Ausfallender Lesetipp am Mittwoch

Liebe Leser,

kaum zu glauben, aber wahr, ich habe es endlich geschafft die Roman-Biografie von Bobby Fischer zu Ende zu lesen. Ein Hoch auf mich selbst! Eigenlob ist an dieser Stelle allerdings so überhaupt nicht angebracht, denn ich habe heute keinen Lesetipp zu Bobby Fischer vorzuweisen.

Warum?
Ich war krank. Jaja, denkt sich vielleicht so mancher und kennt auch die Antwort auf die Frage, warum der Teufel seine Großmutter erschlagen hat. Prinzipiell bin ich fast nie um eine Antwort verlegen, und gehöre wohl auch in die Großmutter-Teufel-Kategorie. Nichtsdestotrotz habe ich ganz elendig das Bettchen gehütet und an kreatives Tippen war nicht zu denken.

Deshalb wird erst in der nächsten Woche der gute Herr Fischer rezensiert und heute lege ich noch ein bisschen die Füße hoch, damit der blöde Virus sich endgültig verzieht …

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella und Spargel

Frühjahr und Sommeranfang ändern die Essgewohnheiten. Da verlangt der Körper plötzlich nach knackigem Salat, frischen Tomaten aufs Brot oder Grillfleisch. Sommerzeit ist Salatzeit. Ganz klar.

Ich finde es sehr praktisch, da diese Zeit auch dem Projekt Bewusste Ernährung in die Hände spielt, denn bei der Zubereitung für einen Salat muss man nun wirklich kein Fleisch verwenden. Und Salat bietet schier unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Da gibt es Feldsalat, Rucola, Eisbergsalat, Blattsalat oder Salatherzen – und nun habe ich nur die grünen Salate aufgezählt. Paprika, Tomaten, Zucchini, Champignons, Kartoffeln oder Nudeln erweitern die Auswahl. Gut schmeckt auch ein Apfel oder eine Möhre mit untergemischt.

Passend zur Spargelzeit, stelle ich heute einen leckeren Salat vor, der theoretisch auch ohne Spargel funktioniert, dafür wäre die Zugabe von Paprika oder Champignons durchaus denkbar.

Ich habe für diesen Salat sogenannten Bruch-Spargel verwendet. Der ist deutlich günstiger als hübsch aussehender Spargel, schmeckt aber identisch. Meiner Meinung nach muss man für einen Salat keinen hübschen Spargel verwenden, da dieser sowieso klein geschnitten wird.

Spargel bereite ich grundsätzlich in größeren Mengen zu, weil ich so nur einmal den Aufwand mit Schälen und Schalen auskochen habe. Die aus den ausgekochten Schalen entstandene Brühe bildet eine tolle Basis für Spargelsuppe, wofür sich der Bruch-Spargel ebenso gut eingnet. Zum Thema Spargelsuppe schreibe ich demnächst vielleicht auch noch ein Rezept.

Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella, Spargel und Kräutern

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Zutaten

(3 Portionen)

Salat
250 g Nudeln
1 Mozzarella
3 große Tomaten
250 g Bruch-Spargel
Salz und Pfeffer

Dressing
4 EL Olivenöl
2 EL Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
Basilikum oder andere Kräuter
Balsamico-Creme zum Verziehren

Zubereitung

Den Spargel schälen, in etwa 1-2 cm lange Stücke schneiden und im Wasser bissfest garen. Wer mag, kann das Spargelwasser auffangen und weiterverarbeiten.
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Den Mozzarella würfeln, ebenso die Tomaten. Ich versuche immer gleich große Stücke zu schneiden.

In einer Schüssel die Nudeln, den Spargel, die Tomaten und den Mozzarella miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Für das Dressing Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Zucker und Kräuter vermischen. Wenn der Basilikum frisch ist, so sollte er gewaschen und gehakt werden.

Das Dressing über den Salat geben, alles gut durchmischen und mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal durchrühren, abschmecken und bei Bedarf die Balsamico-Creme über den Salat geben. Die sorgt für das gewisse Etwas.

Das Gericht is(s)t …

… sehr wandlungsfähig und schnell zubereitet. Der Salat eignet sich auch sehr gut, um Gemüsereste zu verwerten. Mir fällt gerade kein Gemüse ein, was nicht in Verbindung mit Nudeln schmeckt.

Wer keine kalten Speisen mag: Diesen Salat kann man auch ganz prima in einer Pfanne zubereiten und warm genießen. Dann sollten die Tomaten aber erst ganz zum Schluss hinzu gegeben werden, da sich sonst die Schale ablöst und das schmeckt nicht ganz so toll.

