Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella und Spargel

Frühjahr und Sommeranfang ändern die Essgewohnheiten. Da verlangt der Körper plötzlich nach knackigem Salat, frischen Tomaten aufs Brot oder Grillfleisch. Sommerzeit ist Salatzeit. Ganz klar.

Ich finde es sehr praktisch, da diese Zeit auch dem Projekt Bewusste Ernährung in die Hände spielt, denn bei der Zubereitung für einen Salat muss man nun wirklich kein Fleisch verwenden. Und Salat bietet schier unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Da gibt es Feldsalat, Rucola, Eisbergsalat, Blattsalat oder Salatherzen – und nun habe ich nur die grünen Salate aufgezählt. Paprika, Tomaten, Zucchini, Champignons, Kartoffeln oder Nudeln erweitern die Auswahl. Gut schmeckt auch ein Apfel oder eine Möhre mit untergemischt.

Passend zur Spargelzeit, stelle ich heute einen leckeren Salat vor, der theoretisch auch ohne Spargel funktioniert, dafür wäre die Zugabe von Paprika oder Champignons durchaus denkbar.

Ich habe für diesen Salat sogenannten Bruch-Spargel verwendet. Der ist deutlich günstiger als hübsch aussehender Spargel, schmeckt aber identisch. Meiner Meinung nach muss man für einen Salat keinen hübschen Spargel verwenden, da dieser sowieso klein geschnitten wird.

Spargel bereite ich grundsätzlich in größeren Mengen zu, weil ich so nur einmal den Aufwand mit Schälen und Schalen auskochen habe. Die aus den ausgekochten Schalen entstandene Brühe bildet eine tolle Basis für Spargelsuppe, wofür sich der Bruch-Spargel ebenso gut eingnet. Zum Thema Spargelsuppe schreibe ich demnächst vielleicht auch noch ein Rezept.

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella, Spargel und Kräutern

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Zutaten

(3 Portionen)

Salat
250 g Nudeln
1 Mozzarella
3 große Tomaten
250 g Bruch-Spargel
Salz und Pfeffer

Dressing
4 EL Olivenöl
2 EL Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
Basilikum oder andere Kräuter
Balsamico-Creme zum Verziehren

Zubereitung

Den Spargel schälen, in etwa 1-2 cm lange Stücke schneiden und im Wasser bissfest garen. Wer mag, kann das Spargelwasser auffangen und weiterverarbeiten.
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Den Mozzarella würfeln, ebenso die Tomaten. Ich versuche immer gleich große Stücke zu schneiden.

In einer Schüssel die Nudeln, den Spargel, die Tomaten und den Mozzarella miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Für das Dressing Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Zucker und Kräuter vermischen. Wenn der Basilikum frisch ist, so sollte er gewaschen und gehakt werden.

Das Dressing über den Salat geben, alles gut durchmischen und mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal durchrühren, abschmecken und bei Bedarf die Balsamico-Creme über den Salat geben. Die sorgt für das gewisse Etwas.

Das Gericht is(s)t …

… sehr wandlungsfähig und schnell zubereitet. Der Salat eignet sich auch sehr gut, um Gemüsereste zu verwerten. Mir fällt gerade kein Gemüse ein, was nicht in Verbindung mit Nudeln schmeckt.

Wer keine kalten Speisen mag: Diesen Salat kann man auch ganz prima in einer Pfanne zubereiten und warm genießen. Dann sollten die Tomaten aber erst ganz zum Schluss hinzu gegeben werden, da sich sonst die Schale ablöst und das schmeckt nicht ganz so toll.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Liebling! Ich mag alle Bestandteile dieses Nudelsalats schon einzeln sehr gern. In Verbindung miteinander ergibt sich eine leckere Mahlzeit. Nudelsalat passt natürlich auch sehr gut zu Gegrilltem, auf jedes Buffet, in den Picknickkorb, oder, oder, oder …

Der Mann kocht Ravioli mit Birnen-Schinken-Füllung

Wie hinreichend bekannt sein dürfte, hat sich der Mann eine Nudelmaschine gekauft. Damit setzt er nun seinen guten Vorsatz für das neue Jahr konsequent um, selbst mehr zu kochen. Letzte Woche bin ich wieder in den Genuss seiner Kochkünste gekommen. Diesmal hatte er sich überlegt Ravioli selbst herzustellen.

Diesmal habe ich allerdings nicht komplett auf dem Sofa gesessen, sondern ein bisschen in der Küche mitgeholfen. Ich durfte zum Schluss sogar eine Soße improvisieren, da wir noch ziemlich viel von der Füllung übrig hatten und der Mann meine bescheidene Meinung zum Thema Soße erfragt hat.

