noch nicht für diesen Mann erwährmen …

Verständlichkeit und Schwierigkeitsgrad

Keep it simple. Die ersten Seiten des Kochbuches enthalten Warenkunde zum Thema Lebensmittel, Töpfe und Pfannen oder andere Küchengeräte.

Dank der Fotoanleitungen kann der Hobbykoch jedes Gericht fix nachkochen. Das Besondere: Nach der Fotoanleitung folgen jeweils bis zu vier Variationen des auf den ersten Seiten vorgestellten Gerichts.

Beispiel Pesto: Basilikumpesto wird per Fotoanleitung vorgestellt und auf der nächsten Seite findet sich Rucolapesto, Korianderpesto, Petersilienpesto und Bärlauchpesto. Das finde ich sehr gelungen gemacht.

Besonderheit

In diesem Kochbuch gibt es eigentlich kein Essensthema, was nicht behandelt wird. Es finden sich Rezepte für Crêpe, Frühlingsrollen, Kartoffelsalat, Panna cotta, Serviettenknödel, Schnitzel oder auch Zabaione. Alles optisch hübsch aufbereitet – das macht Lust auf mehr.

Was ich schon daraus gekocht habe

Zu meiner Schande muss ich gestehen: nichts. Zum einen hat mich der Herr Lafer selbst irgendwie davon abgehalten, aus den bereits oben genannten Gründen, zum anderen neige ich dazu, ein Rezept schnell mal im Internet nachzuschlagen und dann mit dem iPad zu kochen. Manchmal ist das schade, wenn man Schätze im Regal stehen hat, die so nur verstauben.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht

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Das Rucola-Pesto kann ich empfehlen. Es ist eine schöne Variante zum Klassiker Basilikum-Pesto und durch die Mandeln bekommt es einen tollen, nussigen Touch.

Mützen

Jetzt kommt meine Lieblingsrubrik. Die Kochmützen. Sandra verwendet in ihrem Blog diese Kochmützen als Bewertungssystem, die den finalen Stand angeben. Ich vergebe für das Rucola-Pesto von Herrn Lafer drei Kochmützen.

Warum nur drei Mützen?
Es ist so, dass ich beim Herstellen des Rucola-Pestos auch noch ein Bärlauch-Pesto hergestellt habe. Dies allerdings nicht nach dem Rezept des Herrn Lafer, sondern auf eigene Faust. Im direkten Vergleich zwischen Rucola und Bärlauch, kann das Rucola-Pesto an dieser Stelle leider nur drei Kochmützen erhalten, da ihm am Ende ein gewisser Pfiff fehlt.

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Fazit

Ich werde Der große Lafer. Die Kunst der einfachen Küche sicher nicht das letzte Mal in die Hand genommen haben. Viele weitere Rezepte haben mich angelacht, die ich in Zukunft gerne einmal ausprobieren möchte.

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)

Bärlauch-Pesto selbermachen

Am Wochenende habe ich zuerst einen Ausflug auf den Rüttenscheider Wochenmarkt unternommen. Beim Gemüsestand meines Vertrauens habe ich frischen Bärlauch entdeckt, den ich sofort mitgenommen habe. Ich bin ein Fan von Bärlauch.

Im letzten Jahr haben der Mann und ich ein selbstgemachtes Bärlauch-Pesto geschenkt bekommen und waren hin und weg. Nun wollte ich das auch einmal austesten. Also habe ich mich mit dem Pürierstab verbrüdert und mein erstes Pesto hergestellt. Dazu habe ich sowohl Kochbücher konsultiert, als auch das Internet um Rat befragt.

Letztlich habe ich eine eigene Mischung kreiert, die ich jetzt präsentieren möchte:

Bärlauch-Pesto

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Zutaten

50 g gemahlene Mandeln
50 g Kürbiskerne
50 g Sonnenblumenkerne
200 ml Olivenöl
2 Bund Bärlauch
80 g Parmesan
3 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer

Zubereitung

Bärlauch waschen und mit einem Zewa trockentupfen. Damit kein Wasser mehr übrig bleibt, am besten auch noch eine runde in der Salatschleuder schleudern.

Die Stängel vom Bärlauch abschneiden und beiseite stellen. Knoblauch schälen und die Kerne und Mandeln abwiegen.