Liebling oder Lieber-nicht-noch-einmal?

Liebling! Ich mag alle Bestandteile dieses Nudelsalats schon einzeln sehr gern. In Verbindung miteinander ergibt sich eine leckere Mahlzeit. Nudelsalat passt natürlich auch sehr gut zu Gegrilltem, auf jedes Buffet, in den Picknickkorb, oder, oder, oder …

Freitags-Füller

Freitags ist Freitags-Füller-Tag …
Wer sich beteiligen möchte, kann die Vorlage bei scrap-impulse nachlesen.

1. Heute ganz früh rieselte ein sanfter Schauer vom Himmel.

2. Die Regentropfen fielen von von oben nach unten.

3. Hunger auf Sonne ich hab, junger Padawan.

4. Warum so mieser Regen vom Himmel fällt, verstehe ich auch nicht.

5. Ich habe kürzlich angefangen den Balkon sommerfit zu machen und nun regnet es ständig.

6. Der Regenmacher Django Unchained war der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das zweite Experiment Pasta herstellen mit der neuen Küchenmaschine, morgen habe ich den Besuch einer feierliche Runde zum Ende der Bundesliga geplant und Sonntag möchte ich relaxen!

Lesetipp: Firmin – Ein Rattenleben

Firmin – eine lesende Ratte aus den 60er Jahren, die in Boston lebt. Kleinster aus einem Wurf, der im Keller einer Bostoner Buchhandlung das Leben der Welt erblickt. Da er nur wenig Nahrung von der Mutter bekommt, beginnt er Bücher anzuknabbern und mausert sich schließlich zur belesensten Ratte der Welt.


Sam Savage: Firmin – Ein Rattenleben

Inhalt

In einer Bostoner Buchhandlung wird die schmächtige Ratte Firmin in ein Nest aus Bücherseiten hineingeboren. Da Firmin das schwächste Kind ist, ist er stets im Nachteil, wenn die Mutter von der Futtersuche zurückkommt, um ihre Jungen zu säugen. Er beginnt, das Papier des Nestes anzuknabbern und stellt schnell fest, dass Papier ihm zwar Bauchschmerzen bereitet, er aber auch nicht mehr aufhören kann, Papier zu essen.

Relativ schnell reichen ihm die Bücherseiten des Nestes nicht mehr aus und so beginnt er, sich im Keller der Buchhandlung durch die Klassiker der Weltliteratur zu futtern. Dabei geht er zuerst völlig planlos vor, mit der Zeit lernt er jedoch die Buchstaben zu verstehen, die er da in sich hinein stopft.

Das Leben der Menschen fasziniert Firmin und so lernt er nach und nach die Buchhandlung im Erdgeschoss kennen. Er glaubt, dass der Buchhändler sein Freund ist, bis dieser eines Tages Rattengift auslegt und Firmin daran fast stirbt. Aber durch eine Wende des Schicksals findet Firmin wenig später tatsächlich einen menschlichen Freund, bei dem er wohnen kann und der ihn gut behandelt, bis zu dem Tag, an dem er einen Schlaganfall erleidet …

Das Buch ist …

… süß. Ich weiß nicht, ob ein Buch diese Eigenschaft wirklich haben kann, aber ich finde diesen kleinen, megabelesenen Firmin süß. Er knabbert an Büchern und lernt dabei zu lesen und so die Welt der Menschen ein bisschen besser zu verstehen. Wenn das mal keine gute Story ist.

Das fanden bereits vor mir ziemlich viele Menschen so, weshalb dieses Buch einen Kultstatus besitzt, wenn man Amazon denn glauben schenken will. Die Beschreibungen der menschlichen Welt aus der Sicht einer Ratte ist super. Der Autor schafft es einwandfrei, die Unterschiede eines Ratten- und Menschlebens ganz klar herauszuarbeiten. Großartig.

Lesen oder Lassen?

Ich schlage vor: Lesen. Wenn man eine zum Nachdenken anregende Geschichte, die teils melancholische Züge hat, mag, sollte man diesen Roman unbedingt lesen. Das Taschenbuch kostet 8,95 Euro und die Kindle-Ausgabe liegt bei 7,99 Euro.

Bei den Links zu den einzelnen Büchern handelt es sich um Affiliate Links. Ich finde das sehr praktisch, wenn man direkt zum richtigen Buch geführt wird und nicht erst lang suchen muss.
Kann man mögen, muss man aber nicht.
;-)

P.S. Eigentlich hatte ich für heute die Rezension zur Schachlegende Bobby Fischer angekündigt. Da ich das Buch immer noch nicht fertig gelesen habe, muss ich dieses Rezension noch einmal verschieben.