Ravioli mit Birnen-Schinken-Füllung

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Zutaten

Für die Pasta
125 g Mehl
125 g Hartweizengrieß
2 Eier
2 EL Olivenöl
Wasser und Salz zum Zukleben der Ravioli

Für die Füllung
2 harte Birnen
300 g gewürfelter Schinken
100 g klein gewürfelter Appenzeller
2 Schalotten
50 g Bacon
Salz, Pfeffer, Muskat
einige Blätter Salbei
Butter zum Anbraten
1 Becher Crème fraîche
3 EL Schnittlauch

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Zubereitung

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Mehl, Hartweizengrieß und die Eier mit einem Knethaken in einer Schüssel zu einem Teig kneten. Da entstehen am Anfang Teigbrocken, wenn diese entstanden sind, mit den Händen den Teig weiter kneten und das Olivenöl hinzufügen. Am Ende sollte ein geschmeidiger Teig entstanden sein. Dieser muss mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.

In der Zwischenzeit Birnen und Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden, zusammen mit dem Schinken in Butter anbraten. Die Masse ordentlich würzen mit Salz, Pfeffer und Muskat.

Achtung: Die Birnen sollten noch Biss haben, wenn sie zur Füllung werden, deshalb nicht zu lange Braten. Am Schluss den gewürfelten Appenzeller untermischen und schmelzen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Der Nudelteig darf nun aus dem Kühlschrank und wird stückchenweise durch die Nudelmaschine gerollt. Es ist ganz normal, dass er am Anfang etwas krümelig ist. Je mehr er durch die Maschine gedreht wird, desto geschmeidiger wird der Teig. Nach und nach wird nun die Maschine immer feiner eingestellt, bis am Ende Teigplatten entstehen.

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Die Teigplatten auf einer bemehlten Arbeitsfläche auslegen und mit einem Teigrad die Ravioli ausschneiden. Der Teig bleibt danach erstmal auf der Arbeitsfläche liegen, denn nun kommt die Füllung Teelöffelweise auf die vorgesehenen Quadrate. Anschließend die Kanten mit einer Salzwasserlösung einpinseln und die nächste Teigplatte oben auf die Ravioli auflegen.

Die Ränder der Ravioli gut festdrücken, hier hilft nun das Salzwasser beim Zukleben. Schließlich mit dem Teigrad die Ravioli ausschneiden und mit bemehlten Händen die Ravioli von der Arbeitsfläche lösen, die Enden nochmal zusammendrücken und zum Lagern auf einem Geschirrtuch ablegen.

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Nun einen wirklich großen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen und den Backofen auf 160 Grad aufheizen. Auf ein Backblech den Bacon in einzelnen Scheiben auslegen und ab in den Ofen. Bis die Soße fertig ist, ist der Bacon schön kross.

Für die Soße einfach zur übriggebliebenen Füllung einen Becher Crème fraîche in die Pfanne geben und langsam erhitzen. Das Ganze mit Schnittlauch, Salz, Pfeffer, Muskat abschmecken. Zusätzlich noch die frischen Salbeiblätter hinzugeben und mitköcheln lassen.

Wenn das Wasser kocht, ordentlich Salz hinzufügen und die Ravioli etwa 5-7 Minuten al dente kochen. Man kann sie entweder mit einem Schaumlöffel herausholen und abtropfen lassen oder vorsichtig in einem Sieb abgießen. Die zweite Variante birgt allerdings die Gefahr, dass die Ravioli kaputt gehen.

Nun die abgetropften Ravioli in die Pfanne zur Soße geben, alles gut durchmischen und den krönenden Abschluss bildet schließlich der Bacon.

Das Gericht is(s)t …

Saulecker. Ich bin von der Mischung Birne und Schinken plus Crème fraîche hingerissen gewesen. Der Mann hingegen würde beim nächsten Mal vielleicht doch die Buttersoßenvariante aus dem ursprünglichen Rezept bevorzugen.

Wir haben die frische Pasta unter der Woche zubereitet. Das würde ich wahrscheinlich so nicht noch einmal machen, denn es dauert schon ein bisschen, bis die Nudeln fertig sind. Dieses Gericht eigenet sich aber hervorragend für einen entspannten Kochabend am Wochenende. Dazu ein Gläschen Wein. Perfekt. Deutlich geselliger, als ein Fernsehabend.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Ich habe die Ravioli bei den Lieblingen notiert. Bis zum nächsten Test sollte ich allerdings noch einen Schaumlöffel besorgen, denn ich fand es ärgerlich, dass einige Ravioli beim Abschütten des Wassers kaputt gegangen sind. Aber das sollte ja kein Problem sein. In diesem Sinne: Guten Appetit!

Das Original-Rezept findet sich hier.