In ein Gefäß das Öl, die Kerne und den Parmesan geben und gleichmäßig mit dem Pürierstab pürieren. Nach und nach den Bärlauch hinzufügen und zerkleinern.

Am Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das fertige Pesto am besten in ein dunkles Gefäß füllen und mit Ölivenöl bedecken, damit kein Luftkontakt mehr mit dem Pesto stattfinden kann. Angeblich soll selbstgemachtes Pesto bis zu einem Jahr haltbar sein. We will see.

Das Gericht is(s)t …

… sehr simpel in der Zubereitung. Ich esse sehr gern Pesto, da dies mit Pasta ganz hervorragend harmoniert, wie ich finde. Wenn es schnell in der Küche gehen muss, kocht man einfach ein paar Nudeln, mischt das Pesto unter und garniert das ganze noch mit ein bisschen frischem Parmesan.

Sehr gern esse ich auch die Variante mit angebratenem Gemüse. Ich verwende dazu meist Paprika und Zucchini, brate diese in der Pfanne mit ein wenig Öl an und gebe schließlich das Pesto dazu, bis eine Art Soße entstanden ist. Nun nur noch die Nudeln untermischen. Fertig. Und lecker.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Bisher habe ich immer gekauftes Pesto verwendet und dort auch mein liebstes Pesto gefunden. Da ich nun aber festgestellt habe, dass das echt fix geht, so etwas selbst herzustellen, wird es in Zukunft öfter frisches Pesto geben.

Ich sortiere das Bärlauch-Pesto also zu meinen Lieblingen.

 

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Kartoffelauflauf

Ich liebe Kartoffeln. Als kleines Mädchen habe ich mir nach dem Abendessen immer den Kartoffeltopf geschnappt und die übrig gebliebenen Kartoffeln aufgegessen, obwohl ich eigentlich schon satt war. Das hatte zur Folge, dass meine Ma nie genug Kartoffeln übrig hatte, für beispielsweise Bratkartoffeln.

Selbst wenn ich einmal nicht alle Kartoffeln nach dem Abendessen aufessen konnte, war die Wahrscheinlichkeit gering, dass es Bratkartoffeln geben konnte, denn auch kühlschrankkalte Kartoffeln esse ich gern. Nach wie vor.

Da liegt es doch auf der Hand, dass ich den Backofen anschmeisse und mein liebstes Gemüse zubereite, in Form von

Kartoffelauflauf

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Zutaten

800 g festkochende Kartoffeln
1 TL Knoblauchpaste
250 ml Sahne
250 ml Milch
Muskat
Kräutersalz
Pfeffer
Paprikapulver
1 TL Gemüsebrühe
Pflanzenfett für die Form
250 g geriebener Gouda

Zubereitung

Kartoffeln schälen und mit einer Reibe in ganz dünne Scheiben reiben.
Ein kleines Backblech mit dem Pflanzenfett einfetten und die Kartoffeln in Reihen hinein legen.
Die Kartoffeln nun mit Kräutersalz, Muskat und Pfeffer leicht würzen.
Sahne und Milch in einer Schüssel mischen und mit der Gemüsebrühe, Knoblauchpaste, Kräutersalz, Paprika, Muskat und Pfeffer würzen, gut verrühren.
Die Sahne-Milch-Mischung über die Kartoffeln geben.
Bei 180 Grad etwa 20 Minuten garen, dann den Käse verteilen und weitere 20 Minuten überbacken.

Das Gericht is(s)t …

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Bestimmt sehr lecker, wenn man den Auflauf nicht eine Stunde im Ofen lässt und die Kartoffeln die gesamte Soße aufgesogen haben. Das Problem: Zurückgeblieben ist nur noch die Würzmasse, die viel zu sehr nach Salz geschmeckt hat.

Im ursprünglichen Rezept stand, dass man die Kartoffeln in zwei Schichten in die Form geben sollte. Das habe ich nicht gemacht und ich denke, deshalb war am Ende bei mir keine Soße mehr übrig. Außerdem stand im ursprünglichen Rezept, dass dort 1 Esslöffel Gemüsebrühe rein sollte. Das schien mir schon ziemlich viel und ich habe weniger verwendet. Ich habe das Rezept bereits angepasst, dass dies nun nicht mehr passieren sollte.

Ansonsten simpel in der Zubereitung und schnell vorbereitet.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Aufgrund des hohen Salzgehaltes war das Gratin fast nicht essbar und das sage ich, als ein erklärter Salzjunkie. Ich würde es auf jeden Fall noch einmal kochen, aber dann mit deutlich weniger Salz!

Das Originalrezept findet sich hier.

Suppenkasper aufgepasst!

Ich mag Suppen und Eintöpfe. Diese bedeuten für mich wenig Aufwand, da ich nur bei der Vorbereitung ein wenig schnibbeln muss und der Rest vom Herd und der Zeit erledigt wird. Außerdem reicht so ein Topf voll Suppe mindestens zwei Mahlzeiten lang. Das ist praktisch, wenn die Zeit knapp ist. Dass so ein Eintopf preiswert ist, sei an dieser Stelle auch noch erwähnt.

In der letzten Woche habe ich den Mann mit „Quer-durch-den-Garten“ oder einfacher ausgedrückt, einer Gemüsesuppe beglückt. Der Ausdruck für Gemüsesuppe stammt von meiner Omi. Diese hatte in meinen Kindertagen tatsächlich noch einen Gemüsegarten, aus dem die Zutaten für die Suppe stammten. Okay, ich hab keinen Garten, aber dieser Ausdruck ist bei mir hängengeblieben.

Da es in der letzten Woche bereits die Gemüsevariation gegeben hat, wollte ich das in dieser Woche nicht schon wieder essen. Nach Sichtung des Gefrierschrankes war schnell klar, dass Hackfleisch und Paprika vorhanden sind. Außerdem leckere Bio-Kartoffeln. Damit geht doch was. Also habe ich den Herrn Google bemüht und in den Suchergebnissen erschien der

Bauerneintopf

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Zutaten

500 g Hackfleisch
3 kleine Zwiebeln
500 g Kartoffeln
500 g TK-Paprika
1 Dose gestückelte Tomaten
500 ml Wasser
2 TL Gemüsebrühe
Gewürze (Paprika, Salz, Pfeffer, orientalische Gewürze oder Gewürzmischungen)
3 EL TK-Petersilie
3 EL TK-Schnittlauch
1 Becher Schmand
1 EL Mehl + Wasser zum Andicken

Zubereitung

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
Zwiebeln würfeln und zusammen mit dem Hackfleisch in einem großen Topf anbraten. Nacheinander Paprika und Kartoffeln hinzufügen.
Gewürze hinzugeben und gut durchrühren.
Im Topf bildet sich beim Anbraten Ansatz, das gibt Geschmack.
Schließlich die Dose mit den gestückelten Tomaten, Gemüsebrühe, Petersilie, Schnittlauch und Wasser hinzufügen.
Nachdem der Eintopf kurz aufgekocht ist, die Hitze reduzieren und auf kleiner Flamme etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Nach der Garzeit den Schmand unterrühren und für mehr Bindung das Mehl mit dem Wasser mischen, in den Eintopf einrühren, aufkochen, abschmecken, fertig.

Das Gericht is(s)t …

Schnell vorbereitet. Wie bereits eingangs erwähnt, schätze ich genau dies bei Eintöpfen sehr. Es ist außerdem wirklich simpel in der Zubereitung.
Wenn man den Bauerntopf dünnflüssiger mag, kann man auch den Schritt mit dem Andicken weglassen.
Beim Essen habe ich irgendwann festgestellt, dass ich dieses Gericht schon einmal gegessen habe. Da gibt es ein Maggi Fix von. Das hat mich doch doppelt gefreut, dass ich diesen Eintopf gekocht habe und zwar ohne eines dieser Fix-Produkte.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Nachdem ich heute die aufgewärmte Variante getestet und für gut befunden habe, kommt dieses Rezept in die Kategorie Liebling. Diese neue Errungenschaft gesellt sich nun zu den Rezepten für Linsensuppe, Kürbissuppe oder auch Sauerkrautsuppe. Gerade wenn es draußen kalt ist, die Nase läuft und sich ein allgemeines Unwohlsein einstellt, esse ich sehr gern Suppe. Ab dem nächsten Herbst gehört der Bauerneintopf zu meiner wöchentlichen Suppenauswahl.

Das Originalrezept findet sich hier.

Braten mit Senf und Rotwein

Ab und an muss es eine ordentliche Portion Fleisch für mich geben, um glücklich zu sein.

Ich esse sehr gern Rouladen, Gulasch und natürlich Braten. Ich denke, wenn man schon einen größeren Aufwand in seiner Küche betreibt, dann sollte sich das auch lohnen. Will heißen, für einen kleinen Braten, der gerade einmal für 2 Personen reicht, stelle ich mich nicht 4 Stunden in die Küche.

Jetzt war es wieder soweit. Die Lust auf echten Sonntagsbraten war da. Also ab zum Metzger des Vertrauens und Fleisch kaufen gehen. Das Dilemma: Es war sowohl Pute als auch Rind im Angebot. Was machen? Genau beides kaufen und hinterher den fertigen Braten für schlechte Zeiten einfrieren.

Das Rind hatte so in etwa 700 g und die Pute habe ich für einen Rollbraten in ein Netz ziehen lassen, der wog etwa 1,5 kg, schätze ich.

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Zu Hause angekommen musste ich nur noch einen Weg finden die beiden Schätze gut und vor allem gleichzeitig zuzubereiten. Kurzerhand habe ich zwei Rezepte zusammengeschmissen und am Ende sind zwei wirklich leckere Braten rausgekommen.

Zutaten
Rinderbraten
Putenrollbraten
2 Suppengrün
4 mittelgroße Zwiebeln
Senf
Salz
Pfeffer
Knoblauchpulver
scharfes Paprikapulver
Öl zum Anbraten
5 EL Tomatenmark
0,7 l trockener Rotwein
0,5 l Gemüsebrühe
0,5 l Wasser zum ggf Nachfüllen beim Garen im Ofen
1 Becher Sahne

Zubereitung
Die Vorbereitungen beginnen mit dem Vorheizen des Ofens: 220 Grad, Umluft.

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Jetzt bleibt genügend Zeit, um die Möhren, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und Petersilie zu waschen und zu putzen. Da alles später im Ofen vor sich hinbrutzelt, darf ruhig großzügig gewürfelt bzw in Scheiben geschnitten werden.

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Die beiden Braten habe ich abgespült, mit Zewa trockengetupft und schließlich hübsch auf einem großen Brettchen drapiert. Das Fleisch rundherum salzen sowie pfeffern und am Ende großzügig mit Senf bestreichen. Das macht ein bisschen Sauerei, aber am Ende sollte der Senf quasi gut einmassiert sein.

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Nun das Öl in einem Bräter erhitzen und beide Braten nacheinander rundherum kräftig anbraten und wieder heraus nehmen. Dann Zwiebeln, Suppengrün und Tomatenmark in dem Bratsatz anrösten. Das Gemüse soll ordentlich Farbe annehmen.

Nach einigen Minuten das Gemüse mit dem Rotwein ablöschen, kurz einkochen lassen, würzen und die beiden Braten wieder mit in den Bräter geben. Jetzt darf auch die Gemüsebrühe hinzu.

Den Bräter mit geschlossenem Deckel für ca. 60 Minuten in den Ofen schieben. Danach die Hitze auf 180 Grad reduzieren, die beiden Braten wenden und eventuell noch weiteres Wasser angießen, Deckel wieder drauf und weitere 60 Minuten bei Ober- und Unterhitze schmoren.

Am Ende der Garzeit das Fleisch aus dem Bräter nehmen und ruhen lassen.

Jetzt muss nur noch das mitgegarte Gemüse zu einer Soße verarbeitet werden. Ich püriere mit einem Stabmixer immer das komplette Gemüse und gieße noch etwas Wasser und einen Becher Sahne an, bis eine richtig schöne Soße entstanden ist.

Jetzt kann man wählen: Entweder der Braten wird direkt in Scheiben geschnitten und einzeln mit der Soße serviert oder die Scheiben werden direkt in die Soße gegeben und so serviert.

Da mir das Wasser wahrlich im Mund zusammengelaufen ist, habe ich es leider nicht geschafft, Bilder vom fertigen Braten zu schießen. Man möge es mir verzeihen, denn ich hatte Hunger!

Die beiden ursprünglichen Rezepte finden sich hier und hier.